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Urlaub mit dem Hund: Tipps für eine hundefreundliche Reise

10.06.2022

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Im Urlaub möchte man die Liebsten um sich haben und so auch den Hund. Dabei stellst du dir als Hundebesitzer:in vielleicht viele Fragen, ob der Urlaub mit dem Hund so einfach ist. Eines können wir sagen: Urlaub mit dem Hund macht Spaß und ist auch nichts so kompliziert, wie du vielleicht im ersten Moment denkst. In diesem Beitrag findest du hilfreiche Tipps für deinen Urlaub mit dem Hund. Erfahre alles zur Vorbereitung, zum Reiseablauf und welche Ziele sich für einen hundefreundlichen Urlaub besonders gut eignen.

Reisen mit dem Hund – vieles ist möglich

Hüttenurlaub in den Alpen, Sonnenbaden am Strand oder Natur pur auf dem Campingplatz – immer mehr Urlaubsziele öffnen ihre Türen für vierbeinige Gäste. Das freut besonders jene Hundehalter:innen, die sich die freie Zeit gar nicht ohne ihren treuen Gefährten vorstellen können. Urlaubszeit bietet endlich die Gelegenheit, stundenlang gemeinsam durch die Natur zu streifen oder auch einfach einmal nichts zu tun. Die Voraussetzung für eine entspannte Zeit ist allerdings, dass die Reise gut vorbereitet ist und an ein Ziel führt, das die wichtigsten Bedürfnisse erfüllt.

Vorbereitungs-Tipps für den Urlaub mit Hund

Wer sich unsicher ist, ob der eigene Hund reisetauglich ist, kann sich diesbezüglich beim Tierarzt erkundigen. Hier wird der Impfstatus überprüft und Risiken bezüglich etwaiger Vorerkrankungen besprochen. Der Arzt oder die Ärztin kann dir auch sagen, ob dein Hund für große Klimaveränderungen geeignet ist oder du dir lieber ein anderes Land aussuchen solltest.

Internationale Bestimmungen für Reisen mit dem Hund

Seit Juli 2011 gelten bei Reisen in und außerhalb der EU-Grenzen spezielle Einreisebestimmungen für Hunde. So muss der Hund einen Mikrochip tragen, wenn er von Deutschland in einen anderen EU-Staat oder aus einem Drittland in einen EU-Staat einreisen will. Bei Grenzübertritt in einen EU-Staat sind Hundebesitzer:innen zudem dazu verpflichtet, einen EU-Heimtierausweis mit sich zu tragen. Dieser kann nur von Tierärzt:innen ausgestellt werden und enthält Informationen zur Mikrochip-Nummer, zu Impfungen bei deinem Hund sowie zum letzten Stand der Wurm- und Zeckenbehandlung. Zwar entfällt die Pflicht zur Tollwutimpfung bei Reisen innerhalb Deutschlands, doch ist sie beim Überschreiten der Landesgrenzen verpflichtend. Damit die Impfung wirksam ist, sollte sie mindestens 21 Tage zurückliegen und je nach Hersteller alle ein bis drei Jahre aufgefrischt werden.

Reiseapotheke – das sollte nicht fehlen

Ist die Reiseapotheke schon gepackt? Im Falle von leichten Verletzungen und komplikationsfreien Erkrankungen kann ein Griff in die eigene Reiseapotheke helfen. Falls Unsicherheiten bei der richtigen Medikamentenauswahl bestehen, helfen die Ansprechpartner:innen der Tierarztpraxis sicher gern weiter.

Folgende Produkte sollten – je nach Urlaubsziel – in der Packliste nicht fehlen:

  • Medikamente: Tabletten gegen Reiseübelkeit, pflanzliches Durchfallmittel, Beruhigungsmittel, Schmerzmittel, Zeckenschutz, Elektrolytgetränke
  • Verbandsmaterialien: Kompresse, Watte, Polstermaterialien, Elastikbinde, Klebeband und Verbandsschere
  • Mittel zur Wundbehandlung: Wund- und Heilsalbe, Desinfektionsmittel für Wunden, organisch gebundenes Jod
  • Hygieneartikel: Ohrreiniger, Augentropfen, Wattestäbchen, Flohkamm und Zeckenzange
  • Sonstiges: Taschenlampe, Fieberthermometer und die Kontaktdaten von Tierarzt oder -ärztin

Reisen mit dem Hund: Tipps für das Urlaubsziel

Beim ersten gemeinsamen Urlaub ist es ratsam, nicht allzu weit zu verreisen. Bei einer kurzen Auto- oder Zugfahrt kannst du herausfinden, ob sich dein Hund in einem fremden Umfeld wohl fühlt, ob er zu Übelkeit neigt oder ängstlich in seiner Transportbox sitzt.

Wohin es Hund und Halter:in zieht, ist natürlich eine Sache von individuellen Vorlieben. Manche Urlaubsziele eignen sich für die Reise mit Hund aber besonders gut:

