Hundeleckerlis eignen sich nicht nur als Belohnung im Training, sondern sind auch eine tolle Möglichkeit, unseren Vierbeinern zwischendurch eine Freude zu machen und unsere Zuneigung zum Ausdruck zu bringen. Besonders viel Liebe steckt dahinter, wenn wir die Leckerlis selbst zubereiten. Das macht Spaß und hat den Vorteil, dass man genau weiß, was drinsteckt, und auf individuelle Bedürfnisse eingehen kann. Ob knusprige Kekse oder softe Häppchen – es gibt allerhand Leckereien, die bei Hunden gut ankommen. In diesem Artikel stellen wir dir die besten Rezepte für Hundeleckerlis vor und verraten, worauf du bei der Zubereitung achten solltest.
Die Top 5 Leckerlis für Hunde
Leckerlis gehören zu einem Leben mit Hund einfach dazu. Natürlich haben auch unsere Vierbeiner unterschiedliche Geschmäcker und Vorlieben. Deswegen haben wir fünf Rezepte zusammengestellt, unter denen bestimmt etwas für deine Fellnase dabei ist.
Rezept #1: Leberwursttaler
Das brauchst du:
- 250 g (Hunde-)Leberwurst
- 3 EL Olivenöl
- 220 g Dinkelmehl (Vollkorn)
So gehst du vor:
- Gib alle Zutaten in eine Rührschüssel und verknete sie zu einem festen Teig.
- Streue etwas Dinkelmehl auf die Arbeitsfläche und rolle den Teig dünn darauf aus.
- Stich mithilfe einer Tasse oder Ausstechform Kreise beliebiger Größe aus und lege sie auf ein mit Backpapier ausgelegtes Blech.
- Backe die Leberwursttaler bei 180 °C Ober-/Unterhitze für etwa 20 Minuten im vorgeheizten Ofen.
- Lass sie im Anschluss vollständig auskühlen.
Rezept #2: Knusper-Käseplätzchen
Das brauchst du:
- 100 g geriebener Käse (bspw. Edamer oder Gouda)
- 100 g Hüttenkäse
- 1 Ei
- 60 g Haferflocken oder zerbröseltes Knäckebrot
- 1 EL Sonnenblumenöl
So gehst du vor:
- Gib alle Zutaten in eine Rührschüssel und vermenge sie mit einem Handmixer oder Pürierstab.
- Forme aus der Masse kleine Kugeln.
- Lege die Kugeln auf ein mit Backpapier ausgelegtes Blech und drücke sie mithilfe eines Löffels zu flachen Keksen.
- Backe die Käseplätzchen bei 180 °C Ober-/Unterhitze für etwa 25 Minuten im vorgeheizten Ofen.
- Lass sie im Anschluss vollständig auskühlen.
Rezept #3: Thunfisch-Leckerlis
Das brauchst du:
- 1 Dose Thunfisch im eigenen Saft (abgetropft)
- 130 g Haferflocken
- 1 Ei
- ggf. etwas frische Petersilie oder Rosmarin
So gehst du vor:
- Gib alle Zutaten in eine Rührschüssel und vermenge sie mit einem Mixer oder Schneebesen.
- Die Haferflocken saugen viel Feuchtigkeit auf, deswegen solltest du schnell arbeiten und nur so viel verwenden, bis ein fester, formbarer Teig entsteht.
- Forme aus der Masse kleine Kugeln.
- Lege die Kugeln auf ein mit Backpapier ausgelegtes Blech und drücke sie mithilfe eines Löffels zu flachen Keksen.
- Backe die Thunfischtaler bei 150 °C Ober-/Unterhitze für etwa 30 Minuten im vorgeheizten Ofen. Die Backzeit variiert je nach Größe und Dicke der Plätzchen.
- Lass sie im Anschluss vollständig auskühlen.
Rezept #4: Bananen-Karotten-Cookies
Das brauchst du:
- 1 große oder 2 kleine Möhren (Bio-Qualität)
- 1 geschälte Banane
- 200 g Dinkel- oder Buchweizenmehl
- 100 g Haferflocken
- 50 ml Sonnenblumenöl
So gehst du vor:
- Reibe die Möhre und zerdrücke die Banane mit einer Gabel.
- Gib den Möhren- und Bananenbrei zusammen mit den anderen Zutaten in eine Rührschüssel und verknete alles zu einem Teig. Sollte der Teig zu fest sein, gib ein bisschen Wasser hinzu.
- Streue etwas Dinkel- oder Buchweizenmehl auf die Arbeitsfläche und rolle den Teig etwa 1 cm dick aus.
