Fr├Âhliche Frau beim Wandern mit kleinem Hund im Rucksack.
Tipps f├╝r den Alltag

Wandern mit Hund: Tipps und Tricks f├╝r aktive Zwei- und Vierbeiner

11.04.2023

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Ausfl├╝ge in die Natur k├Ânnen f├╝r Mensch und Hund eine wundervolle Erfahrung sein. Gemeinsam die Gegend zu erkunden, ├╝ber Stock und Stein zu klettern und als Team kleinere oder gr├Â├čere Herausforderungen zu meistern, schwei├čt zusammen und festigt die Bindung. Ob beim Wandern in den Bergen oder am Meer, bei Streifz├╝gen durch W├Ąlder oder ├╝ber Felder ÔÇô mit dem geliebten Vierbeiner an der Seite nimmt man Flora und Fauna um sich herum noch intensiver wahr und kann die Ruhe und die frische Luft so richtig genie├čen. Wer eine Wanderung mit dem Hund plant, sollte allerdings gut organisiert sein. Es gibt einiges, was sowohl bei der Planung und Vorbereitung als auch w├Ąhrend der Tour ber├╝cksichtigt werden muss. Wir verraten, worauf beim Wandern mit Hund zu achten ist.

Die richtige Vorbereitung f├╝r den Wandertrip mit Hund

Ein Wandertrip soll f├╝r Zwei- und Vierbeiner gleicherma├čen ein sch├Ânes Erlebnis sein. Damit kein unn├Âtiger Stress aufkommt, ist eine gute Vorbereitung das A und O. Dazu geh├Ârt nicht nur, eine hundefreundliche Wanderroute herauszusuchen, die richtige Ausr├╝stung zusammenzustellen und sich ├╝ber Einreisebestimmungen zu informieren, falls es ins Ausland geht, sondern erst einmal zu pr├╝fen, ob der Hund ├╝berhaupt f├╝r l├Ąngere Wandertouren gemacht ist, denn nicht jede Fellnase hat Freude daran oder die Kondition, auf lange Wanderschaft zu gehen.

Hat mein Hund Spa├č beim Wandern? Darauf kommt es an

Hunde sind so individuell wie wir Menschen und nicht alle sind von Natur aus lauffreudig. W├Ąhrend die einen mit Feuereifer kilometerweite Strecken zur├╝cklegen, trotten die anderen schon nach wenigen Minuten lustlos hinterher. Ob ein Hund f├╝r Wandertouren der richtige Begleiter ist, h├Ąngt von mehreren Faktoren ab. Eine wichtige Rolle spielen der k├Ârperliche Zustand und das Konditionslevel, aber auch die Rasse und das Alter haben einen Einfluss darauf, ob ein Hund viel und lange laufen kann oder nicht.┬á

Mittelgro├če bis gro├če Hunderassen mit hohem Aktivit├Ątslevel haben meist gro├če Freude am Wandern und halten auch l├Ąngere Strecken durch. Dazu z├Ąhlen vor allem Jagdhunde, H├╝tehunde und Schlittenhunde wie der

  • Alaskan Malamute
  • Siberian Husky
  • Australian Cattle Dog
  • Australian Shepherd
  • Beagle
  • Border Collie
  • Jack Russell Terrier
  • Labrador Retriever
  • Rhodesian Ridgeback
  • Magyar Vizsla oder
  • Weimaraner.┬á

F├╝r kurzbeinige Rassen (Dackel, Mops, Franz├Âsische Bulldogge, Chihuahua usw.) sollten eher k├╝rzere Wanderrouten gew├Ąhlt werden, da sie f├╝r lange Strecken nicht die erforderliche Physis mitbringen und f├╝r dieselbe Distanz deutlich mehr Schritte zur├╝cklegen m├╝ssen als h├Âherbeinige Hunde. Sehr gro├če und sehr schwere Hunde, wie sie manche Molosser (Mastino Napoletano etc.) und Doggen (Deutsche Dogge, D├Ąnische Dogge…) darstellen, sind ebenfalls keine ausdauernden L├Ąufer. Dar├╝ber hinaus haben manche Hunde zuchtbedingt Schwierigkeiten beim Atmen, insbesondere solche mit eingefallenen oder sehr flachen Schnauzen. Anstrengende Wanderrouten sind bei solchen Rassen zu vermeiden.

