{"id":19938,"date":"2026-07-01T12:44:08","date_gmt":"2026-07-01T10:44:08","guid":{"rendered":"https:\/\/uelzener.de\/magazin\/?page_id=19938"},"modified":"2026-07-14T13:15:05","modified_gmt":"2026-07-14T11:15:05","slug":"herzwurm-beim-hund","status":"publish","type":"page","link":"https:\/\/uelzener.de\/magazin\/hund\/tiergesundheit\/herzwurm-beim-hund\/","title":{"rendered":"Herzwurm beim Hund: Warum Vorsorge so wichtig ist"},"content":{"rendered":"<p>Du m\u00f6chtest mit deinem Hund in den S\u00fcden reisen? Oder einen Vierbeiner aus dem Ausland adoptieren? Dann solltest du dich mit dem Thema Mittelmeerkrankheiten besch\u00e4ftigen. Damit sind verschiedene Erkrankungen gemeint, die vor allem in Mittelmeerl\u00e4ndern verbreitet sind und h\u00e4ufig durch Parasiten oder andere Krankheitserreger \u00fcbertragen werden.<\/p>\n<p>Eine der bekanntesten Mittelmeerkrankheiten bei Hunden ist die Dirofilariose. Sie wird durch den Herzwurm hervorgerufen. Der Herzwurm gilt als besonders t\u00fcckisch. Er kann \u00fcber Monate hinweg unbemerkt bleiben und w\u00e4hrenddessen erhebliche Sch\u00e4den im K\u00f6rper des Hundes verursachen.<\/p>\n<p>In unserem Artikel erkl\u00e4ren wir dir alles, was du \u00fcber die Herzwurmerkrankung wissen musst.<\/p>\n<h2>Was ist ein Herzwurm?<\/h2>\n<p>Der Herzwurm tr\u00e4gt den biologischen Namen <em>Dirofilaria immitis<\/em>. Er ist ein Vertreter der Fadenw\u00fcrmer und geh\u00f6rt zur Familie der Filarien. Ausgewachsene Herzw\u00fcrmer sind etwa einen Millimeter dick und k\u00f6nnen bis zu 30 Zentimeter lang werden. Weibliche Exemplare sind meist gr\u00f6\u00dfer als m\u00e4nnliche.<\/p>\n<p>Der Name \u201eHerzwurm\u201c kann etwas irref\u00fchrend sein. Ausgewachsene W\u00fcrmer leben \u00fcberwiegend in den Lungenarterien. Dabei handelt es sich um die Blutgef\u00e4\u00dfe, die das Blut vom Herzen zur Lunge transportieren. Bei einem st\u00e4rkeren Befall k\u00f6nnen die Parasiten auch die rechte Herzh\u00e4lfte und die gro\u00dfe Hohlvene erreichen.<\/p>\n<p>Herzw\u00fcrmer siedeln sich in den gro\u00dfen Blutgef\u00e4\u00dfen der Lunge an. Dadurch kann der Blutfluss beeintr\u00e4chtigt werden. Gleichzeitig kann der Befall Entz\u00fcndungen und Ver\u00e4nderungen an den Gef\u00e4\u00dfw\u00e4nden hervorrufen. Das Herz muss dann mehr Kraft aufbringen, um das Blut durch die Lunge und weiter zu anderen Organen zu pumpen.<\/p>\n<p>Im Verlauf kann sich die rechte Herzkammer vergr\u00f6\u00dfern und ihre Pumpfunktion nachlassen. Daraus kann sich eine Rechtsherzinsuffizienz entwickeln.<\/p>\n<p>Bei einem sehr starken Befall k\u00f6nnen Herzw\u00fcrmer bis in die gro\u00dfe Hohlvene gelangen. Dadurch kann der Blutfluss zum Herzen erheblich beeintr\u00e4chtigt werden. Dieser als Caval-Syndrom bezeichnete Zustand ist ein tiermedizinischer Notfall und f\u00fcr betroffene Hunde lebensgef\u00e4hrlich.<\/p>\n<h2>Wie stecken sich Hunde mit Herzw\u00fcrmern an?<\/h2>\n<p>Der Herzwurm wird durch Stechm\u00fccken \u00fcbertragen. Eine direkte \u00dcbertragung von Hund zu Hund ist nicht m\u00f6glich.