Haltung

Wohnung katzensicher machen: 8 Tipps für Dein Zuhause

29.05.2020

In der eigenen Wohnung lauern einige Gefahren für Deine Katze, die oft unterschätzt werden. Dieses Sicherheitsrisiko kannst Du reduzieren, indem Du mit offenen Augen durch Deine Wohnung gehst und schaust, was für Deine Katze gefährlich sein könnte. In unserem Beitrag geben wir Dir acht Tipps, worauf Sie achten sollten, um die häufigsten Gefahren im Haushalt zu vermeiden.

Mit der Entscheidung, eine Katze bei sich aufzunehmen, übernimmt man auch eine Menge Verantwortung und hat dafür Sorge zu tragen, dass der Stubentiger gesund und sicher gehalten wird. Das Wohlergehen der Katze steht im Vordergrund. Im eigenen Zuhause verstecken sich allerdings auch einige Gefahren für Katzen, die leicht aus dem Weg geräumt werden können. Für neugierige Katzen bringen Balkone, Fenster oder Pflanzen schnell schwerwiegende Folgen mit sich, sodass ein Besuch beim Tierarzt unabdingbar wird.

Keine Fenster auf „kipp“

Ist Dir die „Kippfensterkatze“ ein Begriff? Tierärzte sprechen von dem „Kippfenstersyndrom“, wenn sich eine Katze an einem gekippten Fenster verletzt und schwere Quetschungen zugezogen hat.
Hier besteht ein großes Verletzungsrisiko. Besonders neugierige und junge Katzen versuchen oft, durch gekippte Fenster nach draußen zu gelangen und bleiben bei ihrem Ausbruch-Versuch in der Fensteröffnung stecken. Dies kann schlimmstenfalls auch tödlich enden.

Wenn die Katze in dem spitzen Spalt stecken bleibt, gerät sie in Panik und verschlimmert die Situation durch wilde Befreiungsversuche. Jetzt ist die Schnelligkeit des Menschen gefragt: Wird die Katze nicht sofort aus dieser Lage befreit, kann durch Druckstellen die Blutversorgung abgeklemmt werden. Es führt zu Lähmung der Beine, Blutgerinnseln in den Bauchgefäßen, Schäden an inneren Organen oder Knochenbrüchen.

Besorge Dir am besten einen speziellen Kippfensterschutz für Katzen und lass Deinen Stubentiger nicht unbeaufsichtigt mit gekippten Fenstern im Raum.

Vorsicht bei Balkonen und offenen Fenstern

Wie bei gekippten Fenstern auch, bestehen bei Balkonen und offenen Fenstern ebenfalls große Verletzungsgefahren. Hierfür gibt es bereits spezielle Katzenschutznetze, die Deine Katze vor gefährlichen Situationen schützen. Obwohl sie einen ausgezeichneten Gleichgewichtssinn haben, können auch Katzen die Bodenhaftung verlieren. Ein Sturz aus einer gewissen Höhe wird mit großer Wahrscheinlichkeit nicht ohne Folgen bleiben. Aus dem Grund solltest Du Deinen Balkon katzensicher machen. Beispielsweise durch ein spezielles Katzenschutznetz

Lebensretter für Katzen: Ein Türstopper

Türen können ebenfalls zu einer Gefahr für unsere Stubentiger werden, die einfach zu verhindern ist. Wenn Durchzug in der Wohnung herrscht und die Türen offen sind, kann sich die Katze in unglücklichen Fällen beim Zuknallen der Tür durch den Wind verletzen. Ein eingeklemmter Schwanz in der Tür oder gar der ganze Katzenkörper gehen mit großen Schmerzen und weiteren Konsequenzen einher. Diese Gefahr kann aber einfach aus dem Weg geräumt werden: Ein Türstopper ist hier ein echter Lebensretter.

Gefahr bei Waschmaschine und Trockner

Für viele Katzen stellen die Waschmaschine oder der Trockner den perfekten Schlafplatz für Katzen dar: Es ist schön kuschelig warm, hat Höhlen-Charakter und die Wäsche riecht nach Mensch. Wenn Du eine Katze hast, die sich gern mal in die Waschmaschine oder den Trockner schleicht, solltest Du diese Geräte vor dem Einschalten noch einmal überprüfen, damit Du keine unschöne Überraschung erlebst. Am besten gewöhne Deine Katze von Anfang an ab, in der Waschmaschine zu schlafen. Hier musst Du konsequent sein.

Unsere neugierigen Stubentiger knabbern auch gern einmal Zimmerpflanzen an. Leider sind viele Pflanzen giftig für Katzen. Mehr über giftige Pflanzen bei Katzen und wie Du eine Vergiftung erkennst, erfährst Du hier: Diese Pflanzen sind giftig für Katzen.

Keine Medikamente liegen lassen

Medikamente für Menschen sind meistens giftig für unsere Vierbeiner. Besonders Schmerzmittel wie Aspirin oder Ibuprofen sowie Schlaf- und Beruhigungsmittel sollten unbedingt an einem sicheren Ort verstaut werden, an den Deine Katze nicht herankommt.

Einige Wirkstoffe werden zwar auch für Katzen verschrieben, aber die Dosierung ist dabei viel geringer: Ein 85 Kilo schwerer Mann benötigt zum Beispiel eine Dosierung, die für eine vier Kilo schwere Hauskatze lebensgefährlich werden kann.

Vorsicht bei Kabelsalat!

Kabel, Schlaufen und Seile, die sich frei zugänglich in der Wohnung befinden, können ebenfalls zur Gefahr für Katzen werden. Häufig verheddern sich die neugierigen Samtpfoten beim Spielen in den Kabeln oder Seilen und geraten in Panik. Dadurch können sie sich schwer verletzen. Am besten schaust Du durch Deine Wohnung, ob Deine Katze an Lichterketten, Kabeln oder Deko-Schlaufen hängen bleiben kann. Diese sollten so hängen, dass Deine Katze sie nicht erreicht.

Herdplatten zur Tabu-Zone erklären

Heiße Herdplatten sind eine häufige Ursache für Verletzungen bei Katzen. Hat man den Herd bereits ausgeschaltet und lässt die noch heißen Herdplatten kurz unbeaufsichtigt, kann sich der neugierige Stubentiger schon die Pfoten daran verbrennen. Die Arbeitsflächen in der Küche solltest Du von Anfang an als Tabu-Zone für Deine Katze etablieren. Hier ist Konsequenz gefragt, denn in der Küche gibt es für Katzen eine Menge interessantes zu entdecken. Neben den Herdplatten befinden sich auch viele scharfe Gegenstände in der Küche, weshalb Katzen hier besser fernbleiben sollten.

Falls es trotz der richtigen Sicherheitsmaßnahmen doch zu einem Unfall in Ihrem Zuhause kommen sollte, schützt Dich unsere OP- und Krankenversicherung für Katzen vor hohen Tierarztkosten, sodass Du dich voll und ganz auf die Genesung Deines Lieblings konzentrieren kannst. Sichere Deine Katze jetzt ab!

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