- Schneide mit einem Pizzaroller ca. 4 x 4 cm große Quadrate aus und lege sie auf ein mit Backpapier ausgelegtes Backblech.
- Backe die Kekse bei 180 °C Ober-/Unterhitze für etwa 25 Minuten im vorgeheizten Ofen.
- Lass sie im Anschluss vollständig auskühlen.
Rezept #5: Frischkäse-Haferflocken-Stangen
Das brauchst du:
- 200 g gekörnter Frischkäse (Hüttenkäse)
- 150 g Haferflocken
- 50 g Dinkelmehl (Vollkorn)
- 1 Ei
- 3 EL Olivenöl
So gehst du vor:
- Gib alle Zutaten in eine Schüssel und verknete sie zu einem Teig. Sollte er zu fest werden, gib etwas mehr Frischkäse oder noch einen Schuss Olivenöl hinzu.
- Forme aus dem Teig kleine Stangen und verteile sie auf einem mit Backpapier ausgelegten Backblech.
- Backe die Frischkäsestangen bei 180 °C Ober-/Unterhitze für etwa 20 Minuten im vorgeheizten Ofen.
- Lass sie im Anschluss vollständig auskühlen.
Welche Zutaten eignen sich für Hundeleckerlis?
Hundeleckerlis lassen sich im Handumdrehen selbst zubereiten. Das Gute daran: Du brauchst nicht viele teure Zutaten und kannst beliebig experimentieren. Voraussetzung ist, dass die Zutaten für das Tier verträglich und gut verdaulich sind. Außerdem sollten Hundeleckerlis frei von Zucker, Salz, Gewürzen, Konservierungs-, Farb- und anderen Zusatzstoffen sein. Wir haben dir eine Liste mit den beliebtesten Zutaten für selbstgemachte Hundeleckerlis zusammengestellt:
Kohlenhydrate
- Dinkelmehl
- Buchweizenmehl
- Kokosmehl
- Haferflocken
- Reisflocken
- Kartoffelflocken
Proteine
- Hähnchen (nur gegart)
- Pute (nur gegart)
- Rind (nur gegart)
- Lamm (nur gegart)
- Lachs (nur gegart)
- Seelachs (nur gegart)
- Thunfisch (nur gegart)
Bindemittel
- Eier
- Kokosöl
- Lachsöl
- Leinsamenöl
- Erdnussmus (ungesalzen, ohne Zucker, ohne Xylit!)
Obst und Gemüse
- Karotten (nur gegart)
- Zucchini
- Kürbis
- Apfel
- Banane
- Blaubeeren
- Himbeeren
- Erdbeeren
Fette & Extras
- Leinsamen
- Chiasamen
Frische Kräuter (in Maßen)
- Petersilie
- Minze
- Rosmarin
Idealerweise verwendest du saisonale und regionale Zutaten für die Herstellung deiner Hundeleckerlis. Damit tust du der Umwelt etwas Gutes und kannst deinem Vierbeiner trotzdem viel Abwechslung bieten.
Leckerlis bei Magen-Darm-Problemen
Bei Hunden, die gelegentlich Probleme mit der Verdauung haben, ist wichtig, dass der Magen-Darm-Trakt nicht zusätzlich belastet wird. In dem Zusammenhang empfehlen sich Leckerlis aus gut bekömmlichen Zutaten wie magerem Hühnchen oder Pute, Reis, Kürbis oder Möhren – alles weichgekocht und ungewürzt. So kann der Hund trotzdem eine kleine Belohnung bekommen. Es ist auch möglich, ein bisschen Kamillentee, etwas frisch geriebenen Fenchel, Chicorée oder Apfel oder auch einen Löffel Naturjoghurt unterzumengen, um die Darmgesundheit zu unterstützen.
Halten die Verdauungsprobleme an, kehren sie regelmäßig wieder oder kommen weitere Symptome wie Mattigkeit oder Appetitlosigkeit hinzu, sollte zeitnah ein Tierarzt oder eine Tierärztin aufgesucht werden. Nur so lässt sich abklären, welche Ursache dahintersteckt und was dagegen helfen kann. Eine Hundekrankenversicherung leistet in dem Zusammenhang gute Dienste. Sie erstattet die Kosten für Diagnose- und Behandlungsmaßnahmen, so dass dein Vierbeiner bestmöglich versorgt werden kann.
