{"id":19961,"date":"2026-07-04T14:26:59","date_gmt":"2026-07-04T12:26:59","guid":{"rendered":"https:\/\/uelzener.de\/magazin\/?page_id=19961"},"modified":"2026-07-14T15:00:24","modified_gmt":"2026-07-14T13:00:24","slug":"leishmaniose-beim-hund","status":"publish","type":"page","link":"https:\/\/uelzener.de\/magazin\/hund\/tiergesundheit\/leishmaniose-beim-hund\/","title":{"rendered":"Leishmaniose beim Hund: Symptome, Behandlung und Vorbeugung"},"content":{"rendered":"<p>Leishmaniose ist eine Erkrankung, die durch Parasiten hervorgerufen wird. Sie kann bei Menschen und Tieren auftreten, wobei Hunde unter den Haustieren am h\u00e4ufigsten betroffen sind.<\/p>\n<p>\u00dcbertragen wird Leishmaniose haupts\u00e4chlich durch Stiche von Sandm\u00fccken. Sie ist vorrangig in warmen Regionen und auf fast allen Kontinenten verbreitet. In Europa kommt sie in vielen L\u00e4ndern des Mittelmeerraums vor, beispielsweise in Portugal, Griechenland, Italien und Spanien. Leishmaniose z\u00e4hlt daher zu den sogenannten Mittelmeerkrankheiten.<\/p>\n<p>In unserem Artikel erf\u00e4hrst du alles, was du \u00fcber Symptome, Risiken und Vorsorgema\u00dfnahmen wissen musst.<\/p>\n<h2>Was ist Leishmaniose? Erreger und \u00dcbertragung<\/h2>\n<p>Leishmaniose wird durch einzellige Parasiten namens Leishmanien verursacht. Sie sind nach dem schottischen Tropenarzt William B. Leishman benannt. Er und sein Kollege Charles Donovan entdeckten und beschrieben den Erreger Anfang des 20. Jahrhunderts.<\/p>\n<p>Es gibt verschiedene Arten von Leishmanien. Bei Hunden spielt vor allem <em>Leishmania infantum<\/em> eine Rolle. Diese Art ist im Mittelmeerraum und in Lateinamerika besonders verbreitet.<\/p>\n<p>Der Haupt\u00fcbertragungsweg sind Stiche durch Sandm\u00fccken. Die M\u00fccken infizieren sich, indem sie Blut von erkrankten Tieren aufnehmen. Beim n\u00e4chsten Stich \u00fcbertragen sie die Parasiten auf ein weiteres Lebewesen.<\/p>\n<p>Neben Sandm\u00fccken k\u00f6nnen Leishmanien auch von Hund zu Hund \u00fcbertragen werden. Hier gibt es zwei m\u00f6gliche \u00dcbertragungswege:<\/p>\n<ul>\n<li>beim Deckakt zwischen einem infizierten und einem gesunden Tier<\/li>\n<li>von der Mutterh\u00fcndin auf die Welpen im Mutterleib<\/li>\n<\/ul>\n<p>Diese \u00dcbertragungswege kommen jedoch deutlich seltener vor.<\/p>\n<h2>Was passiert im K\u00f6rper bei einer Leishmaniose?<\/h2>\n<p>Wird ein gesunder Hund von einer infizierten Sandm\u00fccke gestochen, gelangen \u00fcber ihren Speichel Leishmanien in seinen K\u00f6rper. Der Organismus erkennt die Parasiten als Erreger. Dadurch werden Fresszellen, sogenannte Makrophagen, aktiviert. Sie nehmen die Leishmanien auf.<\/p>\n<p>Normalerweise zerst\u00f6ren die Fresszellen eingedrungene Erreger zuverl\u00e4ssig. Den Leishmanien gelingt es jedoch, sich in den Zellen einzunisten. Daf\u00fcr nehmen sie eine unbewegliche Form an.