Tiergesundheit

Hund frisst Schnee: Infos zur Schneegastritis

17.12.2019

Schnee lässt viele Hundeherzen höher schlagen. Sie toben durch die weiße Landschaft und fressen auch gern den einen oder anderen Happen Schnee. Ist es überhaupt okay, wenn der Hund Schnee frisst? Wir klären auf, wie es zu einer Schneegastritis kommt und was Sie im Notfall tun sollten.

Warum frisst Ihr Hund Schnee?

Wenn im Winter der erste Schnee fällt, freuen sich nicht nur wir Menschen. Auch viele Hunde blühen im Schnee richtig auf und toben durch die schneebedeckte Landschaft. Sie lieben es, im Schnee zu spielen, darin zu buddeln, sich zu wälzen und Schneebällen hinterherzujagen. Hunde sind sehr neugierig und fressen alles, was für sie essbar wirkt. Dabei wird der weiße Schnee schnell zum kleinen Snack für Zwischendurch. Einige Hunde stecken ihren Kopf mit großer Freude in den Schnee oder mögen das Gefühl, wenn der Schnee in ihrem Maul zu schmelzen beginnt.

Grundsätzlich ist es nicht gefährlich, wenn der ein oder andere Happen Schnee im Magen des Hundes landet. Letztendlich handelt es sich hierbei nur um Wasser. Dies gilt allerdings nur, wenn der Schnee auch sauber ist.

Gefahr einer Schneegastritis beim Hund

Obwohl sauberer Schnee an sich ungefährlich ist, ist dieser – wie die meisten Dinge – nur in Maßen genießbar. Auch beim Hund kann zu viel Schnee zu gesundheitlichen Problemen führen.
Wann es durch den Schnee zu Problemen kommt, ist von Hund zu Hund unterschiedlich. Einige Vierbeiner reagieren sehr früh und empfindlich. Die Folge ist dann eine sogenannte Schneegastritis. Andere Hunde bleiben jedoch symptomfrei, nachdem sie Schnee gefressen haben.

Bei der Schneegastritis handelt es sich um eine akute Magenschleimhaut-Entzündung, die durch den kalten Schnee oder darin enthaltene Verunreinigungen ausgelöst wird. Besonders Schmutz, Split und Streusalz reizen die empfindlichen Magenschleimhäute des Hundes. Enthält das Streusalz zusätzlich noch Frostschutzmittel, wird es besonders kritisch. Denn die Chemikalien sind nicht nur giftig für die Hunde, sondern schmecken vielen Tieren so gut, dass sie den Schnee noch begeisterter fressen.

Zeigt Ihr Hund eines oder mehrere Symptome einer Schnee- beziehungsweise Schnee-Streusalz-Gastritis, so sollten Sie hellhörig werden:

  • Speicheln
  • Würgen
  • Gurgeln im Bauchraum
  • Bauchschmerzen (oft erkennbar durch eine gespannte Bauchdecke und gekrümmten Rücken)
  • (blutiger) Durchfall
  • Erbrechen
  • Husten
  • Fieber beim Hund

 

Sollten Sie sich bei den Symptomen unsicher sein, gehen Sie lieber auf Nummer sicher und stellen Ihren Hund beim Tierarzt vor. Nur so haben Sie Gewissheit und können richtig handeln.

Was tun bei Schneegastritis

Jeder Hund reagiert individuell, wenn er zu viel Schnee gefressen hat. Wenn Sie Symptome einer Schneegastritis festgestellt haben, sollten Sie Ihren Vierbeiner gut beobachten.

Bei einer leichten Schneegastritis können einige Tage Schonkost bereits Abhilfe schaffen. Bei gekochtem Reis, Hüttenkäse und etwas Hühnerfleisch können sich die gereizten Schleimhäute wieder beruhigen. Der Hund sollte natürlich keinen Schnee mehr fressen und auch das Trinkwasser sollte nicht zu kalt sein, sondern Zimmertemperatur haben. Wenn die Symptome nicht innerhalb kurzer Zeit besser werden oder sich verschlimmern, ist ein Besuch beim Tierarzt ratsam.

Bei starken Symptomen, wie langanhaltendem und starkem Unwohlsein oder Blut im Erbrochenen oder im Kot, ist ein Besuch beim Tierarzt unumgänglich.

Hunden abgewöhnen Schnee zu fressen

Je besser Ihr Hund ausgebildet ist, desto besser können Sie ihn vor Gefahren schützen. Es ist sehr hilfreich, wenn der Vierbeiner jederzeit abrufbar ist und zuverlässig auf ein Abbruchsignal reagiert. So können Sie vermeiden, dass er überhaupt Schnee frisst.

Auch wenn einige Hunde nicht empfindlich auf Schnee im Magen reagieren, so ist es doch sinnvoll, die Tiere nicht zum Fressen zu animieren – beispielsweise durch ausgedehntes Schneeball werfen oder Suchspiele in der Schneedecke. Denn auch dabei nehmen die Hunde immer etwas von der kalten Pracht mit auf. Ist Ihr Hund gar nicht davon abzubringen, Schnee zu fressen, so kann notfalls ein Maulkorb beim Spaziergang Schutz bieten.

Wenn Ihr Hund dennoch in einem unbeobachteten Moment zu viel Schnee fressen sollte und kein Weg an dem Tierarztbesuch vorbei führt, schützt Sie unsere Hunde-Krankenversicherung und übernimmt die Behandlungskosten des Tierarztes. Sichern Sie Ihren Hund jetzt bei uns ab.

Auch interessant