Tiergesundheit

Baden mit Hund

31.05.2018

Menschen gehen bei heißen Temperaturen gerne baden – und viele Hunde auch. Aber genau wie für Menschen müssen auch für Hunde ein paar Regeln beachtet werden.

Auch bei Hunden gibt es Wasserratten und -muffel: Manche Hunde haben schon die Nase voll, wenn das Wasser nur ihre Pfoten berührt, andere legen sich gerne ins kühle Nass und wiederum andere bekommt man aus dem Wasser gar nicht mehr heraus. Vor dem Baden muss allerdings abgeklärt werden, ob Hunde an der betreffenden Stelle baden dürfen. Das gilt für Strände, aber auch für Badeseen und andere Gewässer. Häufig gibt es extra ausgewiesene Strandabschnitte, wo auch Hund mit ins Wasser darf. In Naturschutzgebieten gilt generelles Badeverbot. Röhrichte und Schilfbereiche sollten ebenfalls zum Schutz der dort lebenden Pflanzen und Tiere gemieden werden. Wenn es wegen mangelnder Wasserqualität zu Badeverboten kommt (zum Beispiel durch Algen), dann bleibt der Hund ebenfalls an Land.

Hat man den passenden Platz gefunden, heißt es zunächst einmal langsam abkühlen. Denn auch der Hund muss erst langsam an das kalte Wasser gewöhnen. Also erst mal am Ufer plantschen und nicht sofort das Apportel ins Wasser werfen. Auch sollten seit dem letzten Füttern mindestens zwei Stunden vergangen sein. Halsband oder Geschirr werden vor dem Badegang ausgezogen, damit sich der Hund nicht darin verfängt. Dass der Hund gut erzogen ist, versteht sich von selbst.

Stichwort Kondition: Toben im Wasser ist anstrengend. Wichtig ist es daher, seinen Hund gut zu beobachten und ihn rechtzeitig aus dem Wasser zu holen, damit er sich eine Pause gönnt. Noch wichtiger ist es, Bereiche mit starker Strömung zu meiden. Sie können in Flüssen und Kanälen, aber auch im Meer auftreten. An manchen Tagen ist die Strömung hier so stark, dass ein Badeverbot verhängt wird. Aber auch an Tagen mit ungefährlicher Strömung sollte man seinen Hund nur in den sicheren (in der Regel markierten) Bereichen schwimmen lassen und ihn immer gut im Auge behalten.

Als Spielzeug eignen sich kleine Bälle und auf dem Wasser schwimmende Apportel. Scharfkantige und schwere Gegenstände sind ungeeignet, da sie zu Verletzungen führen können. Darum sollte man auch immer darauf achten, wohin man sein Spielzeug wirft, damit nicht ahnungslos im Wasser schwimmende Menschen und Tiere versehentlich „abgeschossen“ werden. Auch kann es zwischen fremden Hunden zu zünftigen Raufereien kommen, wenn sich zwei oder mehr um das tollste Spielzeug streiten. Daher lieber erst mal Abstand zu anderen Hunden halten. Übrigens: Hundetypische Hinterlassenschaften werden auch am Hundestrand eingetütet und im Mülleimer entsorgt.

Nach dem Badevergnügen sollte dem Hund ausreichend Trinkwasser zur Verfügung stehen – besonders Salzwasser sollte der Hund nicht trinken, da es in größeren Mengen ungesund ist. Erfahren Sie in unserem Blogbeitrag „Trinkmenge Hund: Wie viel sollte ein Hund trinken?“ wie hoch der tägliche Wasserbedarf Ihres Vierbeiners ist. Eine anschließende Dusche beseitigt Salz- und Sandreste aus dem Fell. So versorgt und frisch ausgeruht steht dem nächsten Badespaß nichts im Weg.

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