Hund schmust mit Mann im mittleren Alter.
Rasseportrait

Verschmuste Hunderassen: Die perfekten Begleiter für Kuschelfans

01.03.2024

Hunde schenken ihren Menschen bedingungslose Loyalität und Treue und gehen gemeinsam mit ihnen durch dick und dünn. Sie lieben es, Zeit mit ihren Halterinnen und Haltern zu verbringen und sind gern in ihrer Nähe. Besonders innig sind die Momente, in denen Hund und Mensch gemeinsam kuscheln. Körperkontakt ist ein Ausdruck von Zuneigung und kann die Bindung stärken.

Ob ein Hund gern schmust, ist allerdings eine Charakterfrage – und hängt zu einem gewissen Grad von der Rasse ab. Manche Hunderassen halten lieber etwas Abstand, während andere von Streicheleinheiten gar nicht genug bekommen können. Wir verraten, welche Hunde echte Kuschelprofis sind.

Top 10 der verschmusten Hunderassen: Vom kleinen Schoßhund zum sanften Riesen

Hunde lassen uns viele liebevolle Gesten zuteilwerden. Möchten sie schmusen, sind die Zeichen meist untrüglich: Sie stupsen uns mit ihrer feuchten Nase an, legen ihren Kopf in unseren Schoß, platzieren ihre Pfote auf unserem Bein und so fort. Zwar ist nicht jeder Hund ein Kuschelhund, es gibt jedoch Rassen, die als besonders verschmust gelten und kaum eine Gelegenheit auslassen, ihrem Menschen ihre Zuneigung zu zeigen.