Wandern mit Welpen?

Hunde sollten f├╝r l├Ąngere Wandertouren das Erwachsenenalter erreicht haben. Bei Welpen und Junghunden ist darauf zu achten, dass die M├Ąrsche nicht zu lang ausfallen. Da sie noch in der Entwicklung sind, d├╝rfen ihre Gelenke und Knochen nicht ├╝berlastet werden. Anderenfalls kann es zu nachhaltigen Sch├Ąden kommen. Jungtieren f├Ąllt es zudem h├Ąufig schwer, sich zu bremsen und k├Ârperliche Grenzen einzusch├Ątzen. Sie k├Ânnen schnell ├╝berreizen und in der Folge Schwierigkeiten haben, zu folgen, weswegen Halterinnen und Halter entsprechend gegensteuern m├╝ssen. Senioren sind f├╝r lange Wandertouren ebenfalls nicht unbedingt pr├Ądestiniert. Hier kommt es stark auf das individuelle Fitnesslevel an.┬á

Voraussetzungen f├╝r den Hund

Generell sind Kondition und Gesundheitszustand sind wesentliche Faktoren, wenn es um die Planung eines Wanderausflugs mit dem Hund geht. Ist ein Vierbeiner vollkommen untrainiert, macht es wenig Sinn, sich lange Routen vorzunehmen, denn dann besteht die Gefahr, dass der Hund sich v├Âllig ersch├Âpft. Hunde mit ├ťbergewicht werden ebenfalls ihre Schwierigkeiten haben, l├Ąngere Touren durchzuhalten. Dasselbe gilt f├╝r untergewichtige Tiere. Hat der Hund Allergien, die in der Natur aufflammen k├Ânnen oder deren Symptome unterwegs behandelt werden m├╝ssen, ist das bei der Planung ebenfalls zu ber├╝cksichtigen. Wenn das Tier Schmerzen hat oder krank ist, ist langes Wandern ohnehin tabu. Ist der Hund aber in einer guten gesundheitlichen Verfassung, bringt die n├Âtige Kondition mit und ist l├Ąngere Strecken bereits gewohnt, steht einem ausgedehnten Wanderurlaub nichts im Wege.

Bevor es mit dem Hund in die freie Natur geht, muss sichergestellt sein, dass er die grundlegenden Kommandos beherrscht und bei Fu├č gehen sowie an der Leine laufen kann. Entscheidend ist, dass der R├╝ckruf gut funktioniert und dass der Hund seinen Jagdtrieb unter Kontrolle hat. Wenn er jeder Maus, jedem Eichh├Ârnchen oder jedem Vogel hinterherrennt und sich kaum noch an Halter oder Halterin orientiert, artet das zwangsl├Ąufig in Stress aus. ├ähnlich anstrengend kann es sein, wenn es zu Begegnungen zwischen hormonell gesteuerten, unkastrierten R├╝den und H├╝ndinnen kommt. Die Leinenf├╝hrigkeit und das sichere Bei-Fu├č-Gehen sind wichtig, wenn beispielsweise andere Wandersleute entgegenkommen oder Areale passiert werden m├╝ssen, in denen Leinenpflicht herrscht oder die an Weidevieh vorbeif├╝hren. Ein gutes Sozialverhalten ist ebenfalls von Bedeutung. Der Hund muss wissen, wie er fremden Hunden und Menschen konfliktfrei begegnet, und sollte weder einen zu gro├čen Besch├╝tzerinstinkt noch aggressive Tendenzen aufweisen.

Schlussendlich k├Ânnen und sollten Hundehalterinnen und Hundehalter nichts erzwingen. Wenn die Fellnase rein rasse-, alters- und konditionsbedingt absolut wandertauglich sein m├╝sste, aber einfach kein Interesse daran zeigt, ist das zu akzeptieren. Anderenfalls ist Frust auf allen Seiten vorprogrammiert.

