Haltung

Fliegenschutz für Pferde ohne Chemie

12.07.2019

Ohne Insektenschutz geht an heißen Sommertagen am Stall gar nichts. Denn die schwirrenden Plagegeister sind auf der Weide oder beim Putzen und Reiten immer dabei. Unsere drei Tipps zur Prävention für Pferd und Reiter funktionieren auch ohne Chemie.

Bremsen, Fliegen, Mücken – egal, was da ums Pferd herumschwirrt, es nervt. Und schlimmstenfalls sticht es auch noch und verursacht Juckreiz. Der Eindruck, dass die Insektenplage von Jahr zu Jahr zunimmt, stimmt aber nicht: Es ist wissenschaftlich erwiesen, dass die Zahl der Insekten dramatisch zurückgeht und schwere Folgen für alle Ökosysteme hat.

Allerdings gibt es in der Insektenpopulation große regionale Unterschiede. Und natürlich sind in einem Naturschutzgebiet oder auf einem Pferdehof mehr Insekten anzutreffen als im Stadtzentrum. Die vier häufigsten Plagegeister im Pferdestall – Bremsen, Fliegen, Gnitzen, Kriebelmücken – gehören ohnehin nicht zu den bedrohtesten Arten.

Insofern müssen wir uns anders behelfen, wenn es bei Hitze wieder summt und schwirrt – und selbst das beste Fliegenspray versagt:

1. Die beste Abwehr besteht aus Sauberkeit im Stall. Viele Insekten werden vom Geruch von Kot und Ammoniak angelockt – wer also kräftig abäppelt und seine Auslaufflächen reinigt, nimmt Insekten den Grund für einen Besuch.

2. Wenn es darum geht, Augenentzündungen zu vermeiden, ist die klassische Fliegenmaske immer noch das Mittel der Wahl. Sie sollte gut sitzen, nicht drücken und mindestens einmal am Tag sollten die Pferdeaugen darunter kontrolliert werden. Bei Pferden mit Ekzem oder Allergien können auch Ganzkörperfliegendecken sinnvoll sein.

3. In Gegenden oder zu Zeiten mit besonders hohem Insektenbefall ist es sinnvoll, Ponys und Pferde bei Dämmerung im geschützten Stall zu behalten. Viele fliegende Plagegeister kommen in dieser Zeit besonders zahlreich. Bodentiefe Lamellen am Stalleingang halten die Insekten vom Stall fern und Fliegen- und Bremsenfallen können ebenfalls für Erleichterung sorgen.

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