  • Chihuahua: Chihuahuas sind sehr anhängliche Hunde, die sich stark an ihre Menschen binden und bekannt sind für ihre Verschmustheit. Sie spielen gern, sind temperamentvoll und intelligent, neigen aber auch dazu, ein großes Ego zu entwickeln und sich zu überschätzen. Anfängerhunde sind Chihuahuas daher nicht. Sie benötigen eine konsequente, liebevolle Erziehung, um ihr Selbstbewusstsein in die richtigen Bahnen zu lenken.
  • Bichon Frisé: Der Bichon Frisé ist ein sehr verschmuster Hund mit einem freundlichen und offenen Wesen. Das kleine weiße Fellknäuel bringt viel Temperament mit und möchte geistig wie körperlich beschäftigt werden. Glücklicherweise muss der Bichon jedoch nicht mit dem Kopf durch die Wand, sodass er sich leicht führen lässt und auch für Menschen geeignet ist, die noch nicht so viel Erfahrung in Sachen Hundeerziehung haben.
  • Italienisches Windspiel: Mit seinem feingliedrigen, schlanken Körper macht das Italienische Windspiel seinem Namen alle Ehre. Geht es ums Kuscheln, weiß der kleine Windhund sein Fliegengewicht von etwa 5 Kilogramm aber gut einzusetzen. Die Rasse gilt als besonders verschmust, verspielt und lernwillig. Das Italienische Windspiel ist bei konsequenter Erziehung auch für Anfänger und Anfängerinnen gut händelbar. Aufgrund seines fragilen Körperbaus kann es sich jedoch schnell verletzen, sodass man im Alltag mit Kindern und bei Kontakt mit größeren Hunden Vorsicht walten lassen muss.
  • Boxer: Boxer haben ein neugieriges und freundliches Wesen und gelten als äußerst verschmuste Hunderasse, die immer für eine Kuscheleinheit zu haben ist. Sie haben einen ausgeprägten Spieltrieb, sind selbstbewusst und nervenstark und verstehen sich sehr gut mit Kindern. Eine konsequente Erziehung ist wichtig, um dem kräftigen Hund Grenzen zu setzen und Regeln zu vermitteln.
  • American Pitbull Terrier: Auch wenn man ihnen oft anderes nachsagt, sind American Pitbull Terrier liebevolle, anhängliche, gutmütige und verschmuste Hunde. Sie sind aufmerksam, selbstbewusst, treu und mutig und können hervorragende Familienhunde abgeben, wenn sie aus seriöser Zucht stammen, artgerecht gehalten und liebevoll erzogen werden. Einige Bundesländer führen den American Pitbull Terrier als Listenhund und verlangen für die Haltung eine entsprechende Eignung. Es kann auch sein, dass hier besondere Anforderungen in Hinblick auf die Hundehaftpflichtversicherung gelten.
  • Labrador Retriever: Der Labrador Retriever ist ein Gute-Laune-Bündel, das sich für fast alles und jeden begeistern kann. Er versprüht pure Energie und Lebensfreude und liebt es, mit seinem Menschen aktiv zu sein. Schmuseeinheiten dürfen dabei keinesfalls fehlen. Labradore sind nicht nur eine verkuschelte, sondern auch eine sehr gelehrige Hunderasse mit einem ausgeprägten Willen zu gefallen. Das macht die Erziehung etwas einfacher, wobei auch hier Konsequenz und Beharrlichkeit gefordert sind.
  • Golden Retriever: Der Golden Retriever hat ein sonniges Gemüt, ist unternehmungsfreudig und kann eine richtige Schmusebacke sein. Er gilt als sehr menschenbezogen, anhänglich, geduldig und verträglich und zeigt selbst vor Fremden keine Scheu. Aufgrund seines freundlichen und sozialen Charakters ist er sehr gut als Familien- und Anfängerhund geeignet.
  • Berner Sennenhund: Der Berner Sennenhund ist ein durch und durch gutmütiger Hund, der seinem Menschen sehr zugewandt ist und ihm loyal zur Seite steht. Er kommt wunderbar mit Kindern aus und reagiert auf Umweltreize vollkommen gelassen. Es scheint, als ob ihn nichts aus der Ruhe bringen kann. Der verschmuste Hund genießt liebevolle Zuwendungen und Streicheleinheiten und ist ein tolles Familienmitglied.
  • Neufundländer: Der Neufundländer sieht nicht nur aus wie ein großer Schmusebär, er ist auch einer. Der sanfte Riese lässt es eher gemütlich angehen, kann aber blitzschnell reagieren, wenn es darauf ankommt. Genau wie Berner Sennenhunde sind Neufundländer unerschrocken und tapfer, weswegen sie auch als Rettungshunde eingesetzt werden. Sie sind ihrem Menschen sehr verbunden und haben einen ausgeprägten Spieltrieb, der sie manchmal ungestüm werden lässt. Mit der richtigen Erziehung lässt sich das jedoch in den Griff kriegen.
  • Deutsche Dogge: So imposant wie ihre Erscheinung, so groß ist das Kuschelbedürfnis der Deutschen Dogge. Die verschmuste Hunderasse sucht die Nähe zum Menschen, genießt ausgiebige Streicheleinheiten und versucht ungeachtet ihrer Dimensionen auch gern mal, auf den Schoß zu klettern. Deutsche Doggen mögen einschüchternd wirken, haben aber ein sanftes und zugewandtes Wesen. Sie sind leichtführig, müssen jedoch konsequent erzogen werden, da sie gelegentlich ihren eigenen Kopf haben.

Unsere Top 10 sind nur eine Auswahl an Hunderassen, die als verschmust gelten. Es gibt noch viele weitere Rassen, die gern ausgedehnt kuscheln und die Nähe zum Menschen suchen. Außerdem schließt das eine das andere nicht aus: Es kann sein, dass ein Hund, der zu einer weniger verschmusten Rasse zählt, ein richtiger Schmusekönig ist. Das Kuschelbedürfnis bei Hunden und Tieren im Allgemeinen ist etwas sehr Individuelles und lässt sich nicht pauschalisieren. Auch bei verschmusten Hunderassen kann es Vertreter geben, die Körperkontakt nicht so mögen, sich ihrem Menschen aber auch ohne intensives Kuscheln verbunden fühlen.

