Tiergesundheit

Giftige und ungiftige Pflanzen für Katzen – Die richtigen Zimmerpflanzen wählen

23.07.2019

Ob neugieriges Jungtier oder gelangweilter Stubentiger: Katzen erkunden gern die Pflanzen im Haus, auf dem Balkon und im Garten. Das Anknabbern der Blätter und Blüten kann allerdings zum Verhängnis werden. Hier findest Du eine Liste von giftigen Pflanzen sowie Tipps, was Du im Fall einer Vergiftung tun solltest.

Als Katzenbesitzer und Pflanzenfreund kennt man meist das Problem: Die Katze knabbert Pflanzen an, sei es aus Neugierde oder Langeweile. Leider sind viele Pflanzen ziemlich gefährlich für Katzen und können starke Vergiftungserscheinungen hervorrufen.

Vergiftung erkennen

In der Regel merken Katzenhalter schnell, wenn etwas mit ihrer Katze nicht stimmt und sich das Verhalten plötzlich ändert. Im Normalfall ist die Menge der angeknabberten Pflanzen nicht groß genug, um eine tödliche Wirkung auf die Katze zu haben. Dennoch solltest Du Deine Katze im Auge behalten. Indikatoren für eine Vergiftung können sein:

  • Zittern
  • Speicheln
  • Erbrechen
  • Durchfall
  • Gleichgewichtsstörungen und Schwindel
  • Kreislaufkollaps
  • Unruhe
  • Starke Aufregung
  • Lähmungen
  • Besonders enge oder weite Pupillen

 

Wenn Du diese Symptome bei Deiner Katze feststellst, solltest Du umgehend einen Tierarzt oder eine Tierklinik aufsuchen. Sind noch Teile der angeknabberten Pflanze zu finden, bringe diese am besten direkt mit. Für solche Fälle aber auch für andere Unfälle oder Krankheiten solltest Du Dich unbedingt absichern. Neben einer guten Katzen-Krankenversicherung solltest Du auch eine Katzen-OP-Versicherung abschießen.

Jede Katze reagiert anders auf bestimmte Pflanzen. Somit können sich die Symptome einer Vergiftung ebenfalls unterscheiden. Wenn du weißt, dass Deine Katze gern Dinge anknabbert, solltest Du sicherheitshalber alle Pflanzen außer Reichweite der Katze aufstellen oder auf für Katzen unbedenkliche Pflanzen umsteigen.

Achtung: Die Folgen einer Vergiftung zeigen sich meist nicht direkt nach der Aufnahme, sondern können auch erst nach einiger Zeit auftreten. Daher ist es kein Garant, dass eine Pflanze harmlos ist, wenn Du nach dem Verzehr zunächst keine Veränderungen bei Deiner Katze feststellst.

Für Katzen unschädliche Pflanzen

Die folgenden Pflanzen stellen für Katzen kein gesundheitliches Problem dar und eignen sich daher besonders gut für Katzenhalter. Ein positiver Nebeneffekt ist, dass auch Schmetterlinge und Bienen viel Freude an diesen Blumen und Pflanzen haben.

  • Anis-Ysop: Anis-Ysop blüht von Juli bis August violett und hat einen anisartigen Duft. Hier eignet sich ein sonniger Standort.
  • Blaubeere: Blaubeer-Pflanzen blühen im Frühling zwischen April und Mai. Ihre Früchte tragen sie im Sommer von Juli bis Ende September. Blaubeeren mögen es gerne sonnig.
  • Currykraut: Das Currykraut blüht von Juni bis September leuchtend gelb und hat einen curryartigen Duft. Auch das Currykraut mag es gern sonnig.
  • Geldbaum: Mit dem Geldbaum haben Sie eine immergrüne Zimmerpflanze, die nur selten blüht. Hierfür sollte ein Standort in der Sonne bis Halbschatten gewählt werden.
  • Hornveilchen: Im Gegensatz zu anderen Veilchen-Arten ist das Hornveilchen für Katzen unbedenklich. An seiner mehrfarbigen Blüte kann man sich von März bis Oktober erfreuen. Ein sonniges bis halbschattiges Plätzchen ist ideal.
  • Kaschmirkatzenminze: Die Kaschmirkatzenminze blüht von Juni bis Oktober violett und sollte an einem Ort in der Sonne stehen.
  • Lavendel: Lavendel ist mit den violettblauen Blüten nicht nur schön anzusehen, sondern verbreitet auch einen angenehmen Duft. Er blüht in der Zeit von Juli bis August, wenn es sonnig und warm ist.
  • Mühlenbeckie: Die Mühlenbeckie blüht im Sommer gelb und ist den Rest des Jahres immergrün. Sie eignet sich gut als Zimmerpflanze an einem sonnigen bis halbschattigen Ort.
  • Säckelblume: Die Säckelblume blüht von Juli bis November blau. Sie liebt sonnige Standorte.
  • Woll-Ziest: Woll-Ziest trägt von Juni bis August mit rosa, silbrig-weiße Blüten und bevorzugt ebenfalls einen sonnigen Ort.

