Tipps für den Alltag

Erste Hilfe bei Katzen – im Notfall richtig reagieren

15.08.2019

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„Katzen haben sieben Leben“ – leider entspricht die Redewendung nicht der Wahrheit. Deshalb solltest Du für den Notfall mit Deiner Samtpfote gerüstet sein. Eine schnelle und richtige Erstversorgung kann Leben retten und erleichtert die Behandlung beim Tierarzt.

Bissverletzungen

Äußerlich sehen Katzenbisse oft sehr harmlos aus. Jedoch können die langen und spitzen Eckzähne tief in den Körper eindringen. An der Oberfläche heilt die Wunde schnell ab, doch die eingebrachten Bakterien können zu Entzündungen und Abszessen führen. Bei Unsicherheiten besuche den Tierarzt.

Offene Wunden

Unter dem dichten Fell ist eine Wunde nicht immer gleich zu erkennen – besonders wenn sie nicht stark blutet. Blutreste, permanentes Lecken oder eine Überempfindlichkeit an bestimmten Körperregionen kann auf eine Wunde hindeuten. Zur Erstversorgung kannst Du mehrere Lagen Papiertaschentücher auf die Wunde legen und mit Tuch, Schal oder Verband fest umwickeln. Durch den Druckverband wird die Blutung gestoppt. Der zweite Schritt ist hier die Hilfe von Tierarzt. Achtung: Die Entfernung eines Fremdkörpers solltest Du dem Profi überlassen und dafür auch eine gute Katzen-Versicherung abschließen.

Vergiftungen

Katzen sind neugierige Tiere. Jedoch ist nicht alles, was unsere Samtpfoten auf ihren Erkundungstouren finden, auch gesund. Pflanzen, Haushaltsreiniger, Medikamente und Co.: Selbst wenn die Stoffe für uns Menschen ungefährlich sind, heißt es längst nicht, dass dieses auch für Katzen gilt. Sobald ein Verdacht besteht, ist der sofortige Gang zum Tierarzt unvermeidbar. Erbrechen, Durchfall, Krämpfe sowie Atemnot und Apathie sind Anzeichen. Je genauer Herrchen und Frauchen dem Tierarzt Ursachen nennen können, desto schneller kann dem Stubentiger geholfen werden. Nimm deshalb zum Beispiel den Beipackzettel des Medikaments oder den Haushaltreiniger mit.

Verbrennungen

Ist der Stubentiger dem heißen Ofen zu nahe gekommen, hilft kühlen. Kaltes Wasser oder ein Eisbeutel bringt schnell Linderung. In der Regel verbrennt sich eine Katze an den Pfoten oder der Nase. Ist jedoch eine größere Fläche betroffen oder treten bereits Blasen auf, decke die Verbrennung mit Verbandstoff ab und suche den Tierarzt auf.

Insektenstiche

Besonders im Spätsommer sind viele Wespen unterwegs. Nassfutter ist für die Insekten eine willkommene Futteralternative. Füttere Deine Samtpfote derzeit lieber im Inneren. Nach einem Biss lecken Katzen gern exzessive an der betroffenen Stelle. Ziehe den Stachel mit einer Pinzette heraus und kühle das Areal. Größere Gefahr besteht, wenn der Stich im Mund und Rachenraum liegt. Es kann zu Schwellungen und Atemnot führen. Die Katze muss sofort zum Tierarzt.

Knochenbrüche

Nach einem Sturz oder einem Unfall ist die Folge nicht selten ein Knochenbruch. Auffällige und unkontrollierte Bewegungen können Anzeichen sein. Der sofortige Besuch beim Tierarzt ist mitunter lebensrettend. Bewege Deine Samtpfote jedoch so wenig wie möglich. Bette Deine Katze auf eine feste Unterlage, damit die Bruchstelle nicht belastet wird. Liegt beispielsweise ein Wirbelbruch vor, kann es zu schweren Komplikationen kommen. Decke Deine Katze zu und halte sie während des Transports warm.

In unserem Blog-Beitrag „Wohnung katzensicher machen“ haben wir ein paar Tipps parat, um die Katzen vor Alltagsfallen zu schützen, damit die Erste Hilfe nur Theorie bleibt.

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