Rasseportrait

Die Kartäuser: Die sanfte Schmusekatze

15.08.2019

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Grau ist langweilig? Dann kennen Sie diese Katzen noch nicht! Die Kartäuser, auch Chartreux genannt, ist sehr liebenswürdig und verschmust. Sie begleitet ihre Menschen gern und zeigt teilweise katzenuntypische Verhaltensweisen. Lernen Sie mehr über die außergewöhnliche Samtpfote!

Die grauen Kartäuser-Katzen zählen zu den beliebtesten Kurzhaar-Katzen. Dies liegt vor allem an ihrem ausgeglichenen und verschmusten Wesen. In Frankreich wird sie auch als Hundskatze bezeichnet, da sie sich durch eine eher katzenuntypische Treue und Anhänglichkeit gegenüber ihren Menschen auszeichnet.

Der Charakter

Der Charakter der verschmusten Kartäuser-Katze zeichnet sich in erster Linie durch Treue und Anhänglichkeit zu ihren Menschen aus. Sie hat ein ausgeglichenes Wesen, bindet sich eng an ihre Bezugsperson und hat dabei noch etwas Wildheit in sich. Die Kartäuser eignet sich ebenfalls gut als Familienkatze.

Die Kartäuser, ist wie die meisten Katzen, gern in der Natur. Allerdings ist dieses Bedürfnis bei der Rasse nicht so stark ausgeprägt wie bei anderen Artgenossen. So geht sie zwar auch auf Mäusejagd, ist aber mit geeignetem Spielzeug ebenso zufrieden.

Besonders wohl fühlt sie sich in ruhigen Umgebungen oder beim Kuscheln und Schmusen mit ihren Menschen. Die Kartäuser-Katzen sind in der Regel sehr verträglich, auch mit anderen tierischen Mitbewohnern, solang sie sich in Ruhe aneinander gewöhnen können.

Kartäuser sind mittelgroße Katzen mit einem kräftigen, aber schlanken Körperbau. Kater wiegen circa 6 bis 7 Kilogramm, Katzen sind mit 4 bis 5 Kilogramm leichter und etwas kleiner und schmaler gebaut.

Besonders auffällig sind die Augen der Rassekatze, die einen hellen oder mittleren Bernsteinton haben. Das Fell ist kurz und glänzt. Sie besitzen Unterfell, welches leicht wollig ist. Bei der Fellfarbe sind nur einheitliche Farben in Blau-Grautönen erlaubt. Viel Pflege muss bei der Kartäuser nicht betrieben werden, gelegentliches Bürsten reicht völlig aus.

 

Die Haltung

Als Wohnungskatze eignen sich die Kartäuser sehr gut. Obwohl sie eher ruhige Umgebungen vorziehen, ist ein Garten oder eine größere Fläche zum Freilauf und Stöbern von Vorteil. Sie entfernen sich jedoch nicht zu weit von ihrem Zuhause. Insgesamt sind die Kartäuser den Haltungsmöglichkeiten sehr offen gegenüber und mögen es, mit ihren Menschen oder anderen Artgenossen Zeit zu verbringen.

Außerdem lässt sich die Kartäuser-Katze gut erziehen. Allerdings braucht sie etwas länger, um erwachsen zu werden. Man rechnet hier mit ungefähr zwei Jahren.

Die Herkunft

Die Kartäuser-Katzen zählen neben den Perserkatzen zu den ältesten Katzenrassen, die gezielt gezüchtet wurden. Bereits in Schriften aus dem Mittelalter sind sie zu finden. Ihr Name wurde mit hoher Wahrscheinlichkeit von dem Kloster La Grande Chartreuse abgeleitet, in dem Mönche die Kartäuser züchteten.

Die Beschaffenheit des Fells lässt darauf schließen, dass die Kartäuser ursprünglich aus den Bergen Syriens oder aus dem Gebirge zwischen dem Irak und der Türkei stammt. Im Laufe der Zeit kam sie durch den Handel nach Frankreich.

Die Kartäuser ist eng mit der British Blue, einer heutigen Farbvariante der Britisch Kurzhaar, verwandt. Die beiden Katzenrassen entstanden durch denselben Genpool und die Entscheidung lag beim Züchter, ob die Katze als British Blue oder Kartäuser verkauft wird. Später wurden die beiden Rassen getrennt und mit gezielt festgelegten Merkmalen gezüchtet. Die Kartäuser wurde schlanker mit einem schmalen Kopf und großen Augen gezüchtet. Die British Blue hingegen wurde kompakt.

Die Kartäuser Katze wurde bei der FIF (Fédération Internationale Féline) bereits bei deren Gründung anerkannt. 1977 wurde die Beschreibung durch die Trennung von der British Blue angepasst.

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