Hundeleckerlis für die Zahnpflege
Regelmäßiges Zähneputzen ist der beste Weg, um Zahnstein beim Hund vorzubeugen. Leckerlis können jedoch bei der Zahnpflege unterstützen. Besonders geeignet sind dafür speziell entwickelte Dentalsnacks, die sich durch eine harte Konsistenz auszeichnen und Beläge durch Abrieb beim Kauen entfernen. Sie enthalten häufig weitere Inhaltsstoffe für die Mundflora und einen frischen Atem, etwa Spirulina-Algen, Cranberrys oder Minzextrakt. Es gibt auch natürliche Kauartikel wie Hartkäsestangen, Geweihe, Kauhölzer oder Kauwurzeln, die für Hunde angeboten werden. Du hast aber auch die Möglichkeit, Hundeleckerlis für die Zahnpflege selbst herzustellen. Entscheidend ist dabei, dass sie zum Kauen anregen und der Hund möglichst lange daran knabbert.
Süßkartoffel-Seil
Das brauchst du:
- 1 Süßkartoffel (Bio-Qualität)
- 1 Juteseil (60-80 cm lang)
So gehst du vor:
- Wasche die Süßkartoffel und schneide sie in 2 bis 3 cm dicke Scheiben.
- Stich die Mitte jeder Scheibe mithilfe eines Ausstechers aus oder schneide ein Loch hinein, damit du sie später auf das Juteseil fädeln kannst.
- Verteile die Süßkartoffelringe auf einem mit Backpapier ausgelegten Backblech und backe sie für 2,5 Stunden bei 120 °C Ober-/Unterhitze im vorgeheizten Backofen.
- Wende die Ringe und backe sie weitere 2,5 Stunden im Ofen.
- Lasse sie danach über Nacht im Ofen auskühlen.
- Verknote ein Ende des Juteseils und fädele die Scheiben nacheinander auf. Mach in regelmäßigen Abständen einen weiteren Knoten hinein, bis du am Ende angekommen bist. Dieses verknotest du ebenfalls.
Rinderzöpfe
Das brauchst du:
- 450 g mageres Rindfleisch
- 3 EL frische und gehackte Petersilie
- Küchengarn
So gehst du vor:
- Spüle das Rindfleisch unter fließendem Wasser ab und tupfe es mit einem Küchentuch trocken.
- Klopfe es dünn aus. Es sollte maximal 0,5 mm dick sein.
- Schneide es in 2 cm breite Streifen – am besten an der Längsseite, damit die Streifen möglichst lang werden.
- Bestreue das Fleisch auf beiden Seiten mit Petersilie.
- Nun geht es ans Flechten: Pro Zopf legst du drei Rindfleischstreifen vor dich hin und bindest diese mit dem Küchengarn am oberen Ende zusammen. Dann legst du die Streifen abwechselnd übereinander, so dass ein Zopf entsteht. Das untere Ende bindest du ebenfalls zusammen. So verfährst du auch mit den übrigen Streifen.
- Lege die fertigen Zöpfe auf ein mit Backpapier ausgelegtes Backblech und backe sie für 5 Stunden bei 60 °C Umluft im vorgeheizten Backofen. Lass die Tür einen Spalt offen, damit die entstehende Feuchtigkeit entweichen kann und das Fleisch schön trocken wird.
- Wende die Streifen und dörre sie weitere 5 Stunden im Ofen.
- Stelle den Ofen auf 125 °C hoch und backe die Rinderzöpfe für weitere 10 Minuten.
- Lass sie anschließend gut auskühlen und entferne das Küchengarn.
Hundeleckerlis bei Diabetes
Auch Hunde mit Diabetes dürfen ab und zu ein Leckerli genießen. Entscheidend ist, dass die Snacks den Blutzuckerspiegel nicht in die Höhe treiben. Getreidehaltige Kekse oder Leckerlis mit Honig oder Fruchtzusätzen sind tabu. Stattdessen eignen sich eiweißhaltige Alternativen auf Basis von magerem Geflügel, Hüttenkäse und Gemüse wie Zucchini oder Brokkoli. Auf stärke- und zuckerhaltiges Gemüse und Obst wie Süßkartoffeln und Bananen sollte verzichtet werden.
Im Fachhandel gibt es spezielle Leckerlis für Diabetikerhunde, die kohlenhydratarm und ohne Zuckerzusatz hergestellt werden. Sie können eine praktische Alternative sein, wenn keine Zeit zum Selberbacken bleibt. Da jeder Hund individuell auf Inhaltsstoffe reagiert, sollte die Auswahl der Leckerlis immer mit dem Tierarzt oder die Tierärztin abgestimmt werden – insbesondere, wenn der Hund Insulin bekommt. So lassen sich Blutzuckerschwankungen vermeiden und die Ernährung optimal auf die Bedürfnisse des Tieres abstimmen.
