Tipps für den Alltag

Haarballen bei Katzen vermeiden

09.04.2020

Ähnliche Artikel

Tipps für den AlltagKatze entlaufen – Was Sie tun können
Tipps für den AlltagKatzensichere Weihnachten

Unsere Katzen sind sehr reinliche Tiere und verbringen einen Großteil des Tages mit der Fellpflege. Manchmal kommt es dazu, dass sie einen Haarballen herauswürgen. Dabei besteht kein Grund zur Sorge. Wir erklären das Wichtigste zum Thema Haarballen.

Katze hat Haarballen hochgewürgt

Das war mal wieder fällig: Im passenden Augenblick, wenn die Wohnung frisch geputzt ist oder man Gäste erwartet, taucht ein merkwürdig aussehender, länglicher, mehr oder weniger nasser „Gegenstand“ auf dem Boden auf, gerne auch so platziert, dass man entweder reintritt oder der Teppich einen Fleck mehr hat. Hierbei handelt es sich um einen Haarballen. Das Hochwürgen eines Haarballens ist nicht nur für Sie als Menschen unangenehm, sondern auch für Ihre Katze. Trotzdem besteht kein Grund zur Sorge, denn es handelt sich dabei um einen natürlichen Prozess.

Wie entstehen Haarballen?

Das Loswerden der Haarballen ist für die Katze unumgänglich und auch notwendig. Doch wie entstehen Haarballen überhaupt? Haarballen entstehen, weil die Katze bei der Fellpflege lose Haare aus ihrem Fell kämmt und dann hinunter schluckt. Einzelne Haare sind in der Regel kein Problem und werden einfach mit ausgeschieden. Im Fellwechsel hingegen kommt es häufig vor, dass viele Haare in den Verdauungstrakt der Katze gelangen. Diese verklumpen dort zu einem Haarballen. Hat der Haarballen eine bestimmte Größe erreicht, löst er einen Würgereflex aus. Besitzer von Freigängern bekommen davon meist nichts mit, da die Katzen ihre Haarballen vornehmlich draußen erbrechen. Wohnungskatzen-Besitzer stoßen allerdings häufiger auf diese Hinterlassenschaften ihrer Katzen.

Sind Haarballen gefährlich?

Zunächst besteht bei Haarballen kein Grund zur Sorge. Es handelt sich hierbei um einen notwendigen, natürlichen Vorgang. Problematisch könnte es allerdings werden, wenn die Katze sehr viele Haare auf einmal aufnimmt oder sie auf den üblichen Wegen nur schwer wieder loswird. In seltenen Fällen kann es dann zu einer Entzündung der Magenschleimhaut oder zu einem Darmverschluss kommen. Dies äußert sich in häufigem Erbrechen, Fressunlust bzw. Appetitlosigkeit und Verstopfung.

Viele Haare verlieren Katzen zum Beispiel:

  • im Fellwechsel: Haarballen treten daher vermehrt im Frühjahr und im Herbst auf
  • nach Krankheiten: Wenn sich die Katze während der Krankheit weniger geputzt hat und das nun nachholt
  • bei Hautkrankheiten: Wenn viel Fell ausgeht und die Haut juckt
  • bei starkem Stress

 

Langhaarkatzen, wie zum Beispiel Perser, haben mehr mit Haarballen zu kämpfen als Kurzhaarkatzen. Ihr Fell ist sehr lang, die Haare weich und schwer loszuwerden.

Als Katzenbesitzer können Sie Ihre Katze unterstützen und ihr so diesen Vorgang erleichtern. Bei starkem Haarverlust, zum Beispiel während des Fellwechsels, kann man mit regelmäßigem Bürsten helfen, die losen Haare aus dem Fell zu entfernen. Langhaarkatzen sollten nicht nur im Fellwechsel, sondern das ganze Jahr über regelmäßig gebürstet werden. Zudem kann Katzengras helfen. Das Gras wird meist kurz nach dem Fressen wieder hochgewürgt, wobei oftmals auch Haare mit dabei sind. Freigänger besorgen sich ihr Gras in der Regel selbst draußen in der Natur.

Reine Wohnungskatzen oder Katzen, die sich viel im Haus aufhalten, sollten immer Zugang zu frischem Katzengras haben, damit sie sich nicht an anderen, eventuell giftigen Zimmerpflanzen bedienen.

Sollte Ihre Katze ungewöhnlich oft Haarballen hochwürgen oder plötzlich an Haarverlust leiden, ist ein Besuch beim Tierarzt ratsam, um die Ursache dafür abzuklären.

Unsere Katzen-Krankenversicherung schützt Sie vor ungeplanten Kosten beim Tierarzt, damit finanzielle Sorgen in den Hintergrund rücken und Sie sich voll und ganz auf die Genesung Ihrer Katze konzentrieren können.

Auch interessant