Rasseportrait

Das Hessische Warmblut: ein echter Allrounder

14.08.2019

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Die bekannteste Vertreterin des Hessischen Warmbluts und gleichzeitig eins der berühmtesten Springpferde ist die Stute Halla. Sie wurde als „Wunderstute“ bekannt als sie unter Hans Günter Winkler mehrere Goldmedaillen im Springen bei den Olympischen Spielen gewann. In unserem Rasseportrait erfahren Sie mehr über diese eleganten Warmblüter.

Das Hessische Warmblut ist ein echter Allrounder: Ob zum Springen, zur Dressur oder einfach als Freizeitpferd ist es bestens geeignet.
Bis 2009 wurde es mit separatem Zuchtbuch gezüchtet und schloss sich dann gänzlich dem Zuchtverband des Hannoveraners an. Ebenso wie der Hannoveraner verkörpert das Hessische Warmblut den Idealtyp eines deutschen Reitpferdes.

Das Interieur

Dem Hessischen Warmblut werden die Charaktereigenschaften Intelligenz, Sensibilität und Gutmütigkeit zugeschrieben. Darüber hinaus besitzt es ein ruhiges, ausgeglichenes Temperament, wodurch es auch für Anfänger gut zu händeln ist.

Durch seine Leistungsbereitschaft ist das Hessische Warmblut ebenso für den Turniersport geeignet. Dabei spielt es keine Rolle, ob man als Anfänger erste Turnierluft schnuppert oder schon zu den Profi-Reitern zählt. Das Hessische Warmblut bringt gut entwickelte Grundgangarten sowie ein gutes Springvermögen mit und eignet sich daher gut zum Dressur- oder Springreiten.

Aber auch Reitern, die lediglich ein Freizeitpferd suchen und an Turnieren kein Interesse haben, bringt der ausgeglichene Warmblüter viel Freude.

Das Hessische Warmblut zählt mit einem Stockmaß von 165 bis 175 Zentimetern zu den Großpferden. Mit dieser Größe ist es sowohl für Erwachsene als auch für Jugendliche ideal.

Der Körperbau des Hessischen Warmbluts entspricht dem Inbegriff eines deutschen Reitpferdes: muskulös, elegant und groß gewachsen. Es ist rechteckig gebaut und insgesamt gut bemuskelt mit geradem, gefälligem Kopf und einem langen Hals, der zu einem ausgeprägten Widerrist führt. Der Rücken ist mittellang, stabil und leicht geschwungen, die Kruppe fällt sanft ab und ist ebenfalls gut bemuskelt. Pferde dieser Rasse verfügen über ein stabiles Fundament sowie über gute Hufe.

Das Hessische Warmblut tritt in allen Farben auf: Braune, Füchse, Rappen, Schimmel oder Schecken.
Die Herkunft

Die Entstehung des Hessischen Warmbluts geht auf die Gründung des hessischen Landgestüts Dillenburg im Jahr 1770 zurück. Damals war das Ziel der Zucht ein schweres Wirtschaftspferd, weswegen Hengste der Ostfriesischen und Oldenburger Zucht genutzt wurden.
Durch die fortschreitende Mechanisierung wurde das Arbeitspferd nicht mehr benötigt und man begann 1962 mit der gezielten Züchtung zu einem modernen Reitpferd.

Die Pferde wurden durch englische Vollblüter, Westfalen und Hannoveraner veredelt, wodurch sich ihr Aussehen änderte: Sie wurden leichter und folglich auch schwächer.

2005 schloss sich der Verband Hessischer Pferdezüchter dem Hannoveraner Verband an. Bis 2009 wurde ein separates Zuchtbuch geführt, anschließend ging die hessische Pferdezucht ganz in die Zucht des Hannoveraners über.

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