Corgi in einen Blumenwiese
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Frühling mit Hund: 7 Tipps für eine unbeschwerte Zeit

26.03.2022

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Wenn nach dem Winter die ersten Blumen und Sonnenstrahlen nach draußen locken, freut das Hund und Halter:in. Plötzlich verspürt man wieder Lust auf ausgedehnte Spaziergänge. Wir haben sieben Tipps, worauf Du im Frühjahr achten solltest, damit Du und Dein Hund diese schöne Zeit gemeinsam miteinander genießen könnt.

1. Den Hund beim Fellwechsel unterstützen

Sobald die Temperaturen steigen und die Tage wieder länger werden, steht unseren Hunden ein Fellwechsel vom warmen Winterpelz zum, der warmen Jahreszeit besser angepassten, Sommerfell bevor. Dazu verlieren sie über einen Zeitraum von sechs bis acht Wochen ihre Unterwolle. Bei alten, läufigen, kastrierten oder gestressten Tieren kann der Fellwechsel mitunter länger dauern oder stärker ausfallen. Hundehalter:innen können ihr Haustier unterstützen, indem sie täglich die losen Haare herauskämmen. Gerade bei dichtem Fell bewirkt das Auskämmen der Haare spürbare Erleichterung: Für den Hund, aber auch für den Halter oder die Halterin, denn in der Wohnung müssen weniger Haare aufgesammelt werden.

Der Kamm oder die Bürste sollte dabei nicht an den Haaren reißen oder schneiden. Für langes, wolliges Fell bietet sich ein Kamm mit langen und abgerundeten Zähnen an, während bei rauhaarigen Rassen oft kurze Zinken von Vorteil sind. Im Zweifel können Mitarbeiter:innen in Zoofachgeschäften dabei beratend weiterhelfen. Durch regelmäßiges Bürsten gewöhnt sich der Hund zudem an die Prozedur und es dauert im Einzelnen nicht so lange.

Wenn während des Fellwechsels vermehrt Schuppen beim Hund auftreten oder der Vierbeiner sein Fell nur ungleichmäßig verliert, können Allergien, Hormonstörungen oder Parasiten der Grund dafür sein. In diesem Fall ist ein Besuch bei einer Tierärztin oder einem Tierarzt zu empfehlen.

Einige Rassen wie etwa Pudel besitzen gar keine Unterwolle. Bei diesen Hunden sollte das Fell regelmäßig geschoren oder getrimmt werden. Wichtig zu bedenken: Bei zu kurzem Fell können Hunde einen Sonnenbrand bekommen oder wenn doch noch einmal Frost entsteht, unter der Kälte leiden. Daher sollte die Hundefrisur nicht zu kurz geschnitten werden.

2. Ungewollten Nachwuchs verhindern

Gerade im Frühling genießen Hund und Halter:innen wieder häufigere und längere Spaziergänge und treffen dadurch vermehrt auf andere Hunde, die miteinander spielen und herumtollen wollen. Bei den Ausflügen sollten Hundehalter:innen jedoch folgendes bedenken: Bei Hündinnen fällt die erste Läufigkeit des Jahres oftmals in den Frühling. Ist die Hündin läufig, ist sie empfängnisbereit für Nachwuchs. Nach den ruhigeren Wintermonaten sollten Hunderhalter:innen daher im Frühling besonders aufmerksam sein.

Rüden riechen bereits von Weitem die ausgestoßenen Pheromone von läufigen Hündinnen. Zur Sicherheit empfiehlt sich daher beim Spazierengehen den Hund immer an der Leine zu führen – das gilt sowohl für Rüden als auch für Hündinnen.

Bei läufigen Hündinnen empfiehlt es sich zudem, möglichst wenig frequentierte Wege zu gehen und nach Möglichkeit auch Zeiten zu wählen, zu denen nur wenige andere Hunde unterwegs sind. Wenn doch ein anderes Mensch-Hund-Paar gesichtet wird, sollte ausreichend Abstand zum anderen Hund eingehalten werden.

Wenn es dennoch dazu kommt, dass ein Rüde eine Hündin erreicht und sie „bespringt“, sollte man abwarten. Eine gewaltsame Trennung der beiden könnte zu Verletzungen führen. Mit der Hündin sollte alsbald eine Tierarztpraxis aufgesucht werden, um die Befruchtung zu stoppen. Halter:innen des Rüden haften für die Kosten, wenn die Hündin unter Kontrolle war. Gegebenenfalls kommt aber auch die Hundehaftpflichtversicherung für die Tierarztkosten auf.

Leidet die Hündin sehr unter der Läufigkeit oder neigt sie zur Scheinträchtigkeit, sollten Hundehalter:innen sich von ihrem Tierarzt oder ihrer Tierärztin beraten lassen. Gegebenenfalls kann es angebracht sein, die Läufigkeit durch Hormon-Injektionen zu unterdrücken oder durch eine Kastration zu unterbinden.