  • Strandurlaub: Sonne und frische Meeresluft sind rund ums Jahr ein Traum für viele Mensch-Hund-Gespanne. Lebhafte Hunde lieben es, im Wasser zu planschen und im Sand zu buddeln. Mit etwas Glück sind auch andere Hunde zum Spielen vor Ort. Für den Strandurlaub mit dem Hund ist unser Tipp, dass du dir spezielle Hundestrände raussuchst, damit dein Vierbeiner ganzjährig ohne Leine im Sand und Wasser toben kann. Aber nicht nur an Hundestränden an der Ostsee oder Nordsee kann dein Hund Badespaß genießen: viele reguläre Strände öffnen ihre Tore im Herbst und Winter für die vierbeinigen Gäste.
  • Wanderurlaub: Urlaube in bergigen Regionen bieten sich zu jeder Jahreszeit an und sind besonders für fitte Hunde geeignet. Von Frühling bis Herbst lässt es sich hervorragend an der frischen Bergluft wandern. Je nach dem Fitnesszustand deines Hundes kannst du Wanderrouten mit unterschiedlichen Schwierigkeitsgraden wählen. Für kleinere Hunde sind kurze Strecken mit wenig Steigung empfehlenswert. Hüte- und Jagdhunden kann man hingegen grundsätzlich auch längere Strecken zutrauen.
  • Wellnessurlaub: Mittlerweile gibt es in Deutschland, Österreich und Italien viele Wellnesshotels, die auch Fellnasen willkommen heißen. Dabei kommt jeder auf seine Kosten: Mensch und Tier können sich beispielsweise bei einer Massage durchkneten lassen. Auf die Vierbeiner warten Hundeduschen, qualifizierte Hundetrainer:innen und einige Hotels bieten Gassi-Services an. Oft ist es den Hunden gestattet, sowohl im Hotel als auch auf dem angrenzenden Gelände frei herumzulaufen. Befindet sich die Unterkunft in der Natur, lässt sich der Wellness-Urlaub mit Ausflügen an der frischen Luft verbinden.

Die richtige Unterkunft für den Urlaub mit Hund – unsere Tipps

Viele Hundehalter:innen schwören auf Ferienhäuser, wenn sie mit ihrem Vierbeiner verreisen wollen. Entscheidend ist natürlich, dass die Vermieter:innen Hunde zulassen und das Haus oder die Ferienwohnung geeignet sind, ein Tier zu beherbergen. Das sollte vor der Buchung explizit geklärt werden. Beispielsweise ist man mit einem großen Hund schlecht beraten, wenn man eine enge Berghütte mit steiler Treppe mietet. Mehr Unabhängigkeit bietet eine Reise mit dem eigenen oder einem gemieteten Wohnmobil, das natürlich auch den Bedürfnissen des Hundes entsprechen sollte. In diesem Fall empfehlen sich hundefreundliche Campingplätze oder zumindest abgelegene Stellplätze, damit andere Reisende sich nicht gestört fühlen.

Die optimale Anreise für Mensch und Hund

Welches Verkehrsmittel gewählt wird, hängt vom Reiseziel und auch von den Vorlieben von Mensch und Hund ab. Grundsätzlich ist es am bequemsten, den Hund bei einer Autofahrt zu transportieren , weil man problemlos das notwendige Gepäck mitnehmen kann und jederzeit Pausen möglich sind.

Ob der Hund mit ins Flugzeug darf, wird von jeder Fluggesellschaft individuell geregelt: Günstigere Fluganbieter untersagen in den meisten Fällen, einen Hund mitzunehmen. Bei anderen Fluggesellschaften dürfen Hunde entweder im Kabinen- oder Frachtraum mitfliegen. Der vierbeinige Passagier muss spätestens 48 Stunden vor dem Abflug angemeldet werden. Je nach Größe des Hundes und der Transportbox können Gebühren von bis zu 200 Euro anfallen.

Dabei ist aber zu bedenken, dass Flugreisen für Hunde viel Stress bedeuten. Fremde Menschen, enge Räumlichkeiten und die ungewohnte Umgebung behagen den meisten Tieren nicht. Besonders beim Transport im Frachtraum fehlt der Kontakt zur menschlichen Bezugsperson. Falls eine Flugreise mit dem Hund unumgänglich ist, solltest du deinen Vierbeiner schon früh an seine Transportbox gewöhnen. Diese sollte möglichst bequem sein und genug Freiraum zum Hinlegen und Drehen bieten. Vor dem Reisebeginn darf noch einmal ausgiebig ausgetobt werden, bevor es in den Flieger geht. In Absprache mit der Tierarztpraxis kann auch ein leichtes Beruhigungsmittel sinnvoll sein.

Ab in den Urlaub mit Hund

Wenn du im Urlaub mir deinem Hund diese Tipps beachtest, kannst du dich auf eine erholsame Reise mit deinem Vierbeiner freuen. Egal, ob dein Hund gerne schwimmt, buddelt, rennt oder auf Entdeckungstour geht – er wird jede Minute des gemeinsamen Urlaubs genießen. Und für die Bindung zwischen Mensch und Hund ist es Gold wert, hin und wieder zusammen ohne Zeitdruck entspannte Stunden genießen zu können.

FAQ: Häufig gestellte Fragen

Was sollte ich bei einem Urlaub mit Hund im Ferienhaus beachten?

Ob dein Hund mit in das Ferienhaus darf, solltest du vorher mit dem Vermieter oder der Vermieterin klären. Außerdem solltest du schauen, dass das Ferienhaus zu den Bedürfnissen deines Hundes passt.

Wo kann man am besten mit dem Hund Urlaub machen?

Für einen erfolgreichen Urlaub mit deinem Hund ist unser Tipp, das Reiseziel nach den Bedürfnissen deines Hundes und dir zu richten. Liebt dein Hund Wasser? Dann ist ein Strandurlaub passend. Liebt er es sich auszupowern, könntest du über einen Urlaub in den Bergen nachdenken.

Was muss man für den Hund mit in den Urlaub nehmen?

In den Urlaub mit deinem Hund solltest du auf jeden Fall eine gute Reiseapotheke einpacken. Auch das Lieblingsspielzeug deines Hundes sollte nicht fehlen. Je nachdem, wo die Reise hingeht, musst du natürlich auch an die Grundausstattung denken.

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