<\/p>\n<p>Wie sich die Erkrankung weiterentwickelt, h\u00e4ngt von der Immunantwort des Hundes ab:<\/p>\n<ul>\n<li><strong>Zellvermittelte Abwehr:<\/strong> Das Immunsystem stimuliert die Fresszellen. Dadurch kann es ihnen gelingen, die Leishmanien zu bek\u00e4mpfen. Die Infektion bleibt h\u00e4ufig lokal begrenzt oder verl\u00e4uft ohne erkennbare Symptome.<\/li>\n<li><strong>Humorale Abwehr:<\/strong> Das Immunsystem bildet Antik\u00f6rper. Diese k\u00f6nnen die innerhalb der Fresszellen lebenden Leishmanien jedoch nicht ausreichend bek\u00e4mpfen. Die Parasiten vermehren sich und k\u00f6nnen sich \u00fcber die Blut- und Lymphbahnen im K\u00f6rper ausbreiten.<\/li>\n<\/ul>\n<p>Breitet sich die Infektion aus, kann das f\u00fcr den Hund schwerwiegende gesundheitliche Folgen haben. Die Leishmanien befallen unter anderem das lymphatische System. Dadurch k\u00f6nnen sich Milz und Lymphknoten vergr\u00f6\u00dfern.<\/p>\n<p>Im weiteren Verlauf k\u00f6nnen auch Leber und Nieren gesch\u00e4digt werden. Durch Ablagerungen sogenannter Immunkomplexe k\u00f6nnen die Filtereinheiten der Nieren beeintr\u00e4chtigt werden. Daraus kann sich langfristig ein Nierenversagen entwickeln. Es z\u00e4hlt zu den h\u00e4ufigsten Todesursachen bei einer Leishmaniose.<\/p>\n<p>Die Parasiten k\u00f6nnen au\u00dferdem das Knochenmark befallen und dort die Blutbildung st\u00f6ren. Eine m\u00f6gliche Folge ist eine Blutarmut, die medizinisch als An\u00e4mie bezeichnet wird. Auch Haut, Schleimh\u00e4ute, Gelenke und Augen k\u00f6nnen betroffen sein.<\/p>\n<h2>Symptome von Leishmaniose beim Hund<\/h2>\n<p>Zwischen der Infektion und dem Ausbruch der Erkrankung liegen h\u00e4ufig mehrere Monate, manchmal sogar Jahre. Es kann daher lange dauern, bis sich erste Symptome zeigen.<\/p>\n<p>Die Krankheitsanzeichen sind zudem unspezifisch. Sie k\u00f6nnen auch auf andere Erkrankungen hindeuten.<\/p>\n<h3>Haut- und Fellver\u00e4nderungen bei Leishmaniose<\/h3>\n<ul>\n<li>Haarausfall im Gesicht, an den Beinen oder am Rumpf<\/li>\n<li>Entz\u00fcndungen und Haarausfall um die Augen, die als \u201eBrillenbildung\u201c bezeichnet werden<\/li>\n<li>Schuppen, Kn\u00f6tchen, Bl\u00e4schen oder verhornte Hautstellen<\/li>\n<li>schlecht heilende Wunden und Geschw\u00fcre, insbesondere an Druckstellen<\/li>\n<li>br\u00fcchige oder verformte Krallen<\/li>\n<li>Entz\u00fcndungen des Krallenbetts<\/li>\n<\/ul>\n<h3>Weitere Krankheitsanzeichen von Leishmaniose<\/h3>\n<ul>\n<li>Apathie, M\u00fcdigkeit und Schw\u00e4che<\/li>\n<li>Fieber<\/li>\n<li>Appetitlosigkeit<\/li>\n<li>Erbrechen<\/li>\n<li>Durchfall<\/li>\n<li>Gewichtsverlust<\/li>\n<li>vergr\u00f6\u00dferte Lymphknoten<\/li>\n<li>Nasenbluten<\/li>\n<li>Gelenkprobleme und Lahmheit<\/li>\n<\/ul>\n<p>Treten solche Symptome auf, sollte der Hund tier\u00e4rztlich untersucht werden. So l\u00e4sst sich herausfinden, ob Leishmaniose oder eine andere Erkrankung dahintersteckt.<\/p>\n<h2>Verbreitung von Leishmaniose<\/h2>\n<p>Leishmaniose ist weltweit verbreitet. Sie kommt in vielen Mittelmeerl\u00e4ndern Europas, in Teilen Afrikas und Asiens sowie in Mittel- und S\u00fcdamerika vor.