 

Allerdings sind nicht alle ungiftigen Pflanzen komplett ungefährlich für Katzen. Sie können sich zum Beispiel an scharfkantigen Blättern innere Verletzungen zuziehen. Pflanzen mit Dornen oder Stacheln können beim Spielen ebenfalls gefährlich werden. Leider muss man bei fast allen gekauften Pflanzen auch davon ausgehen, dass diese chemisch behandelt wurden und deshalb ebenfalls giftig für Katzen sein können.

Für Katzen giftige Pflanzen

Diese für Katzen giftigen Pflanzen solltest Du meiden – oder dort aufstellen, wo Deine Katze sie nicht erreichen kann.

A

Ackerwinde, Adlerfarn, Adonisröschen, Agave, Akelei, Aloë (Bitterschopf), Alpenrose, Alpenveilchen, Amaryllis, Anemonen, Anthurie, Aralie, Arnika, Aronkelch, Aronstab, Avocado, Azalee

B

Becherprimel, Begonie, Belladonnalilie, Berberitze, Berglorbeer, Besenginster, Birkenfeige, Blasenstrauch, Blaustern, Bocksdorn, Bogenhanf (Sansevieria trifasciata), Brunfelsie, Buchsbaum, Buchweizen, Buntwurz, Buschwindröschen

C

Calla, Chilipflanze, Christrose, Christstern, Christusdorn, Chrysantheme, Clematis, Clivie (Clivia miniata)

D

Dieffenbachie, Dipladenie, Drachenbaum

E

Edelweiß, Efeu, Efeutute, Eibe, Einblatt, Eisenhut, Elefantenohr, Engelstrompete

F

Farn, Faulbaum, Feldstiefmütterchen, Fensterblatt, Feuerbohne, Feuerdorn, Fichte, Ficus-Arten, Fingerhut, Flamingoblume, Flammendes Käthchen, Flieder, Frauenschuh

G

Gartenwolfmilch, Geißblatt, Geranie, Germer, Ginster, Glockenbilsenkraut, Glyzinien, Goldlack, Goldregen, Gummibaum

H

Hahnenfuß, Hartriegel, Heckenkirsche (rot), Herbstzeitlose, Hortensie, Hundspetersilie, Hyazinthe

I

Iris

K

Kaiserkrone, Kakao, Kaladie, Kalanchoe, Kartoffelpflanze, Kirschlorbeer, Kletterspindelstrauch, Klivie (Clivia miniata), Knoblauch, Kolbenfaden, Korallenbäumchen, Korallenbeere, Kornrade, Kreuzkraut, Krokusse, Kroton, Küchenschelle

L

Lebensbaum, Leberblümchen, Lein (Linum usitatissimum), Liguster, Lilien und Liliengewächse, Lorbeer, Lorbeerrose (Kalmia spec.), Lupine

M

Magnolie, Mahonie, Maiglöckchen, Märzenbecher, Misteln, Mohn und Schlafmohn

N

Nachtschatten und Nachtschattengewächse (z. B. Tomate, Kartoffel, Aubergine), Nadelbäume, Narzisse, Nelken, Nieswurz

O

Oleander, Orchidee, Osterglocke

P

Palmfarn (Cycas revoluta), Palmlilie (Yucca elephantipes), Papierblume (Zimmercalla), Passionsblume, Pfaffenhütchen, Philodendron, Prachtlilie, Primeln, Purpurtute

R

Rainfarn, Rhododendron, Riemenblatt, Rittersporn, Ritterstern, Rizinus, Robinie, Rosskastanie, Ruhmeskrone

S

Sadebaum, Salomonssiegel, Sansevierie, Sumpfschachtelhalm, Schierling, Schlafmohn, Schleierkraut, Schlüsselblume, Schneeball, Schneeglöckchen, Scilla, Seidelbast, Skabiosen, Spindelbaum, Stechapfel, Stechpalme, Steinklee, Stink-Wacholder, Strahlenaralie, Sumpfdotterblume

T

Tabakpflanze, Tannen, Thuja, Tollkirsche, Tollkraut, Tomate, Tulpe, Tüpfel-Hartheu

V

Vanilleblume, Veilchen (Usambaraveilchen, Alpenveilchen)

W

Waldmeister, Wacholder, Wandelröschen (Lantana camara), Wasserschierling (Cicuta virosa), Weihnachtsstern, Weinraute, Wicken, Wildlupinie, Windröschen, Wolfsmilch, Wunderstrauch, Wurmfarn, Wüstenrose

Y

Yucca Palme

Z

Zaunrübe, Zimmeraralie, Zimmercalla, Zwergholunder, Zwergmistel, Zwiebel (Küchenzwiebel) und Zwiebelgewächse, Zypresse

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