Die perfekte Wandertour mit dem Hund planen

Ist der Hund in Form und bereit f├╝rs Wandern, kann es mit der Routenplanung losgehen. Zun├Ąchst ist zu ├╝berlegen, wohin es ├╝berhaupt gehen soll. Ob Berge, Strand, Wald, Feld oder Flur ÔÇô es gibt viele M├Âglichkeiten, die Natur mit dem Vierbeiner zu genie├čen. Empfehlenswert bei der Planung ist, m├Âglichst hundefreundliche Wanderwege zu w├Ąhlen. Das sind solche, die weniger ├╝ber Beton und Asphalt, sondern eher ├╝ber weiche und sandige B├Âden f├╝hren. Blatt- und nadelbedeckte sowie leicht lehmige Untergr├╝nde schonen die empfindlichen Hundepfoten am meisten. Wege, die mit scharfkantigen Steinen ├╝bers├Ąt sind oder sich stark aufheizen k├Ânnen, sind zu vermeiden. Kommt man an solchen Strecken nicht vorbei, kann es sinnvoll sein, den Hund an Hundeschuhe zu gew├Âhnen, um Verletzungen und Verbrennungen an den Pfoten vorzubeugen.┬á

Generell sind Fr├╝hling und Herbst in unseren Breiten die besten Jahreszeiten f├╝rs Wandertrips mit dem Hund, da die Sonneneinstrahlung m├Ą├čig und die Temperaturen moderat sind. Beim Wandern im Sommer sollten Routen gew├Ąhlt werden, die m├Âglichst viele schattigen Passagen aufweisen und an Gew├Ąssern vorbeif├╝hren, in denen sich der Hund gegebenenfalls abk├╝hlen kann, denn gerade bei hohen Temperaturen und intensiver Sonneneinstrahlung besteht Hitzschlaggefahr. Hunde k├Ânnen nicht so stark schwitzen wie Menschen und sind daher anf├Ąlliger f├╝r Kreislaufprobleme, wenn es hei├č ist.

Entfernung und H├Âhenmeter sind relevante Faktoren bei der Routenplanung. Es ist sinnvoll, zu Beginn eine leichtere Strecke zu w├Ąhlen, um sich selbst und dem Hund die M├Âglichkeit zu geben, sich an das Wandern zu gew├Âhnen und sich einsch├Ątzen zu lernen. Steigern kann man sich sp├Ąter immer noch. Ein gem├Ą├čigter Einstieg ist vor allem sinnvoll, wenn man sich auf g├Ąnzlich unbekanntem Terrain bewegt. Bei Wanderungen in den Bergen oder im Watt kann es schnell gef├Ąhrlich werden, wenn man sich aus Mangel an Kondition und Erfahrung ├╝bersch├Ątzt. Empfehlenswert ist, vorhandenes Kartenmaterial gr├╝ndlich zu studieren und gegebenenfalls ein Navigationssystem zu nutzen, um sich im Notfall orientieren zu k├Ânnen. Sollte die Wandertour mehrere Tage dauern, kommt es darauf an, ausreichend Zwischenstationen einzuplanen sowie ├ťbernachtungen in hundefreundlichen Unterk├╝nften zu organisieren.┬á

Statt zu Fu├č, kann man auch gem├╝tlich fahrradfahrend die Natur mit dem Hund erkunden oder, f├╝r die Sportlichen unter uns, in das Thema Zughundesport Bikej├Âring reinschnuppern.

Ausr├╝stung und Proviant: Checkliste f├╝r den Wanderrucksack

Frau mit Rucksack kniet im Wald vor dem Hund und schaut ihm ins Gesicht. Welche Ausr├╝stung geh├Ârt in den Rucksack beim Wandern mit Hund?

