Pflege

Fellpflege bei Katzen: So klappt das Bürsten!

20.09.2017

Gepflegte Langhaarkatzen haben ein flauschig weiches Fell. Allerdings kommt das nicht von selbst: Denn ihr langes Deckhaar und die dichte Unterwolle können die Katzen alleine nicht ausreichend pflegen und sind daher auf Hilfe von ihren Besitzern angewiesen.

Für eine Langhaarkatze wie Perser oder Himalayan Colourpoint steht daher regelmäßige Fellpflege auf dem Programm, die besonders im Fellwechsel auch alle ein bis zwei Tage nötig sein kann. Das soll verhindern, dass besonders die dichte Unterwolle verfilzt, denn in der Folge können sich dort Parasiten einnisten, die Haut kann gereizt werden oder sich entzünden. Darum ist es wichtig, die Katze schon von klein auf an die Fellpflege zu gewöhnen und ihr zu zeigen, dass Kämmen eine angenehme Erfahrung ist, um spätere Kampfszenen zu vermeiden.

Als Einstieg bietet es sich an, der Katze eine alte Bürste auf den Boden zu legen, damit sie sie ausgiebig beschnuppern und durch die Wohnung schieben kann. Liegt die Katze entspannt auf dem Schoß, um sich ihre Streicheleinheiten abzuholen, kann man als Einstieg kurzzeitig eine weiche Bürste oder einen Massagehandschuh einsetzen. Aus diesen kurzen Einheiten lässt sich langsam ein Art „Pflegeprogramm“ entwickeln. Für eine volle Runde Fellpflege sollte man bis zu einer Viertelstunde einplanen, je nach Kooperationsbereitschaft der Katze.

Zunächst wird die Unterwolle vorsichtig mit einem Metallkamm mit breitstehenden Zinken und abgerundeten Spitzen gekämmt (das Deckhaar dazu leicht anheben) und es werden leichte Verfilzungen entfernt. Anschließend wird mit einem engzinkigeren Kamm noch einmal nachgearbeitet. Das Deckhaar kann anschließend mit einer Bürste mit Natur- oder abgerundeten Metallborsten gebürstet werden. Für „geladene“ Katzen gibt es spezielle Antistatiksprays, die auch das Durchkämmen erleichtern sollen. Entfilzungskämme können bereits entstandene Verfilzungen entfernen. Da sie aber ziemlich scharf sind, ist eine Verwendung nur bei ruhigen Katzen angeraten, um Verletzungen zu vermeiden. Um an das Bauchfell der Katze zu gelangen, ist oftmals Fingerspitzengefühl gefragt. Entweder die Katze bietet die passende Position von selbst an oder man stellt sie sanft auf eine erhöhte Position (Stuhl oder Tisch).

Ist das Fell verschmutzt, kann man zunächst versuchen, diese Bereiche mit einem feuchten Tuch zu reinigen. Da die meisten Katzen wasserscheu sind, sollten Sie nur in drinngenden Fällen gebadet werden (es sei denn, die Katze genießt es). Beim Baden muss ein spezielles Shampoo verwendet werden. Außerdem darf kein Wasser in Augen, Nase und Ohren kommen.

Frisch gekämmt und gebürstet kann man seine Katze dann wieder in die Freiheit entlassen

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