<\/p>\n<p>Eine Ausnahme bilden Australien und Ozeanien. Erkrankungsf\u00e4lle lie\u00dfen sich dort bislang meist auf Infektionen im Ausland zur\u00fcckf\u00fchren. Zwar wurde in Australien eine einheimische Leishmanienart bei K\u00e4ngurus nachgewiesen, Krankheitsmeldungen sind jedoch selten. Australien gilt daher nicht als typisches Risikogebiet f\u00fcr die Leishmaniose bei Hunden.<\/p>\n<p>Anders sieht es im europ\u00e4ischen Mittelmeerraum aus. Hier k\u00f6nnen die Infektionsraten bei Hunden regional sehr hoch sein. In einigen Gebieten Andalusiens und Siziliens wurden bei Untersuchungen hohe Anteile infizierter Hunde festgestellt.<\/p>\n<p>Seit einigen Jahren breiten sich Sandm\u00fccken weiter in Richtung Norden aus. Ein m\u00f6glicher Grund daf\u00fcr sind steigende Temperaturen, durch die auch in gem\u00e4\u00dfigten Regionen geeignete Lebensbedingungen entstehen. Vereinzelt wurden bereits Leishmaniosef\u00e4lle beschrieben, die nicht eindeutig mit einem Auslandsaufenthalt in Verbindung gebracht werden konnten.<\/p>\n<h2>Welche Hunde sind besonders gef\u00e4hrdet?<\/h2>\n<p>Wer mit seinem Hund in ein Risikogebiet reist, sollte sich bewusst sein, dass dort eine reale Infektionsgefahr besteht. Insbesondere von Fr\u00fchling bis Herbst k\u00f6nnen Sandm\u00fccken aktiv sein.<\/p>\n<p>Mithilfe vorbeugender Ma\u00dfnahmen l\u00e4sst sich das Risiko einer Infektion reduzieren. Ein vollst\u00e4ndiger Schutz ist jedoch nicht m\u00f6glich. Daher sollte sorgf\u00e4ltig abgewogen werden, ob der Hund in ein Risikogebiet mitgenommen werden muss.<\/p>\n<p>Auch bei der Adoption eines Hundes aus dem Ausland spielt Leishmaniose eine wichtige Rolle. Viele Tiere aus Risikogebieten tragen den Erreger bereits in sich, ohne erkennbare Symptome zu zeigen.<\/p>\n<p>Selbst ein negatives Testergebnis vor der Ausreise bietet keine vollst\u00e4ndige Sicherheit. Bei einer frischen Infektion k\u00f6nnen Leishmanien m\u00f6glicherweise noch nicht nachgewiesen werden. Deshalb ist es sinnvoll, den Hund nach seiner Ankunft tier\u00e4rztlich untersuchen und den Test gegebenenfalls zu einem sp\u00e4teren Zeitpunkt wiederholen zu lassen.<\/p>\n<h2>Leishmaniose beim Hund diagnostizieren<\/h2>\n<p>Einen wichtigen Hinweis liefert die Vorgeschichte des Hundes. Stammt er aus einem Risikogebiet oder hat er sich dort aufgehalten, erh\u00f6ht das die Wahrscheinlichkeit einer Leishmaniose.<\/p>\n<p>F\u00fcr die weitere Diagnostik wird dem Hund Blut entnommen und im Labor untersucht. Bei Leishmaniose zeigen sich h\u00e4ufig Ver\u00e4nderungen der roten und wei\u00dfen Blutk\u00f6rperchen sowie bestimmter Organwerte. Diese Ver\u00e4nderungen k\u00f6nnen als Hinweis dienen, reichen allein aber nicht f\u00fcr eine sichere Diagnose aus.