<\/p>\n<p>Der \u00dcbertragungsweg verl\u00e4uft folgenderma\u00dfen:<\/p>\n<ol>\n<li>Ein bereits infizierter Hund tr\u00e4gt sogenannte Mikrofilarien im Blut. Dabei handelt es sich um fr\u00fche Entwicklungsstadien des Herzwurms.<\/li>\n<li>Sticht eine M\u00fccke den infizierten Hund, nimmt sie die Mikrofilarien mit dem Blut auf.<\/li>\n<li>In der M\u00fccke entwickeln sich die Larven bei geeigneten Temperaturen zu einem infekti\u00f6sen Stadium weiter.<\/li>\n<li>Sticht die M\u00fccke anschlie\u00dfend einen anderen Hund, gelangen die infekti\u00f6sen Larven \u00fcber die Einstichstelle in dessen K\u00f6rper.<\/li>\n<li>Im Unterhaut- und Muskelgewebe entwickeln sich die Larven \u00fcber mehrere Stadien weiter.<\/li>\n<li>Anschlie\u00dfend wandern sie in die Blutgef\u00e4\u00dfe der Lunge und entwickeln sich dort zu ausgewachsenen Herzw\u00fcrmern.<\/li>\n<li>Nach der Paarung setzen die weiblichen W\u00fcrmer Mikrofilarien frei, die im Blut des Hundes zirkulieren.<\/li>\n<\/ol>\n<p>Wird der infizierte Hund nun erneut von einer Stechm\u00fccke gestochen, kann der \u00dcbertragungszyklus von vorne beginnen.<\/p>\n<p>Von der Infektion bis zum Nachweis ausgewachsener W\u00fcrmer vergehen in der Regel mehrere Monate. Wie hoch das Infektionsrisiko ist, h\u00e4ngt unter anderem von der Zahl infizierter Tiere, dem Vorkommen geeigneter Stechm\u00fccken und den klimatischen Bedingungen ab.<\/p>\n<h2>Wo sind Herzw\u00fcrmer verbreitet?<\/h2>\n<p>Der Herzwurm ist vor allem in warmen und feuchten Klimazonen verbreitet. Dazu z\u00e4hlen tropische und subtropische Regionen in Amerika, Asien, Afrika und Australien.<\/p>\n<p>In Europa gilt der Mittelmeerraum als wichtiges Verbreitungsgebiet. Betroffen sind unter anderem Regionen in:<\/p>\n<ul>\n<li>Spanien<\/li>\n<li>Portugal<\/li>\n<li>S\u00fcdfrankreich<\/li>\n<li>Italien<\/li>\n<li>Griechenland<\/li>\n<li>den Kanarischen Inseln<\/li>\n<li>Teilen S\u00fcdost- und Osteuropas<\/li>\n<\/ul>\n<p>Auch in L\u00e4ndern wie Rum\u00e4nien, Ungarn, Serbien und der Slowakei kommt der Parasit vor.<\/p>\n<p>Deutschland z\u00e4hlt bislang nicht zu den klassischen Endemiegebieten. Die meisten hier diagnostizierten Infektionen stehen mit Auslandsaufenthalten oder mit Hunden in Verbindung, die aus betroffenen L\u00e4ndern importiert oder adoptiert wurden.<\/p>\n<p>Die geografische Verbreitung kann sich jedoch ver\u00e4ndern. Steigende Temperaturen, l\u00e4ngere Aktivit\u00e4tszeiten von Stechm\u00fccken, die Ausbreitung geeigneter M\u00fcckenarten und die Einreise infizierter Hunde k\u00f6nnen dazu beitragen, dass sich der Parasit weiter nach Norden ausbreitet. Deshalb l\u00e4sst sich eine lokale \u00dcbertragung auch in bislang wenig betroffenen Regionen nicht grunds\u00e4tzlich ausschlie\u00dfen.<\/p>\n<h2>Symptome einer Herzwurmerkrankung<\/h2>\n<p>Ob und wie stark sich Symptome zeigen, h\u00e4ngt unter anderem von der Anzahl der W\u00fcrmer, der Dauer der Infektion, der Gr\u00f6\u00dfe des Hundes und seiner k\u00f6rperlichen Belastung ab. Bei einem geringen Befall bleiben Hunde h\u00e4ufig \u00fcber Monate hinweg unauff\u00e4llig. W\u00e4hrenddessen k\u00f6nnen bereits Sch\u00e4den an den Lungengef\u00e4\u00dfen und am Herzen entstehen.