Eine Norwegische Waldkatze läuft vor Tannen durch den Schnee.
Rasseportrait

Norwegische Waldkatze: robuste Familienpartner

20.02.2015

Flauschiges, dichtes Fell und eine „Löwenmähne“: Wer schon einmal einer Norwegischen Waldkatze begegnet ist, wird diese liebenswerten Kobolde schnell in sein Herz schließen. Norwegische Waldkatzen („Norsk Skogkatt“) sind an ihrer Größe und ihrem halblangen Fell gut erkennbar. Sie ist meist getigert oder schwarz, oft kombiniert mit weiß, können aber auch andere Fellfarben aufweisen. Sie sind groß und kräftig gebaut und bekommen besonders im Winter eine ausgeprägte Halskrause. Auch ihr buschiger Schwanz sowie die „Schneeschuhe“ an den Pfoten weisen auf ihre nordische Herkunft hin. Norwegische Waldkatzen bringen bis heute die Robustheit einer Naturrasse mit, die sich lange Zeit ohne züchterisches Zutun im rauen Klima Skandinaviens entwickeln konnte. Dort lebten sie in den Wäldern und als Mäusefänger auf Bauernhöfen.

Aufgrund ihres friedfertigen Charakters und ihrer Freundlichkeit eignen sich Norwegische Waldkatzen sehr gut für Familien mit Kindern. Sie sind zwar temperamentvoll und spielen gerne und viel, haben aber auch die nötige Gelassenheit gegenüber dem herum tobenden Nachwuchs. Auch anderen Vierbeinern, zum Beispiel Hunden oder Katzen anderer Rassen begegnen sie freundlich. Schmusestunden stehen hoch im Kurs, allerdings bestimmen die Katzen selbst, wann, wo und wie lange gekuschelt wird. Bemerkenswert ist auch ihre ausgeprägte Gesprächigkeit. Mit Maunzen oder leisem Brummeln und Brabbeln verkünden sie der Umgebung ihre momentane Befindlichkeit. Aufgrund ihrer Menschenbezogenheit und Freundlichkeit gegenüber anderen Tieren sollte man sie daher nicht alleine halten, da die Katzen Geselligkeit suchen. Sie mögen es schon gar nicht, den ganzen Tag allein in der Wohnung zu sein. Spätestens dann muss eine zweite Katze ins Haus.

Norwegische Waldkatzen sind allein schon aufgrund ihres dichten, wasserabweisenden Fells bestens für das Leben draußen geeignet. Ist Freigang keine Option, sollten sie genug Platz in der Wohnung bekommen, um ihren Spieltrieb auszuleben. Ein Kletterbaum, Schlafplätze auf erhöhter Ebene, Kartons und Spielzeug und am besten ein vierbeiniger Spielkamerad machen die Katze glücklich. Wenn dann noch ein Balkon dazu kommt, der katzensicher ist, ist das nahezu perfekt.

Durch ihre Robustheit sind Norwegische Waldkatzen wenig anfällig für Krankheiten und weitgehend pflegeleicht. Nur im Fellwechsel, besonders im Frühjahr, wenn das Winterfell ausgeht, muss konsequent gebürstet werden. Dann sollte man sich auch auf eine extra Portion Haare auf Teppich und Sofa einstellen. Im Rest des Jahres steht lediglich einmal die Woche Fellbürsten auf dem Pflegeplan. Wer sich also für einen dieser kleinen „Löwen“ entscheidet, holt sich einen sanften und umgänglichen Familienzuwachs ins Haus, der auf jeden Fall eine Bereicherung sein wird.

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