<\/p>\n<p>Um eine Infektion mit Leishmanien nachzuweisen, stehen unter anderem folgende Verfahren zur Verf\u00fcgung:<\/p>\n<h3>Antik\u00f6rpertest<\/h3>\n<p>Bei einem Antik\u00f6rpertest wird eine Blutprobe auf Antik\u00f6rper untersucht, die das Immunsystem des Hundes als Reaktion auf die Leishmanien gebildet hat. Die Erreger werden somit indirekt nachgewiesen.<\/p>\n<h3>PCR-Test<\/h3>\n<p>Ein direkter Nachweis von Leishmanien ist mithilfe eines PCR-Tests m\u00f6glich. Dabei wird nach der Erbsubstanz der Parasiten gesucht. Als Probenmaterial k\u00f6nnen je nach Fall beispielsweise Blut, Lymphknotengewebe, Knochenmark oder Hautgewebe verwendet werden.<\/p>\n<p>Antik\u00f6rper- und PCR-Tests k\u00f6nnen falsch-negative Ergebnisse liefern. Hat sich ein Hund erst vor Kurzem infiziert, wurden m\u00f6glicherweise noch keine nachweisbaren Antik\u00f6rper gebildet. Auch die Erreger sind nicht in jeder Probe zuverl\u00e4ssig nachweisbar.<\/p>\n<p>In solchen F\u00e4llen kann es sinnvoll sein, die Untersuchung zu einem sp\u00e4teren Zeitpunkt zu wiederholen oder verschiedene Testverfahren miteinander zu kombinieren.<\/p>\n<h2>Leishmaniose beim Hund behandeln<\/h2>\n<p>Eine Leishmaniose l\u00e4sst sich in der Regel nicht vollst\u00e4ndig heilen. Nach einer Infektion k\u00f6nnen Erreger im K\u00f6rper verbleiben. Ziel der Behandlung ist es, die Zahl der Parasiten zu reduzieren, Symptome zu lindern und das Fortschreiten der Erkrankung zu bremsen.<\/p>\n<p>Viele betroffene Hunde k\u00f6nnen mit einer konsequenten Behandlung und regelm\u00e4\u00dfigen Kontrollen noch \u00fcber Jahre eine gute Lebensqualit\u00e4t haben.<\/p>\n<h3>Medikamente gegen Leishmaniose<\/h3>\n<p>Bei der Therapie k\u00f6nnen unterschiedliche Wirkstoffgruppen eingesetzt werden:<\/p>\n<ul>\n<li><strong>Leishmanistatische Mittel:<\/strong> Sie hemmen die Vermehrung der Erreger, beseitigen sie jedoch nicht vollst\u00e4ndig.<\/li>\n<li><strong>Leishmanizide Mittel:<\/strong> Sie t\u00f6ten einen Teil der Parasiten ab und reduzieren ihre Anzahl im K\u00f6rper.<\/li>\n<\/ul>\n<p>Welches Medikament oder welche Kombination eingesetzt wird, h\u00e4ngt unter anderem vom Krankheitsstadium, den betroffenen Organen und dem allgemeinen Gesundheitszustand des Hundes ab.<\/p>\n<p>Auch die Art der Verabreichung ist unterschiedlich. Einige Pr\u00e4parate werden als Tabletten gegeben, andere gespritzt. Die Behandlung muss immer durch einen Tierarzt oder eine Tier\u00e4rztin geplant und begleitet werden.<\/p>\n<h3>Prognose bei Leishmaniose<\/h3>\n<p>Die Behandlung einer Leishmaniose ist h\u00e4ufig langwierig. Eine erkennbare Besserung kann erst nach mehreren Wochen oder Monaten eintreten.<\/p>\n<p>Spricht ein Hund gut auf die Therapie an und ist beschwerdefrei, kann die Behandlung nach tier\u00e4rztlicher Einsch\u00e4tzung teilweise angepasst oder vor\u00fcbergehend reduziert werden. Da die Erreger nicht vollst\u00e4ndig aus dem K\u00f6rper verschwinden, bleiben regelm\u00e4\u00dfige Kontrolluntersuchungen notwendig.<\/p>\n<p>So k\u00f6nnen erneute Krankheitssch\u00fcbe sowie Ver\u00e4nderungen der Nieren-, Leber- oder Blutwerte fr\u00fchzeitig erkannt werden.