Rote Katze beim Schlafen
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Katzen und deren Schlaf: Was Dauer und Schlafplatz über deine Katze aussagen

22.05.2022

Insbesondere Hauskatzen gelten oft als träge und vermitteln das Gefühl, sie würden ihr halbes Leben verschlafen. Dieser Eindruck ist sogar noch untertrieben: Katzen schlafen und dösen im Durchschnitt bis zu zwei Drittel des Tages. Alles, was du über deine Katze und ihren Schlaf wissen solltest, erfährst du in diesem Beitrag!

Das Schlafbedürfnis und dessen Hintergründe

Katzen brauchen in ihrem Alltag eine Menge Energie. Vor allem Freigänger erschöpfen sich beim Jagen und Spielen im Garten. Aber auch Hauskatzen toben gern mit ihren Artgenossen oder Besitzer:innen, klettern auf Kratzbäume und Regale oder jagen Staubkörnchen hinterher. Anschließend ist natürlich eine Ruhepause dringend nötig. Darüber hinaus verbraucht auch die konstante Aufmerksamkeit für potenzielle Gefahren einige Ressourcen. Über den Schlaf und kleine Nickerchen finden die Samtpfoten ihren erholsamen Ausgleich.

Wie viel schlafen Katzen?

In der Regel schlafen Katzen etwa 12 bis 16 Stunden am Tag. Einige Faktoren können diese Dauer beeinflussen. So schlafen beispielsweise alte Katzen meist länger als junge Tiere und auch Einflüsse wie der Gesundheitszustand, die Jahreszeit und das Temperament spielen eine Rolle bei der Schlafdauer. Zudem gibt es Unterschiede bei den verschiedenen Katzenrassen: Siamkatzen gelten zum Beispiel als Haustiere, die weniger Schlaf benötigen, eine Britisch Kurzhaar wird hingegen im Schnitt eher länger schlafen.

Beim Großteil der Schlafzeit von Katzen handelt es sich um leichten Schlaf. In diesem Zustand döst die Katze mehr, als dass sie schläft. Sie ist dabei jederzeit in der Lage, auf Veränderungen in ihrer Umwelt zu reagieren. Diese Entspannungsphase dauert im Normalfall maximal 30 Minuten und wird durch kurze Wachphasen unterbrochen. Hier säubert sich die Mieze oder überprüft, ob sich in ihrem Umfeld etwas verändert hat.

Demgegenüber steht der Tiefschlaf, in dem die Katze sich völlig entspannt und möglicherweise sogar träumt. Ein leichtes Zucken der Pfoten, leise Geräusche oder eine Kaubewegung deuten auf Träume hin. Insgesamt dauert diese Phase jedoch immer nur rund sechs Minuten pro Einheit und insgesamt etwa vier Stunden am Tag. Viele Katzen passen ihren Schlaf dem Schlafrhythmus ihrer Besitzer:innen an und ruhen in der Nacht oder wenn alle außer Haus sind. Wer seine Nachtruhe störungsfrei genießen möchte, sollte daher nach der Arbeit mit seinem Haustier spielen, sodass dieses körperlich und geistig ausgelastet ist. Eine zweite Katze im Haus kann ebenfalls dabei unterstützen, den Stubentiger müde zu spielen.

Ein guter Schlafplatz für die Katze

Die Katze sucht zum Schlaf in der Regel einen Ort aus, der warm, sicher und ruhig ist. Außerdem bevorzugen sie erhöhte Plätze, von denen sie zu jeder Zeit einen guten Blick auf die Umgebung haben, selbst wenn sie für den Gefahren-Check nur ein Auge halb öffnen oder durch die Lider blinzeln. Viele Katzen lieben Kartons, um ihr Schlafbedürfnis zu befriedigen.

Als Rückzugsort bietet sich ein höhlenartiger Schlafplatz an, aber auch die Fensterbank oder das Sofa werden häufig auserkoren. Wer seinem Liebling ein geeignetes Katzenbett bereitstellen möchte, sollte unbedingt bedenken, dass die Katze genug Platz zum Ausstrecken und Drehen haben sollte. Allen guten Intentionen zum Trotz wird die Katze jedoch ganz für sich allein entscheiden, welchen Platz sie sich letztlich aussucht – und vielleicht ändert sie ihre Meinung später wieder.

Alternativ kann das eigene Bett als Schlafplatz für die Katze dienen. Wer sich jedoch dagegen entscheidet, sollte diese Entscheidung von Anfang an konsequent umsetzen und auch keine kurzen Kuscheleinheiten dort erlauben. Einige Bindungsforscher:innen vertreten allerdings die Meinung, dass es bei Kitten förderlich sein kann, sie im eigenen Bett willkommen zu heißen. Das stärke die Beziehung zu ihren Menschen.