<\/p>\n<p>Typische Anzeichen einer Herzwurmerkrankung sind:<\/p>\n<ul>\n<li>trockener, anhaltender Husten<\/li>\n<li>erschwerte oder beschleunigte Atmung<\/li>\n<li>schnelle Ersch\u00f6pfung bei Bewegung<\/li>\n<li>nachlassende Leistungsf\u00e4higkeit<\/li>\n<li>Abgeschlagenheit und Schw\u00e4che<\/li>\n<li>Appetitlosigkeit und Gewichtsverlust<\/li>\n<li>blasse Schleimh\u00e4ute<\/li>\n<li>Ohnmachtsanf\u00e4lle oder Kreislaufprobleme<\/li>\n<li>Wassereinlagerungen im Bauchraum oder an den Beinen<\/li>\n<\/ul>\n<p>Wassereinlagerungen k\u00f6nnen auf eine fortgeschrittene Belastung des Herz-Kreislauf-Systems und eine Rechtsherzinsuffizienz hinweisen.<\/p>\n<p>Bei einem sehr starken Befall kann es zum Caval-Syndrom kommen. M\u00f6gliche Anzeichen sind starke Schw\u00e4che, Atemnot, blasse Schleimh\u00e4ute, dunkel verf\u00e4rbter Urin und ein pl\u00f6tzlicher Kreislaufzusammenbruch. In diesem Fall muss der Hund sofort tiermedizinisch behandelt werden.<\/p>\n<h2>So wird ein Herzwurm beim Hund diagnostiziert<\/h2>\n<p>Bei Verdacht auf eine Herzwurmerkrankung wird der Tierarzt oder die Tier\u00e4rztin zun\u00e4chst eine ausf\u00fchrliche Anamnese erstellen. Ein wichtiger Hinweis liegt vor, wenn der Hund aus einem Risikogebiet stammt oder sich dort aufgehalten hat.<\/p>\n<p>Der Anamnese schlie\u00dft sich eine allgemeine k\u00f6rperliche Untersuchung an. Dabei werden insbesondere Herz und Lunge abgeh\u00f6rt. F\u00fcr eine zuverl\u00e4ssige Diagnose werden meist mehrere Untersuchungsverfahren miteinander kombiniert.<\/p>\n<h3>Antigentest<\/h3>\n<p>Ein Antigentest weist bestimmte Bestandteile geschlechtsreifer weiblicher Herzw\u00fcrmer im Blut nach. Da diese Antigene erst von ausgewachsenen W\u00fcrmern gebildet werden, kann der Test in den ersten Monaten nach einer Infektion noch negativ ausfallen.<\/p>\n<p>Auch bei einem Befall ausschlie\u00dflich mit m\u00e4nnlichen W\u00fcrmern oder bei einer sehr geringen Anzahl weiblicher W\u00fcrmer kann das Ergebnis negativ sein. Ein negativer Test schlie\u00dft eine Infektion daher nicht in jeder Situation sicher aus.<\/p>\n<h3>Mikrofilarientest<\/h3>\n<p>Mit einem Mikrofilarientest wird untersucht, ob sich fr\u00fche Entwicklungsstadien des Herzwurms im Blut befinden. Daf\u00fcr k\u00f6nnen verschiedene mikroskopische Verfahren eingesetzt werden.<\/p>\n<p>Auch hier bedeutet ein negatives Ergebnis nicht zwangsl\u00e4ufig, dass keine Infektion vorliegt. Manche infizierten Hunde tragen keine nachweisbaren Mikrofilarien im Blut. Zudem k\u00f6nnen Mikrofilarien anderer Filarienarten \u00e4hnlich aussehen.<\/p>\n<h3>PCR-Verfahren<\/h3>\n<p>Mithilfe eines PCR-Verfahrens kann Erbmaterial des Parasiten nachgewiesen werden. Das Verfahren kann dabei helfen, die genaue Filarienart zu bestimmen.<\/p>\n<p>Das ist wichtig, weil in Europa neben <em>Dirofilaria immitis<\/em> weitere Filarienarten vorkommen. Dazu geh\u00f6rt beispielsweise der Hautwurm <em>Dirofilaria repens<\/em>. Die gesundheitlichen Folgen und die erforderliche Behandlung unterscheiden sich je nach Art.<\/p>\n<h3>R\u00f6ntgen, Ultraschall und weitere Diagnostik<\/h3>\n<p>Wurde eine Infektion nachgewiesen oder besteht ein starker Verdacht, kommen h\u00e4ufig weitere Untersuchungen zum Einsatz:<\/p>\n<ul>\n<li><strong>R\u00f6ntgenuntersuchung:<\/strong> Sie kann Ver\u00e4nderungen an den Lungengef\u00e4\u00dfen, am Lungengewebe und am Herzen sichtbar machen.