<\/p>\n<p>Ohne Behandlung kann eine klinisch ausgepr\u00e4gte Leishmaniose t\u00f6dlich verlaufen. H\u00e4ufig sind schwere Nierensch\u00e4den oder anderes Organversagen die Ursache. Wie gut die Prognose ist, h\u00e4ngt entscheidend davon ab, wie fr\u00fch die Erkrankung erkannt wird und ob bereits Organsch\u00e4den bestehen.<\/p>\n<h2>Leishmaniose beim Hund vorbeugen<\/h2>\n<p>Der wirksamste Schutz besteht darin, den Hund nicht in ein Risikogebiet mitzunehmen. Steht trotzdem ein Aufenthalt im S\u00fcden an oder lebt der Hund in einem betroffenen Gebiet, empfiehlt sich eine Kombination verschiedener Schutzma\u00dfnahmen.<\/p>\n<h3>Sandm\u00fccken vom Hund fernhalten<\/h3>\n<p>Sandm\u00fccken sind vor allem w\u00e4hrend der D\u00e4mmerung und in der Nacht aktiv. Es ist daher ratsam, den Hund in dieser Zeit m\u00f6glichst im Haus zu halten.<\/p>\n<p>Fenster und T\u00fcren k\u00f6nnen mit engmaschigen Insektenschutznetzen gesichert werden. Gew\u00f6hnliche Moskitonetze sind nicht immer ausreichend, da Sandm\u00fccken deutlich kleiner als viele andere Stechm\u00fccken sind.<\/p>\n<p>Zus\u00e4tzlich stehen spezielle Abwehrmittel gegen Sandm\u00fccken zur Verf\u00fcgung, beispielsweise Spot-on-Pr\u00e4parate oder Halsb\u00e4nder mit repellierender Wirkung. Der Tierarzt oder die Tier\u00e4rztin kann ein f\u00fcr den Hund und das Reiseziel geeignetes Pr\u00e4parat empfehlen.<\/p>\n<h3>Impfung gegen Leishmaniose<\/h3>\n<p>F\u00fcr Hunde stehen Impfstoffe gegen Leishmaniose zur Verf\u00fcgung. Die Impfung verhindert eine Infektion nicht vollst\u00e4ndig. Ein konsequenter Schutz vor Sandm\u00fccken bleibt deshalb weiterhin erforderlich.<\/p>\n<p>Die Impfung kann jedoch dazu beitragen, das Risiko einer klinischen Erkrankung und eines schweren Verlaufs zu reduzieren. Ob sie f\u00fcr einen Hund sinnvoll ist, sollte individuell mit dem Tierarzt oder der Tier\u00e4rztin besprochen werden.<\/p>\n<p>Je nach verwendetem Impfstoff unterscheiden sich das Mindestalter, das Schema der Grundimmunisierung und der Zeitraum bis zum Aufbau des Impfschutzes. Die Impfplanung sollte deshalb rechtzeitig vor der Reise erfolgen. F\u00fcr einen anhaltenden Schutz sind regelm\u00e4\u00dfige Auffrischungen erforderlich.<\/p>\n<h3>Infizierte Hunde weiterhin sch\u00fctzen<\/h3>\n<p>Auch Hunde, die bereits mit Leishmanien infiziert sind, m\u00fcssen vor weiteren Sandm\u00fcckenstichen gesch\u00fctzt werden. Dadurch l\u00e4sst sich das Risiko reduzieren, dass eine Sandm\u00fccke die Parasiten aufnimmt und anschlie\u00dfend auf andere Tiere oder Menschen \u00fcbertr\u00e4gt.<\/p>\n<p>Ein konsequenter M\u00fcckenschutz tr\u00e4gt somit nicht nur zum Schutz des erkrankten Hundes, sondern auch zur Unterbrechung der Infektionskette bei.<\/p>\n<h2>Fazit<\/h2>\n<p>Leishmaniose ist eine durch Parasiten verursachte Erkrankung, die vor allem in s\u00fcdlichen L\u00e4ndern verbreitet ist. Wer mit seinem Hund in den Urlaub f\u00e4hrt oder einen Hund aus dem Ausland adoptiert, sollte sich daher fr\u00fchzeitig mit dem Thema besch\u00e4ftigen.