Wichtig ist, fehlende Kuschelbereitschaft nicht mit fehlender Zuneigung zu gleichzusetzen und auf Details zu achten, welcher Hund zu einem passt.

Fazit

Verschmuste Hunderassen haben das Bedürfnis, dem Menschen nah zu sein. Sie lieben es, gestreichelt zu werden, und lassen ihrem Halter oder ihrer Halterin ebenso Gesten der Zuneigung zukommen. Zwar gibt es keine Garantie dafür, dass sämtliche Vertreter verschmuster Hunderassen ausnahmslos Kuschelkönige sind. Wer sich jedoch einen Alltag wünscht, in dem das Kuscheln mit dem Hund eine große Rolle spielt, tut sicherlich gut daran, sich beim Besuch im Tierheim oder beim Züchter daran zu orientieren, welche Hunderassen als besonders verschmust gelten. Letztlich dürfen wir nicht vergessen: Eine innige Bindung zwischen Mensch und Hund ist immer das Ergebnis aus Respekt, Vertrauen und einem liebevollen Miteinander.

FAQ: Häufig gestellte Fragen zum Thema verschmuste Hunderassen

Wie kuschle ich mit meinem Hund?

Kuscheleinheiten mit dem Hund ergeben sich oft spontan und intuitiv, beispielsweise beim Fernsehen auf der Couch oder während man ein gutes Buch liest. Rückt der Hund etwas näher heran, ist das ein Indiz dafür, dass er Kontakt sucht. Man kann dann eine Hand auf ihn ablegen oder ihn sanft an seinen Lieblingsstellen streicheln und kraulen. Wichtig zu wissen ist, dass Hunde nicht immer aktive Zuwendung suchen. Eine sehr große Bedeutung hat das Kontaktliegen. Dabei ruhen Hunde Seite an Seite mit ihren Artgenossen oder dicht neben ihrem Menschen. Mehr passiert nicht. Das Kontaktliegen vermittelt Sicherheit, Geborgenheit und Zugehörigkeit und nimmt bei Hunden einen hohen Stellenwert ein.

Man kann nach einer aktiven Kuscheleinheit auch zum Kontaktliegen übergehen. Wenn es dem Hund zu viel wird, stellt man das Streicheln ein und bleibt einfach weiter neben ihm liegen. Dann stellt sich schnell wieder Entspannung ein.

Was bewirkt das Kuscheln mit dem Hund?

Kuscheleinheiten und Gesten der Zuneigung können dabei helfen, die Bindung zwischen Mensch und Hund zu stärken und Stress abzubauen. Beim Schmusen wird nämlich das Hormon Oxytocin ausgeschüttet, das auch in der Mutter-Kind-Bindung eine große Rolle spielt. Oxytocin kann dazu beitragen, Folgen von Stress zu reduzieren und das Wohlbefinden zu verbessern.

Wie wird ein Hund verschmust?

Körperkontakt ist ein Grundbedürfnis von Hunden, äußert sich jedoch nicht immer in ausgiebigen Kuscheleinheiten. Im Rudel beispielsweise zählen neben dem Kontaktliegen auch die soziale Fellpflege und das gegenseitige Streifen mit der Schnauze dazu. Erscheint ein Hund ganz und gar nicht verschmust, ist zu hinterfragen, woran das liegen könnte. Ist es einfach ein Wesenszug oder hat er schlechte Erfahrungen in der Vergangenheit gemacht?

Ein weiterer Grund kann sein, dass das Streicheln als aufdringlich oder unangenehm empfunden wird. In dem Fall ist Beobachtungsvermögen gefordert, um herauszufinden, an welchen Stellen der Hund gern gekrault wird und an welchen nicht.

Generell gilt: Die Grenzen des Hundes müssen akzeptiert werden. Zieht er sich zurück oder zeigt er Anzeichen von Unbehagen, sollte man ihn nicht weiter bedrängen. Auch verschmuste Hunderassen sind nicht permanent in Kuschellaune. Das ist zu respektieren.

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