Beim Wandern mit Hund kann schon etwas Gep├Ąck zusammenkommen, denn es gibt einiges, was man unterwegs zur Hand haben sollte. Wir haben folgende Checkliste zusammengestellt:

  • Halsband und Geschirr: Neben einem gutsitzenden Brustgeschirr sollte der Hund beim Wandern ein Halsband tragen, um im Notfall eine weitere M├Âglichkeit zu haben, ihn zu greifen. Vorteilhaft ist es, wenn das Geschirr am R├╝cken ├╝ber einen zus├Ątzlichen Haltegriff verf├╝gt. Das macht es leichter, das Tier in kniffligen Situationen festzuhalten oder ├╝ber Hindernisse hinwegzuhelfen.
  • ID-Tag: Zwar besteht innerhalb der EU die Pflicht, Hunde elektronisch mithilfe eines Mikrochips zu kennzeichnen und zu registrieren, es ist aber nicht ohne Weiteres m├Âglich, den Chip auszulesen. Dazu muss man erst die n├Ąchste Tierarztpraxis oder Beh├Ârde aufsuchen. Deswegen empfiehlt es sich, an Halsband oder Geschirr zus├Ątzlich ein ID-Tag mit Namen, Adresse und Telefonnummer anzubringen. Sollte der Hund abhandenkommen und von Fremden gefunden werden, k├Ânnen diese schnell reagieren und Kontakt aufnehmen.┬á
  • Leine: Eine Leine ist f├╝r Wanderungen mit dem Hund unabdingbar. Zum einen, weil es viele Gegenden gibt, in denen Leinenzwang herrscht, und zum anderen, weil es Situationen geben kann, in denen das Anleinen aus Sicherheitsgr├╝nden geboten ist, beispielsweise wenn Wildtiere in der N├Ąhe sind oder nicht ganz ungef├Ąhrliche Passagen ├╝berwunden werden m├╝ssen. Die Leine sollte bis zu 3 oder 5 Meter lang und verstellbar sein. So hat man die M├Âglichkeit, den Hund bedarfsweise kurz zu nehmen oder ihm mehr Raum zum Laufen zu geben. Das Material sollte leicht und robust sein. Falls noch Platz im Rucksack ist, empfiehlt es sich, eine Ersatzleine mitzunehmen, um im Fall der F├Ąlle gut ger├╝stet zu sein.
  • Sicherheitslicht: Ein LED-Licht f├╝r den Hund sollte ebenfalls Teil der Ausr├╝stung sein. Es hilft dabei, den Hund bei Dunkelheit, D├Ąmmerung oder widrigen Lichtverh├Ąltnissen besser sichten zu k├Ânnen.┬á
  • Futter und Wasser: Ausreichend Wasser ist f├╝r Mensch und Tier das A und O. Abh├Ąngig davon, wie lange die Wandertour dauert, kann es au├čerdem sinnvoll sein, etwas Hundefutter oder ein paar Snacks einzupacken. Sofern sie unangeleint sind, laufen Hunde schlie├člich das Vielfache von dem, was der Mensch an Strecke zur├╝cklegt. Das liegt darin begr├╝ndet, dass sie auch abseits der Wege unterwegs sind und immer mal vor- und zur├╝cklaufen. Da kann eine kleine St├Ąrkung zwischendurch nicht schaden.┬á
  • Reisenapf: Um Futter und Wasser zu verabreichen, empfiehlt es sich, einen Reisenapf mitzunehmen. Faltbare Ausf├╝hrungen nehmen im Rucksack nicht viel Platz weg. Alternativ gibt es N├Ąpfe mit Aufh├Ąngevorrichtung, die au├čen am Rucksack befestigt werden k├Ânnen.┬á
  • Kotbeutel: Hundehalter und Hundehalterinnen sind daf├╝r verantwortlich, Wanderwege sauber zu hinterlassen. Da versteht es sich von selbst, das Gesch├Ąft des Hundes einzusammeln und vorschriftsm├Ą├čig zu entsorgen.┬á
  • Erste-Hilfe-Set: Ein Erste-Hilfe-Set ist f├╝r Mensch wie Hund wichtig. Gerade in der Natur kann es schnell passieren, dass sich der Vierbeiner verletzt und die Wunde an Ort und Stelle versorgt werden muss. In einem Erste-Hilfe-Set enthalten sein sollten Desinfektionsmittel, Verbandszeug und Schere, eine Zeckenzange oder Pinzette und gegebenenfalls Medikamente, auf die der Hund angewiesen ist.┬á┬á
  • Handtuch: Wenn es unterwegs einmal nass oder schlammig wird, ist es praktisch, ein Handtuch dabei zu haben, mit dem man den Hund trockenrubbeln und grob s├Ąubern kann ÔÇô vor allem, wenn er danach ins Auto steigen soll.┬á Das Handtuch kann w├Ąhrend der Verschnaufpause auch zur Hundedecke umfunktioniert werden.┬á
  • GPS-Tracker: Ein GPS-Tracker ist zwar kein Muss, aber ├╝beraus hilfreich, wenn sich der Hund beim Wandern so weit entfernt hat, dass man ihn nicht mehr wiederfindet. Das Ger├Ąt erm├Âglicht es, das Tier per Satellitenpositionsbestimmung bis auf wenige Meter genau zu orten, und erspart einem das aufwendige und nervenzehrende Suchen. Viele Tracker liefern zus├Ątzlich Informationen zum Aktivit├Ątslevel und geben beispielsweise Auskunft dar├╝ber, wie viel das Tier bereits gelaufen ist.