<\/p>\n<p>Die Erkrankung kann schwerwiegend verlaufen und l\u00e4sst sich meist nicht vollst\u00e4ndig heilen. Mit einer passenden Therapie und regelm\u00e4\u00dfigen Kontrollen k\u00f6nnen viele betroffene Hunde dennoch \u00fcber lange Zeit eine gute Lebensqualit\u00e4t haben.<\/p>\n<p>Am besten ist es, eine Infektion m\u00f6glichst zu verhindern. Ein konsequenter Schutz vor Sandm\u00fccken und gegebenenfalls eine Impfung k\u00f6nnen das Erkrankungsrisiko reduzieren.<\/p>\n\n<div class=\"related_articles boxed\">\n    <h2>Mehr zum Thema<\/h2>\n    \n    <div class=\"wrapper\"><div class=\"title align-center\"><h3><a href=\"https:\/\/uelzener.de\/magazin\/hund\/haeufige-fragen\/durchfall-beim-hund-verdauung\/\">Durchfall beim Hund: Ein umfassender Leitfaden zur Verdauung<\/a><\/h3><\/div><div class=\"img align-center\"><img decoding=\"async\" width=\"315\" height=\"180\" src=\"https:\/\/uelzener.de\/magazin\/app\/uploads\/2023\/08\/hund-verdauung-315x180.jpg\" class=\"attachment-315x180 size-315x180 wp-post-image\" alt=\"Beiger Hund verrichtet sein Gesch\u00e4ft im Garten hinter einem Baum.\" \/><\/div><\/div><div class=\"wrapper\"><div class=\"title align-center\"><h3><a href=\"https:\/\/uelzener.de\/magazin\/hund\/tiergesundheit\/hundekrankheiten-unfaelle\/\">Hundekrankheiten und Unf\u00e4lle, die du unbedingt kennen musst<\/a><\/h3><\/div><div class=\"img align-center\"><img decoding=\"async\" width=\"315\" height=\"180\" src=\"https:\/\/uelzener.de\/magazin\/app\/uploads\/2023\/01\/haeufige-hundekrankheiten-unfaelle-315x180.jpg\" class=\"attachment-315x180 size-315x180 wp-post-image\" alt=\"Kranker Hund wird gestreichelt.\" \/><\/div><\/div><div class=\"wrapper\"><div class=\"title align-center\"><h3><a href=\"https:\/\/uelzener.de\/magazin\/hund\/tiergesundheit\/impfungen-hund\/\">Impfungen beim Hund: Wann sind welche Impfungen sinnvoll?<\/a><\/h3><\/div><div class=\"img align-center\"><img decoding=\"async\" width=\"315\" height=\"180\" src=\"https:\/\/uelzener.de\/magazin\/app\/uploads\/2023\/05\/hund-impfungen-315x180.jpg\" class=\"attachment-315x180 size-315x180 wp-post-image\" alt=\"Hund bekommt eine Impfung per Spritze.\" \/><\/div><\/div><\/div>\n\n<h2>FAQ: H\u00e4ufig gestellte Fragen zur Leishmaniose beim Hund<\/h2>\n<h3>Ist Leishmaniose auf den Menschen \u00fcbertragbar?<\/h3>\n<p>Auch Menschen k\u00f6nnen an Leishmaniose erkranken. Eine direkte Ansteckung durch den Kontakt mit einem infizierten Hund ist jedoch \u00e4u\u00dferst unwahrscheinlich. Der wichtigste \u00dcbertragungsweg ist der Stich einer infizierten Sandm\u00fccke.<\/p>\n<h3>Ist Leishmaniose eine meldepflichtige Krankheit?<\/h3>\n<p>Die rechtlichen Meldepflichten k\u00f6nnen sich \u00e4ndern und unterscheiden sich zwischen Erkrankungen bei Menschen und Tieren. Bei Fragen zum aktuellen Stand sollten die zust\u00e4ndigen Beh\u00f6rden oder die Tierarztpraxis konsultiert werden.