Eine weiße Heilige Birma Katze mit braunem Gesicht und Ohren liegt gemütlich auf einem Tisch.
Rasseportrait

Die Heilige Birma: Eine treue Katzenseele

23.07.2019

Die Heilige Birma sieht mit ihrer Hell-Dunkel-Fellzeichnung nicht nur besonders aus, sondern unterscheidet sich auch im Charakter von den meisten Katzenrassen. Sie ist ausgesprochen anhänglich und folgt ihrem Menschen auf Schritt und Tritt. Was Sie noch über diese außergewöhnliche Katze wissen sollten, erfahren Sie in unserem Rasseportrait.

Die Birmakatze, die auch als Heilige Birma bezeichnet wird, ist eine treue und menschenbezogene Katzenrasse. Besonders auffällig ist ihr Aussehen: Während der Großteil des Körpers hell ist, sind Gesicht, Ohren, Schwanz und Beine dunkel, die Pfoten aber weiß. Mit dieser Fellzeichnung gehört sie zu den sogenannten Point-Katzen, bei denen das Körperfell aufgehellt ist und die kühleren Regionen dunkel gefärbt sind.

Charakter

Das Wesen der sanften Birmakatze zeichnet sich durch Anhänglichkeit und Treue aus: Sie liebt ihre Familie über alles, hat viel Geduld mit kleinen Kindern und geht Streit lieber aus dem Weg als sich zur Wehr zu setzen. Überhaupt steht Kuscheln bei der geselligen Katze ganz oben auf der Liste der Lieblingsbeschäftigungen. Zudem begleitet die Birma ihre Menschen wirklich überall hin: In den Keller, auf den Dachboden, ins Bad oder Schlafzimmer. Man hat also ständigen Begleitschutz, der genau wissen möchte, was gerade los ist und was man denn so macht. Ihre Neugier führt dazu, dass sie überall ihre Nase hinein stecken muss, damit sie auch ja nichts verpasst.

Anders als andere Katzen möchte die Birma ihren Menschen gefallen, ist gut zu erziehen und äußerst brav. Das macht sie aber nicht langweilig – sie entdeckt gern Neues und mag Spiele, die mit Bewegung verbunden sind.

Die Birmakatzen haben einen langen Körper mit kurzen Beinen. Ihr Gewicht beträgt je nach Geschlecht zwischen vier und sechs Kilogramm.

Die Farbpalette der Birma ist breit aufgestellt: Sie kommt in verschiedenen Point-Farben wie Creme, Lilac, Rot und Seal vor. Die Tortie- und Tabby-Zeichnungen sind in der europäischen Zucht neuerdings auch gefragt. Charakteristisch für die Birma sind die leuchtend blauen Augen sowie die weißen Pfoten. Hier wird bei der Zucht stark auf die Symmetrie geachtet.

Der Aufwand für die Fellpflege dieser Katze ist im Vergleich zu anderen Katzen gering, da sie nur wenig Unterwolle hat und somit eine Verfilzung eher selten vorkommt. Dennoch sollte sie regelmäßig gebürstet werden, denn das Bürsten stärkt die Bindung zu ihrem Menschen und erhöht ihr Wohlbefinden.

Haltung

Die Birmakatze eignet sich gut zur Wohnungshaltung, sollte allerdings nicht allein gehalten werden. Sie ist eine gesellige Katze und mag die Gesellschaft von Artgenossen. Besonders freut sie sich daher über eine zweite (Birma-)Katze, die ihrem ruhigen Temperament entspricht und mit der sie die Wohnung teilen kann. Aber keine Sorge: Eine zweite Katze tut der Anhänglichkeit der Birma keinen Abbruch. Man hat dann eben zwei Katzen, die einen auf Schritt und Tritt begleiten, überall die Nase hinein stecken und charmant und beharrlich ihre Spiel- und Kuschelstunden einfordern. Dank ihres ruhigen und ausgeglichenen Wesens sind Birmas auch im Doppelpack ideale Wohnungskatzen, die alle mit ihrem liebenswerten Wesen verzaubern.

Die Birmakatzen sind in der Regel gut zu erziehen und stehen auch dem Clickertraining aufgeschlossen und neugierig gegenüber.

Herkunft

Die auffallenden Birmakatzen wurden in Frankreich gezüchtet. Die Ausgangsrassen waren Siam- und Perserkatze sowie aus Birma (Myanmar) importierte Katzen, denen die Birma heute noch etwas ähnelt. 1925 wurde sie in Frankreich als Rasse anerkannt und hat sich anschließend in Europa verbreitet.

Zu ihrer Entstehung existieren verschiedene Sagen. Einer Legende nach lebten die ersten Birmakatzen in einem Tempel im heutigen Myanmar. Dort soll die Seele eines bei einem Überfall getöteten Mönchs auf seinen Kater übergegangen sein, der versucht hatte, den Mönch zu beschützen. Zum Zeichen seiner Reinheit bekam der Kater daraufhin weiße Pfoten und die blauen Augen der im Tempel verehrten Göttin, einer Göttin der Seelenwanderung.

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