Erziehung und Training

Die Katzenlaute und ihre Bedeutung: Miauen, Schnurren, Fauchen & Co.

13.06.2019

Jeder Katzenfan weiß, dass die stolzen Samtpfoten sehr kommunikativ sind – und das nicht nur über ihre Stimme, sondern über den ganzen Körper. Im ersten Teil unseres Lexikons erfährst Du mehr über die Lautsprache des Stubentigers. Höre also bitte genau hin, wenn Du wissen möchtest, was Deine Katze Dir mitteilen möchte!

Das Schnurren der Katze

Ganz klar: Eine Katze, die laut schnurrt, wenn wir uns nähern oder sie auf unserem Schoß sitzt, fühlt sich wohl und teilt das über ihr Schnurren mit. Katzenmütter schnurren auch, um ihren Babys zu signalisieren, dass alles in Ordnung ist. Wenn die Katze alleine ist und schnurrt, kann das auch auf Schmerzen hinweisen, denn die Schnurrfrequenz wirkt sich heilend auf den Körper aus. Nicht nur auf den der Katze, sondern übrigens auch auf den Körper des Menschen. In unserem Beitrag „Warum schnurren Katzen?“ erfährst Du, wie das Schnurren bei Katzen funktioniert und welche Wirkung es hat.

Das Miauen der Katze

Das Miau hat viele Bedeutungen und es ist von Katze zu Katze unterschiedlich. Denn untereinander sprechen Katzen kaum über ein Miau miteinander, das tun sie fast nur gegenüber Menschen. Wie genau sie miauen, lernen sie im Zusammenleben mit uns. Sie testen, welches Miau wann was bewirkt und modulieren ihre Miau-Melodie bald ganz genau, um uns mitzuteilen, wonach ihnen der Sinn gerade steht. Ein kurzes „Mi“ bedeutet meistens so viel wie „Schön, dass du da bist“.

Wird dieser Laut in die Länge gezogen, möchte die Katze eher eine Dienstleistung von uns – beispielsweise, dass wir eine Türe öffnen oder einen Leckerbissen spendieren. Ein gurrendes Miau will uns dazu animieren, die Katze zu streicheln oder auf den Schoß zu nehmen. Ein lautes kurzes „Mau“ bedeutet Protest oder Unwillen und ein kurzes, sehr hohes „Miiiih“ verrät Schrecken oder Angst. Kommt das Miau ganz tief und langgezogen aus der Kehle, ist es eine letzte Warnung vor dem Angriff. Dieses Miau hören wir manchmal nachts, wenn sich draußen verfeindete Katzen treffen und mit der Stimme den Gegner auf Abstand halten wollen.

Potente Kätzinnen, also unkastrierte Weibchen, miauen auch, wenn sie rollig sind und einem Kater ihre Anwesenheit plus ihren Paarungswillen signalisieren wollen. Dieses kehlige, langgezogene und dauernd wiederholte Miau ist sehr laut und durchdringend.

Das Fauchen der Katze

Das Fauchen der Katze ist eine milde Form der Warnung und bedeutet „Komm mir nicht zu nahe“ und „Rühr mich nicht an“ oder „Lass das“. Jungkätzchen fauchen oft, wenn Bruder oder Schwester sie schmerzhaft kratzen oder beißen. Erwachsene Katzen tun das gegenüber Menschen, die sie mitten aus dem Schlaf reißen, oder vorsorglich, wenn ein Mensch sich nähern will.

Das Knurren der Katze

Eine Katze, die knurrt, versucht mit diesem Mittel, einen Kampf oder Angriff zu vermeiden. In das Knurren mischt sich oft ein tiefes langgezogenes Miauen. Geschieht daraufhin nichts, greift die Katze unter lautem Gekreische an oder verteidigt sich unter Schreien mit all ihren Waffen, den Krallen und Zähnen.

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