<\/li>\n<li><strong>Herzultraschall:<\/strong> Er erm\u00f6glicht eine Beurteilung der Herzfunktion. Bei einem st\u00e4rkeren Befall k\u00f6nnen teilweise auch W\u00fcrmer in den Gef\u00e4\u00dfen oder Herzkammern sichtbar sein.<\/li>\n<li><strong>Blutuntersuchung:<\/strong> Sie liefert Hinweise auf Entz\u00fcndungen, Blutarmut sowie m\u00f6gliche Ver\u00e4nderungen der Leber- und Nierenwerte.<\/li>\n<li><strong>Urinuntersuchung:<\/strong> Sie kann zeigen, ob die Nieren bereits beeintr\u00e4chtigt sind oder Eiwei\u00df \u00fcber den Urin verloren geht.<\/li>\n<\/ul>\n<p>Die Untersuchungen helfen dabei, den Schweregrad der Erkrankung einzusch\u00e4tzen und die Behandlung individuell zu planen.<\/p>\n<h2>Herzwurmerkrankung beim Hund behandeln<\/h2>\n<p>Die Therapie einer Herzwurmerkrankung ist aufwendig und muss auf den Gesundheitszustand des Hundes abgestimmt werden. Sie erfolgt nach einem festgelegten Stufenschema.<\/p>\n<p>Zu den m\u00f6glichen Bestandteilen der Behandlung geh\u00f6ren:<\/p>\n<ul>\n<li>ein Antibiotikum mit dem Wirkstoff Doxycyclin<\/li>\n<li>ein Wirkstoff aus der Gruppe der makrozyklischen Laktone<\/li>\n<li>ein Medikament zur Abt\u00f6tung ausgewachsener Herzw\u00fcrmer<\/li>\n<li>begleitende Medikamente gegen Entz\u00fcndungen oder weitere Beschwerden<\/li>\n<li>eine strikte Einschr\u00e4nkung der k\u00f6rperlichen Aktivit\u00e4t<\/li>\n<\/ul>\n<p>Doxycyclin richtet sich gegen Bakterien der Gattung <em>Wolbachia<\/em>, die in enger Beziehung zu den Herzw\u00fcrmern leben und f\u00fcr deren Entwicklung und Fortpflanzung eine wichtige Rolle spielen.<\/p>\n<p>Zur Behandlung ausgewachsener Herzw\u00fcrmer wird h\u00e4ufig der Wirkstoff Melarsomin eingesetzt. Das genaue Behandlungsschema legt der Tierarzt oder die Tier\u00e4rztin anhand der aktuellen Leitlinien und des individuellen Befunds fest.<\/p>\n<p>Eine Therapie ist f\u00fcr den Hund nicht ohne Risiko. Wenn ausgewachsene W\u00fcrmer absterben, werden ihre \u00dcberreste mit dem Blutstrom in kleinere Lungengef\u00e4\u00dfe transportiert. Dort k\u00f6nnen sie Gef\u00e4\u00dfe verstopfen und schwere Entz\u00fcndungsreaktionen oder eine Lungenembolie ausl\u00f6sen.<\/p>\n<p>Deshalb ist eine strikte Bewegungseinschr\u00e4nkung vor, w\u00e4hrend und nach der Behandlung besonders wichtig. Der Hund darf sich nur so viel bewegen, wie es tier\u00e4rztlich erlaubt wurde. Jede starke k\u00f6rperliche Belastung erh\u00f6ht den Blutfluss durch die Lunge und damit das Risiko schwerer Komplikationen.<\/p>\n<p>Bei einem Caval-Syndrom kann eine operative Entfernung der W\u00fcrmer aus dem Herzen oder der Hohlvene erforderlich sein.<\/p>\n<p>Die Prognose h\u00e4ngt stark davon ab, wie fr\u00fch die Erkrankung erkannt und behandelt wird. Je l\u00e4nger Herzw\u00fcrmer unentdeckt bleiben, desto gr\u00f6\u00dfer ist das Risiko f\u00fcr bleibende Sch\u00e4den an den Lungengef\u00e4\u00dfen und am Herzen.<\/p>\n<p>Eine Hundekrankenversicherung kann im Ernstfall vor hohen Tierarztkosten sch\u00fctzen. So kann der Vierbeiner entsprechend dem medizinischen Bedarf untersucht und behandelt werden.