Häufige Fragen

Milchtritt bei Katzen – darum treteln Katzen

09.04.2020

Der Milchtritt ist ein natürliches Verhalten, welches bereits Kitten zeigen. Warum „treteln“ erwachsene Katzen noch bis ins hohe Alter? Wir klären auf, was hinter dem Milchtritt steckt.

Was ist der Milchtritt überhaupt?

Als Milchtritt wird das Verhalten der Katze bezeichnet, wenn sie mit ihren Pfötchen anfängt, eine gleichmäßige Bewegung in der Luft, an einem Gegenstand oder auf dem Untergrund zu machen. Bei dieser massierenden Bewegung drücken die Katzen abwechselnd die linke und rechte Pfote nach unten. Dieser Anblick erinnert stark ans Kneten eines Teigs und wird daher auch als „kneten“ oder „treteln“ bezeichnet. Einige Katzen setzen beim Treteln auch ihre Krallen ein, indem sie diese immer wieder aus und einfahren.

Dieses Verhalten wird bereits von Kitten gezeigt, wenn sie bei ihrer Mutter Milch trinken. Beim Trinken massieren sie den Bauch der Katzenmutter, damit die Milch besser fließt. Daher stammt auch die Bezeichnung „Milchtritt“.

Warum „treteln“ erwachsene Katzen noch?

Katzenbesitzer wissen, dass auch erwachsene Katzen den Milchtritt zeigen. Doch warum die Katzen dieses Verhalten beibehalten, ist wissenschaftlich noch nicht genau geklärt. Es existieren verschiedene Theorien, um das Treteln bei erwachsenen Katzen zu begründen.

Der Milchtritt als Zeichen des Wohlbefindens

Erwachsene Katzen treteln meist in Situationen, in denen sie sich besonders wohl und geborgen fühlen. Daher wird der Milchtritt auch als Zeichen des Wohlbefindens gesehen und drückt gleichzeitig das Vertrauen aus, welches die Katze gegenüber ihrem Besitzer empfindet. Gerade deswegen sollte eine Katze für den Milchtritt nicht bestraft werden. Ein Verbot könnte hier das Vertrauen einschränken.

Eine Theorie geht davon aus, dass der Milchtritt ein instinktives Verhalten und Überrest aus der Katzenkindheit ist. Wenn sich eine Katze wohlfühlt, erinnert es sie an die Geborgenheit und Sicherheit als Kitten bei ihrer Mutter. Allerdings zeigen auch Waisenkatzen dieses Verhalten, wenn sie vom Menschen aufgezogen werden.

Eine weitere Theorie besagt, dass das Treteln weit zurückgeht. Die Falbkatze, die Vorfahrin unserer heutigen Katzen, zeigt auch eine Art Milchtritt, wenn sie es sich auf einem Schlafplatz gemütlich macht. Sie tritt dabei mit den Pfoten den Boden weich. Auch dieses Verhalten zeigen unsere heutigen Hauskatzen: Wenn sie sich auf ihren Platz, z.B. auf ein Kissen legen, kneten sie es vorher auch einmal mit ihren Pfoten weich. Man könnte also davon ausgehen, dass das Treteln auch darauf zurückzuführen ist, dass die Katzen ihren Liegeplatz schön weich bekommen möchten.

Der Milchtritt zur Beruhigung der Katze

In unserem Beitrag „Warum schnurren Katzen?“ haben wir darüber aufgeklärt, dass das Schnurren der Katzen unter anderem der Selbstberuhigung dient. Das Treteln kann eine ähnliche Wirkung hervorrufen. Wenn eine Katze krank ist, kann sie dieses Verhalten zeigen, um sich zu beruhigen. Solltest Du merken, dass Deine Katze plötzlich besonders häufig tretelt, ist es ratsam, das Verhalten der Katze genau zu beobachten und einen Tierarzt aufzusuchen, um der Ursache auf den Grund zu gehen.

Markieren über das Treteln

Katzen besitzen zwischen ihren Zehen Duftdrüsen. Wenn sie mit ihren Pfoten treteln, wird auch ein Duftstoff aus den Drüsen abgegeben. Damit markieren Katzen ihren Schlafplatz und es trägt zu ihrem Wohlbefinden bei.

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