Neben Equipment f├╝r den Hund geh├Âren selbstverst├Ąndlich Proviant und Ausr├╝stung f├╝r den Hundehalter oder die Hundehalterin ins Gep├Ąck. Dazu geh├Âren unter anderem eine Kopfbedeckung, Sonnencreme, ein Notfall-Set, eine Navigationshilfe und eine Powerbank, falls der Smartphone-Akku unterwegs den Geist aufgeben sollte.

DoÔÇÖs and DontÔÇÖs: Verhaltensregeln beim Wandern mit Hund

F├╝r Wanderungen mit Hunden gibt es bestimmte Verhaltensregeln, die man befolgen sollte, weil sie der eigenen Sicherheit und der Sicherheit anderer dienen. Dazu geh├Âren:

  • Tier- und Pflanzenwelt respektieren: Die Unversehrtheit von Flora und Fauna hat oberste Priorit├Ąt. Es ist darauf zu achten, dass Wildtiere nicht gest├Ârt und Pflanzen nicht besch├Ądigt werden. Plastikt├╝ten, Verpackungen und anderer M├╝ll haben in der Natur nichts verloren und sollten unbedingt wieder mitgenommen werden.
  • Anderen den Vortritt lassen: Begegnet man anderen Personen auf der Wanderstrecke, sollte der Hund eng an der Seite bleiben oder an die Leine genommen werden aus R├╝cksichtnahme auf Menschen, die Angst vor Hunden haben oder schlicht keine Begegnung w├╝nschen. Sollte der trotz aller Vorsicht Hund einen Unfall verursachen, sch├╝tzt eine Hundehaftpflichtversicherung vor finanziellen Folgen, die durch Personen- oder Sachsch├Ąden entstehen k├Ânnen.
  • Leinenpflicht einhalten: Herrscht in einer Gegend Leinenzwang oder Leinenpflicht, hat man sich daran zu halten. Meistens hat es gute Gr├╝nde, warum das Anleinen gefordert ist, auch wenn es auf den ersten Blick nicht ersichtlich sein mag.
  • Auf K├Âder, giftige Pflanzen und Pilze achten: Es gibt Pflanzen und Pilze, die f├╝r Hunde giftig sind. Deswegen ist darauf zu achten, dass das Tier nichts dergleichen frisst. K├Âder, die f├╝r Wildtiere aufgestellt werden, sind ebenfalls tabu.┬á
  • Wetter im Auge behalten: Das Wetter kann vor allem in den Bergen sehr schnell umschlagen. War eben noch strahlend blauer Himmel, kann sich im n├Ąchsten Moment eine Gewitterwand auftun. Gerade bei Blitz und Donner reagieren viele Hunde ├Ąngstlich und reagieren eventuell mit Fluchtverhalten. Deswegen empfiehlt es sich, das Wetter stets im Auge zu behalten und die Wandertour im Zweifelsfall auf einen anderen Tag zu verlegen.
  • Vorsicht walten lassen: Unbekannte Pfade und Gew├Ąsser k├Ânnen Gefahren bergen. So kann es beispielsweise sein, dass ein Weg kurz vor einer steilen Klippe pl├Âtzlich endet oder ein See unberechenbare Unterstr├Âmungen aufweist oder krankheitserregende Keime enth├Ąlt. In solchen F├Ąllen ist es besser, Vorsicht walten zu lassen und den Hund bei sich zu f├╝hren anstatt ihn blindlings vorpreschen oder ins Wasser springen zu lassen. Au├čerdem sollte sich der Hund nicht zu dicht an Elektroz├Ąune begeben und einen gro├čen Abstand zu Weidetieren einhalten.