Worauf muss ich achten, wenn ich meinem Hund Leckerlis gebe?
Leckerlis sind eine tolle Möglichkeit, den Hund zu belohnen, zu motivieren oder ihm einfach eine Freude zu machen. Doch wie bei allem in Sachen Ernährung gilt: Die Dosis ist entscheidend. In dem Zusammenhang solltest du folgende Grundregeln beherzigen:
- Leckerlis sind kein Futterersatz: Leckerlis sind kein Ersatz für eine Hauptmahlzeit, sondern immer nur als Ergänzung zu verstehen. Im Mittelpunkt steht eine ausgewogene, gesunde und artgerechte Ernährung. Snacks sollten höchstens etwa 10 % der täglichen Nahrungszufuhr ausmachen.
- In Maßen geben: Auch gesunde Leckerlis enthalten Kalorien. Zu viele Snacks können schnell zu Übergewicht führen. Aus diesem Grund ist es wichtig, die Leckerchen in die Tagesration einzurechnen.
- Keine giftigen Zutaten: Es gibt Zutaten, die für Hunde giftig sind und daher auf keinen Fall verabreicht werden dürfen. Dazu gehören unter anderem Schokolade, Zwiebeln, Knoblauch, Weintrauben, Rosinen, Avocado und Produkte mit Xylit.
- An Größe und Alter anpassen: Es ist sinnvoll, Größe und Alter bei der Zubereitung von Leckerlis mitzubedenken. Je kleiner der Hund, desto kleiner sollten die Häppchen sein. Zudem eignen sich Snacks mit softer Konsistenz für Welpen mit Milchgebiss und Senioren mit Zahnproblemen besser als zu harte Leckerlis.
Wichtig ist auch, die individuellen Bedürfnisse des Hundes zu berücksichtigen. Leidet der Vierbeiner beispielsweise unter einer Allergie oder einer Nahrungsmittelunverträglichkeit, hat Diabetes, Nierenprobleme oder eine andere Erkrankung, ist es sinnvoll, sich in Sachen Fütterung mit dem Tierarzt oder der Tierärztin abzustimmen.
Fazit
Selbstgemachte Leckerlis sind ein Zeichen der Zuneigung und eine tolle Möglichkeit, um unsere Vierbeiner zwischendurch zu belohnen, zu motivieren oder einfach ein bisschen zu verwöhnen. Entscheidend ist, gute und verträgliche Zutaten zu wählen und nicht zu viel zu füttern. So bleiben Leckerlis das, was sie sein sollen: kleine Freuden, die unseren Vierbeinern ein Leuchten in die Augen zaubern.
FAQ: Häufig gestellte Fragen zur Hundeleckerlis
Warum lohnt es sich, Hundeleckerlis selbst zu machen?
Selbstgemachte Leckerlis haben den Vorteil, dass du genau weißt, welche Zutaten enthalten sind. Du kannst auf ungesunde und minderwertige Inhaltsstoffe verzichten und Snacks herstellen, die den Bedürfnissen deines Hundes entgegenkommen. Abgesehen davon sind selbstgemachte Leckerlis meist günstiger als Produkte aus dem Handel. Viele Zutaten, die sich für Hunde eignen, sind nicht teuer und man hat sie meist ohnehin zu Hause.
Wie lange halten sich selbstgemachte Hundeleckerlis?
Je nach Feuchtigkeitsgehalt etwa 3 bis 14 Tage. Je trockener sie sind, desto länger halten sie. Am besten ist es, sie kühl, trocken, lichtgeschützt und luftdicht zu lagern, beispielsweise in einer verschließbaren Keksdose. Viele Leckerlis können auch portionsweise eingefroren werden.
Welche Mehle eignen sich am besten?
Dinkel-, Kokos- und Buchweizenmehl sind normalerweise gut verträglich. Auf Weizenmehl solltest du wegen des enthaltenen Glutens verzichten – erst recht, wenn dein Hund empfindlich darauf reagiert oder zu Allergien neigt.
Brauche ich spezielle Backformen oder Geräte?
Nein, ein einfaches Backblech oder Backmatten aus Silikon reichen völlig aus. Für Trockenfleisch eignet sich auch ein Dörrautomat.

Nun wünschen wir dir viel Freude beim Nachbacken!
Teile auch deine fertigen Keks-Bilder mit der Community auf unserem Instagram Channel! #uelzenerkekse