<\/p>\n<p>Sofern eine tierseuchenrechtliche Meldepflicht besteht, richtet sie sich in der Regel an Tierarztpraxen, Untersuchungseinrichtungen und Labore. Hundehalter und Hundehalterinnen m\u00fcssen eine Erkrankung normalerweise nicht selbst melden.<\/p>\n<h3>K\u00f6nnen auch Katzen an Leishmaniose erkranken?<\/h3>\n<p>Ja. Katzen k\u00f6nnen ebenfalls an Leishmaniose erkranken, allerdings deutlich seltener als Hunde. Bei ihnen zeigen sich h\u00e4ufig Hautver\u00e4nderungen, Augenprobleme oder allgemeine Krankheitsanzeichen. Betroffen sind oft Tiere mit einem geschw\u00e4chten Immunsystem oder anderen Vorerkrankungen.<\/p>\n<h3>Worauf sollte ich bei der Adoption eines Auslandshundes achten?<\/h3>\n<p>Frage nach den Untersuchungsergebnissen aus dem Herkunftsland und lass sie von einem Tierarzt oder einer Tier\u00e4rztin einordnen. Wichtig ist au\u00dferdem, den Hund nach seiner Ankunft unabh\u00e4ngig vom Vortest untersuchen zu lassen.<\/p>\n<p>Ein negativer Test vor der Ausreise schlie\u00dft eine bestehende Infektion nicht sicher aus. Je nach Zeitpunkt der m\u00f6glichen Ansteckung kann eine sp\u00e4tere Wiederholungsuntersuchung sinnvoll sein.<\/p>\n<h3>Was ist zu tun, wenn ein Hund positiv getestet wird, aber keine Symptome zeigt?<\/h3>\n<p>Ein positives Testergebnis bedeutet nicht automatisch, dass der Hund bereits klinisch erkrankt ist. Es sollte jedoch tier\u00e4rztlich eingeordnet und durch weitere Untersuchungen erg\u00e4nzt werden.<\/p>\n<p>Je nach Befund k\u00f6nnen regelm\u00e4\u00dfige Kontrollen von Blut, Urin und Organwerten ausreichen. Ob eine Behandlung erforderlich ist, h\u00e4ngt vom Testergebnis, dem Antik\u00f6rperspiegel, m\u00f6glichen Organver\u00e4nderungen und dem allgemeinen Gesundheitszustand des Hundes ab.<\/p>\n<h3>Welche vorbeugenden Ma\u00dfnahmen sch\u00fctzen meinen Hund vor Leishmaniose?<\/h3>\n<p>Zur Vorbeugung empfiehlt sich vor allem ein konsequenter Schutz vor Sandm\u00fccken. Daf\u00fcr stehen beispielsweise repellierende Spot-on-Pr\u00e4parate und spezielle Halsb\u00e4nder zur Verf\u00fcgung. Zus\u00e4tzlich sollte der Hund w\u00e4hrend der Hauptaktivit\u00e4tszeit der Sandm\u00fccken m\u00f6glichst im Haus bleiben.<\/p>\n<p>Je nach Reiseziel und individuellem Risiko kann auch eine Impfung sinnvoll sein. Die Uelzener Hundekrankenversicherung kann in Verbindung mit einem entsprechenden Vorsorgebaustein Kosten f\u00fcr bestimmte prophylaktische Ma\u00dfnahmen \u00fcbernehmen. Ma\u00dfgeblich sind die jeweiligen Versicherungsbedingungen.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Leishmaniose ist eine Erkrankung, die durch Parasiten hervorgerufen wird. Sie kann bei Menschen und Tieren auftreten, wobei Hunde unter den Haustieren am h\u00e4ufigsten betroffen sind. \u00dcbertragen wird Leishmaniose haupts\u00e4chlich durch Stiche von Sandm\u00fccken. Sie ist vorrangig in warmen Regionen und auf fast allen Kontinenten verbreitet. 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