W├Ąhrend des Wanderns gilt es immer auf Anzeichen von ├ťberforderung und Ersch├Âpfung auf Seiten des Hundes zu achten, denn als Halter oder Halterin ist man verantwortlich f├╝r das Wohlergehen seines Tieres. Eine schnelle Atmung, ein schneller Herzschlag, ├╝bersteigertes Hecheln, Hinken und ein pl├Âtzlich langsameres Laufen k├Ânnen Hinweise darauf sein, dass sich der Hund verausgabt. Dann sollte unbedingt eine Pause eingelegt oder die Wandertour abgebrochen werden.┬á

Fazit

Das Wandern mit Hund kann ein tolles Erlebnis sein, das die Bindung st├Ąrkt und lange, vielleicht ein Leben lang im Ged├Ąchtnis bleibt. Wer sich im Vorfeld optimal vorbereitet und w├Ąhrend der Wanderung aufmerksam bleibt und auf sein Tier schaut, kann viele sch├Âne Stunden mit dem geliebten Vierbeiner in der Natur verbringen und die Sch├Ânheit von Flora und Fauna noch einmal neu entdecken.

FAQ: H├Ąufig gestellte Fragen zum Thema Wandern mit Hund

Wie viele Kilometer kann ein Hund laufen?

Das ist von Hund zu Hund unterschiedlich. Ein ausgewachsener Hund mit guter Kondition sollte bis zu 15 km problemlos schaffen. Hunde, die sehr trainiert sind, k├Ânnen t├Ąglich sogar 30 bis 50 km laufen.┬á

Was muss ich beachten, wenn ich einen Wanderurlaub mit Hund in einem anderen EU-Land plane?

F├╝r die Einreise in EU-L├Ąnder sind nach EU-Verordnung Nr. 576/2013 ein EU-Heimtierpass, eine aktuelle Tollwutimpfung (mind. 21 Tage alt) und eine elektronische Kennzeichnung in Form eines Mikrochips vorgeschrieben. F├╝r Welpen ist eine Einreise ab der 15. Lebenswoche erlaubt, da sie erst ab der 12. Lebenswoche gegen Tollwut geimpft werden d├╝rfen und drei Wochen verstreichen m├╝ssen, bis ein vollst├Ąndiger Impfschutz gegen Tollwut besteht. Dar├╝ber hinaus gelten l├Ąnderspezifische Richtlinien. So verlangen beispielsweise Gro├čbritannien, Nordirland, Irland, Malta, Finnland und Norwegen f├╝r die Einreise von Tieren aus der EU eine Bandwurmbehandlung, die fr├╝hestens 120 Stunden (5 Tage) und sp├Ątestens 24 Stunden vor Reiseantritt erfolgen muss. Des Weiteren d├╝rfen nicht alle Hunderassen in alle EU-L├Ąnder verbracht werden. Frankreich beispielsweise verbietet die Einreise von American Staffordshire Terriern, Tosa Inus, Mastiffs und Rottweilern, w├Ąhrend die Einreise von Doberm├Ąnnern und Cane Corsos erlaubt ist. Da die Sicherheitsgesetze von Land zu Land variieren, ist es wichtig, sich vorab zu erkundigen, ob der Hund einreisen darf oder nicht.

Kann mein Hund einen Hunderucksack tragen?

Mittelgro├če bis gro├če Hunde k├Ânnen problemlos einen Hunderucksack tragen, sofern sie daran gew├Âhnt sind und eine gute gesundheitliche und k├Ârperliche Kondition aufweisen. Tats├Ąchlich ist es nicht unpraktisch, wenn ein Hund einen Teil seines Equipments selbst tragen kann, das Gep├Ąck sollte aber nicht schwerer sein als 20% seines K├Ârpergewichts.┬á

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