Schwarz-weißer Hund wird von Besitzerin mit Wasser aus der Hand versorgt, damit er auf die richtige Trinkmenge kommt.
Ernährung

Trinkmenge Hund: Wie viel sollte ein Hund trinken?

14.08.2019

Warum ist Wasser für Hunde so wichtig?

Hunde bestehen wie wir Menschen zum größten Teil aus Wasser. Es ist ein wichtiger Bestandteil aller Körperfunktionen des Vierbeiners. Es ist notwendig, um die Komponenten des Futters im Verdauungskanal zu lösen. Stoffwechsel, Nährstofftransport, Gehirn, Blutbahn und viele weitere Funktionen des Körpers können ohne Wasser nicht korrekt arbeiten.

Wie viel trinkt ein Hund am Tag?

Der Flüssigkeitsbedarf eines Hundes hängt von verschiedenen Faktoren ab, zum Beispiel von:

  • Größe, Körpergewicht und Alter des Vierbeiners
  • Fütterung (Trockenfutter oder Nassfutter)
  • Aktivität
  • Umgebungstemperaturen

 

Einen Grundwert für die Trinkmenge Deines Hundes kannst Du mittels Körpergewicht errechnen. Wird Feuchtfutter geben: Körpergewicht (kg) x 5 bzw. 10 (ml) = durchschnittliche Wassermenge. Bekommt der Vierbeiner Trockenfutter, wird das Körpergewicht mit 40 bzw. 50 multipliziert.

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An heißen Tagen erhöht sich die Trinkmenge des Hundes

Sauberes Wasser sollte für Deinen Hund immer zur freien Verfügung stehen – egal ob zu Hause im Wassernapf oder unterwegs aus einem mobilen Trinkbehältnis. Das gilt insbesondere an heißen Tagen und nach körperlicher Aktivität. Denn mit steigender Umgebungstemperatur oder körperlicher Anstrengung, wie zum Beispiel beim Hundesport, steigt auch der Wasserbedarf Deines Hundes. Ein leichter Trab reicht bereits aus. Damit Dein Hund an heißen Tagen nicht dehydriert, ist es deshalb wichtig, dass er regelmäßig Flüssigkeit aufnimmt.

Frisches Trinkwasser wichtig – auch für unterwegs

Selbstverständlich sollte das Trinkwasser immer sauber und frisch sein und der Inhalt des Wassernapfes mindestens zweimal am Tag gewechselt werden. Und auch unterwegs auf längeren Spaziergängen solltest Du immer frisches Wasser für Deinen Hund dabeihaben. Denn in stehenden Gewässern oder Brackwasser lauern besonders im Sommer Gefahren. Neben Schadstoffen und Giardien bevorzugen auch verschiedene Bakterien die feuchtwarme Umgebung: Es besteht ein hohes Risiko, dass Dein Hund an Leptospirose erkrankt. Auch wenn der Hund meist das abgestandene Wasser aus See und Pfützen bevorzugt, solltest Du daher sicherstellen, dass Dein Vierbeiner das mitgebrachte Wasser trinkt. Eine Blaualgenvergiftung könnte sonst die Folge sein. Lies dazu mehr in unserem Beitrag „Blaualge: Hund in Gefahr – alles zur Blaualgenvergiftung“.

Wenn der Wasserhaushalt des Hundes nicht stimmt…

Du solttest das Trinkverhalten Deines felligen Partners beobachten. Ein erhöhter Wasserbedarf kann zum Beispiel ein Anzeichen für Diabetes beim Hund sein. Dass ein Hund bei heißen Temperatur mehr Flüssigkeit benötigt, ist jedoch vollkommen normal.

Wasser geht über Kot, Harn, Atemwege, Haut und bei säugenden Hündinnen auch über das Gesäuge verloren. Leidet der Hund an Durchfall, ist der Wasserverlust ebenfalls höher. Dehydration kann eine Folge sein. Besonders für Welpen und ältere Hunden ist das eine brenzlige Situation. Im Notfall kann eine Infusion vom Tierarzt Abhilfe schaffen. In einem solchen Fall bist Du mit unserer Hunde-Krankenversicherung vor den Kosten für die Behandlung geschützt. Beobachte also regelmäßig, wie viel Dein Hund am Tag trinkt und ob dies mit den Richtwerten für die Trinkmenge von Hunden übereinstimmt.

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