Die verschiedenen Schlafpositionen von Katzen

Die Schlafposition, in der deine Katze schläft, verrät in vielen Fällen etwas über ihren körperlichen Zustand, aber auch über ihren Gefühlshaushalt. Manchmal ist die Schlafposition allerdings einfach eine Aussage über das Wetter und die Jahreszeit: Herrschen beispielsweise kühle Temperaturen, dann rollen sich Katzen gerne ein und verstecken den Kopf unter dem eigenen Körper. Ist es hingegen sehr warm, strecken sich die Haustiere aus und regulieren so ihre Körpertemperatur.

Spielen die Temperaturen keine große Rolle, dann gilt die Faustregel: Je entspannter der Körper einer Katze im Schlaf ist und je weniger man das Gefühl hat, ihr Körper wäre schon auf eine Flucht oder einen Angriff vorbereitet, desto sicherer und vertrauter fühlt sie sich.

Üblicherweise schlafen Katzen in diesen Positionen:

  • Auf den Pfoten: Wenn eine Katze auf ihren vier Pfoten ruht, dann spricht das in der Regel für Unsicherheit. Aus dieser Position kann das Tier zu jeder Zeit aufspringen und flüchten.
  • Auf dem Rücken: Schläft eine Katze auf dem Rücken, drückt sie damit größtmögliches Vertrauen gegenüber ihren Halter:innen aus. Fällt es auf dem Rücken allgemein schon schwer, den Bauch zu verteidigen, ist dies während des Schlafes unmöglich. Die Katze ist in dem Schlaf entspannt und fühlt sich in ihrem Umfeld vollkommen sicher.
  • Eingerollt: Die eingerollt schlafende Katze ist wohl das gängigste Bild. In der Natur hilft die Position beim Schutz vor Regen und Kälte. Aber auch in der Wohnung kann die Mieze so eine wohlige Wärme aufrechterhalten. Mitunter rollen sich Katzen nur halb ein und ziehen die Gliedmaßen an den Körper oder verdecken sich die Augen.
  • Kopf nicht abgelegt: Legt eine Katze ihren Kopf nicht auf den eigenen Körper, den Boden oder ein Kissen, dann ist sie höchstens am Dösen. Die Muskulatur steht noch unter Spannung.
  • Seitenlage: Schläft eine Katze ausgestreckt auf der Seite, ist ihr vermutlich warm und sie ist entspannt.

Jede Katze schläft individuell

Die Vorlieben von Katzen unterscheiden sich nicht nur bei der Wahl ihrer Schlafplätze. Auch ihre Schlafdauer kann aus einer Vielzahl an Gründen variieren. Hat sich die Anzahl und Dauer der Schläfchen einmal eingependelt, wird sich eine gesunde Mieze jedoch wie das sprichwörtliche Gewohnheitstier benehmen und ihrem Schlafverhalten treu bleiben.

Katzenbesitzer:innen sollten ihr Haustier daher genau beobachten: Auch wenn die Katze sich nichts anmerken lassen möchte, sind plötzliche Veränderungen ihrer Schlafzeiten oder ein Wechsel zu einem leichter erreichbaren Schlafplatz erste Anzeichen dafür, dass mit der Fellnase etwas nicht stimmen könnte. Es empfiehlt sich in einem solchen Fall, das Tier ärztlich untersuchen zu lassen.

Dem Schlafverhalten der Katze auf der Spur

Ein Nickerchen hier, ein Päuschen da: Katzen lieben es, sich vom Jagen und Spielen genüsslich dösend oder tief schlafend zu erholen. Wer einen geeigneten Schlafplatz anbietet und sie nicht beim Schlafen stört, dem dreht die eigene Katze vielleicht auch irgendwann vertrauensvoll den Bauch zu und streckt ihm die Pfötchen entgegen.

FAQ: Häufig gestellte Fragen

Wie viele Stunden schlafen Katzen?

Katzen schlafen im Durchschnitt 12 bis 16 Stunden am Tag. Dabei handelt es sich hierbei nicht durchgängig um einen tiefen Schlaf, sondern einen Großteil der Zeit dösen die Katzen nur.

Sollte die eigene Katze mit im Bett schlafen?

Wenn es dich nicht stört, wenn deine Katze mit bei dir im Bett schläft, spricht generell nichts dagegen. Es kann hingegen sogar gut für Beziehen zwischen Mensch und Katze sein.

Wie schlafen Katzen am liebsten?

Katzen bevorzugen einen Schlafplatz, der Sicherheit bietet und von dem sie alles im Blick haben. Die Schlafposition der Katze ist ganz individuell, kann allerdings auch etwas über das Befinden der Katze aussagen.

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