3. Die Brut- und Setzzeit im Frühling beachten

Im Frühling ziehen viele Tiere ihre Jungen groß. An Seen brüten etwa Enten oder Rehe bringen ihren Nachwuchs auf Wiesen zur Welt. Hundehalter:innen sollten daher besondere Rücksicht nehmen. In dieser sogenannten Brut- und Setzzeit, die spätestens am 1. April beginnt und bis zum 15. Juli andauern kann, gelten in vielen Gebieten besondere Vorschriften, die beim Spaziergang mit dem Hund beachtet werden müssen. Neben einer vielerorts geltenden Leinenplicht herrscht zudem eine gesteigerte Aufsichtspflicht für Hundehalter:innen. Je nach Bundesland und teilweise sogar je nach Ort können die Zeiten und Vorgaben variieren. Über die für die eigene Region geltenden Regeln und Verordnungen können sich Hundehalter:innen beispielsweise bei ihrem Ordnungsamt erkundigen.

4. Frühling genießen trotz Allergien

Neben dem Menschen können auch Hunde besonders im Frühling mit Allergien zu kämpfen haben. Eine Pollenallergie kann dabei verschiedene Symptome mit sich bringen:

  • häufiges Niesen
  • verstärkter Juckreiz
  • knabbern und beißen an den Pfoten oder dem restlichen Körper
  • Hautausschläge
  • Pusteln
  • Bindehautentzündungen
  • anschwellende Atemwegsschleimhäute

Tierärzt:innen können mit einem Bluttest schnell zur Aufklärung beitragen. Auch eine Hyposensibilisierung ist möglich. Zur Milderung der akuten Symptome kann es helfen, den Hund nach einem Spaziergang mit einem feuchten Tuch abzuwischen. Auch ein Allergie-Tagebuch unterstützt bei der Suche nach Ursachen und geeigneten Spazierwegen.

5. Giftige Substanzen in der Natur meiden

Auch wenn der eigene Vierbeiner zum Glück nicht von einer Allergie betroffen ist, gilt es im Frühling dennoch besonders aufmerksam zu sein. Denn: Fast alle Frühjahrsblüher wie Krokusse oder Schneeglöckchen sind für Hunde giftig und sollten unter keinen Umständen gefressen werden.

Generell sollte man gerade im Frühling besonders aufmerksam beobachten, was der Hund am Wegesrand beschnuppert oder fressen möchte. In dieser Zeit werden beispielsweise Pferde einer Wurmkur unterzogen und Reste des Medikaments können in den Pferdeäpfeln zu finden sein. Frisst der Hund diese, können je nach Menge der aufgenommenen Arznei-Rückstände Vergiftungserscheinungen wie Zittern oder Durchfall auftreten, bei hohen Dosen kann es sogar lebensbedrohlich sein. Auch Unkrautvernichter und Dünger werden im Frühling ausgebracht und sollten nicht mit dem Hund in Kontakt kommen. Daher sollte man den Hund mit Leine oder Bei-Fuß-Gehen davon abhalten, in fremden Gärten oder Feldern zu schnüffeln.

6. Den Hund auf Zecken und andere Parasiten überprüfen

Mit den steigenden Temperaturen im Frühling werden auch die Zecken in ganz Deutschland wieder aktiv. Oft halten sie sich im hohen Gras auf und befallen den Hund, wenn er an ihnen vorbeistreift. Nach jedem Spaziergang sollte man den Hund daher umgehend überprüfen, da die Zecken sich erst eine geeignete Stelle suchen und sich vielleicht noch gar nicht festgebissen haben. Sollte sich dennoch eine Zecke in den Hund verbissen haben, kann man diese beispielsweise mit einer Zeckenzange vorsichtig entfernen. Die Bissstelle sollte dann auf mögliche Reaktionen beobachtet werden.

Aber auch präventiv gibt es verschiedene Methoden:

  • medizinische Spot-On-Mittel zum Auftragen auf die Haut
  • Sprays
  • spezielle Halsbänder gegen Parasiten

Um den Hund wirksam vor einer Erkrankung durch die von Zecken übertragene Borelliose zu schützen, empfiehlt sich zudem eine Impfung. Frag am besten deinen Tierarzt oder deine Tierärztin, welche Präventionsmaßnahmen für deinen Hund notwendig und sinnvoll sein kann.

7. Im Frühling muss auch der Hund erst wieder Kondition aufbauen

Nach der langen Winterpause sind die meisten Hunde nicht mehr in der körperlichen Verfassung, die sie noch im Sommer oder Herbst hatten. Auch wenn das Wetter geradezu nach einer langen Radtour schreit, sollte man immer bedenken, dass der Hund nun erst langsam wieder Kondition aufbauen muss. Wenn er generell zum Mitlaufen neben dem Rad geeignet und darauf trainiert ist, sollte man erst mit kurzen und langsamen Strecken beginnen oder das Fahrradfahren mit dem Hund erst trainieren.

Wenn im Laufe des Frühlings die Temperaturen steigen wird dieser Aspekt auch beim Baden wichtig. Gerade Hunde, die gern und lange schwimmen sollten Hundefreund:innen genauestens beobachten und zu einer Pause zu sich rufen, bevor das Tier erschöpft ist. Falls sich andere Hunde in der Nähe befinden, sollte man sich vor dem Hundeschwimmen mit den anderen Hundehalter:innen absprechen, da nicht jeder fremde Hund zum Baden animiert werden soll.

Wer aufmerksam auf seinen Hund und seine Umgebung achtet und dabei Rücksicht auf andere Menschen und Tiere nimmt, der kann mit diesen Tipps im Frühling vor allem eines: Endlich wieder die wärmeren Temperaturen und die sprießende Natur gemeinsam mit dem Hund genießen.

 

 

 

 

 

 

 

 

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