<\/p>\n<h2>Herzwurm beim Hund vorbeugen: Geht das?<\/h2>\n<p>Wer mit seinem Hund in ein Risikogebiet reist, sollte die Vorbeugung fr\u00fchzeitig mit dem Tierarzt oder der Tier\u00e4rztin besprechen. Die passende Strategie richtet sich unter anderem nach Reiseziel, Reisezeit, Aufenthaltsdauer und den verwendeten Pr\u00e4paraten.<\/p>\n<p>Folgende Ma\u00dfnahmen k\u00f6nnen das Infektionsrisiko reduzieren:<\/p>\n<h3>M\u00fcckenschutz<\/h3>\n<p>Repellierende Pr\u00e4parate k\u00f6nnen dazu beitragen, Stiche durch bestimmte Stechm\u00fccken zu verhindern. Je nach Produkt stehen beispielsweise Spot-on-Pr\u00e4parate oder Halsb\u00e4nder zur Verf\u00fcgung.<\/p>\n<p>Nicht jedes Mittel gegen Zecken oder Fl\u00f6he sch\u00fctzt automatisch auch vor Stechm\u00fccken. Es sollte daher gezielt ein f\u00fcr Hunde zugelassenes Pr\u00e4parat verwendet werden, das f\u00fcr das jeweilige Reiseziel geeignet ist.<\/p>\n<h3>Physischer Schutz vor M\u00fccken<\/h3>\n<p>Zus\u00e4tzlich k\u00f6nnen folgende Ma\u00dfnahmen helfen:<\/p>\n<ul>\n<li>den Hund w\u00e4hrend besonders hoher M\u00fcckenaktivit\u00e4t m\u00f6glichst im Haus halten<\/li>\n<li>Fenster und T\u00fcren mit Insektenschutzgittern sichern<\/li>\n<li>Moskitonetze am Schlafplatz verwenden<\/li>\n<li>stehende Gew\u00e4sser in unmittelbarer N\u00e4he meiden<\/li>\n<\/ul>\n<p>Stechm\u00fccken k\u00f6nnen je nach Art zu unterschiedlichen Tageszeiten aktiv sein. Ein Schutz ausschlie\u00dflich w\u00e4hrend der D\u00e4mmerung reicht deshalb nicht immer aus.<\/p>\n<h3>Vorbeugende Medikamente<\/h3>\n<p>Zur Vorbeugung stehen verschreibungspflichtige Medikamente aus der Gruppe der makrozyklischen Laktone zur Verf\u00fcgung. Sie t\u00f6ten fr\u00fche Larvenstadien ab, bevor diese sich zu ausgewachsenen W\u00fcrmern entwickeln k\u00f6nnen.<\/p>\n<p>Je nach Pr\u00e4parat werden sie in regelm\u00e4\u00dfigen Abst\u00e4nden w\u00e4hrend des m\u00f6glichen \u00dcbertragungszeitraums und nach der R\u00fcckkehr verabreicht. Der genaue Beginn und die Dauer der Anwendung m\u00fcssen tier\u00e4rztlich festgelegt werden. Eine gew\u00f6hnliche Entwurmung sch\u00fctzt nicht automatisch vor Herzw\u00fcrmern.<\/p>\n<p>Besonders wirksam ist eine Kombination aus M\u00fcckenschutz und vorbeugender Behandlung gegen die \u00fcbertragenen Larvenstadien.<\/p>\n<p>Wer einen Hund aus einem Risikogebiet adoptiert, sollte sich vergewissern, dass das Tier fachgerecht auf Herzw\u00fcrmer untersucht wurde. Da eine frische Infektion in den ersten Monaten m\u00f6glicherweise noch nicht nachweisbar ist, kann eine sp\u00e4tere Kontrolluntersuchung notwendig sein.<\/p>\n\n<div class=\"related_articles boxed\">\n    <h2>Mehr zum Thema<\/h2>\n    \n    <div class=\"wrapper\"><div class=\"title align-center\"><h3><a href=\"https:\/\/uelzener.de\/magazin\/hund\/tiergesundheit\/kreislaufkollaps-beim-hund\/\">Kreislaufkollaps beim Hund: Was dahintersteckt und wie du richtig reagierst<\/a><\/h3><\/div><div class=\"img align-center\"><img decoding=\"async\" width=\"315\" height=\"180\" src=\"https:\/\/uelzener.de\/magazin\/app\/uploads\/2026\/02\/Magazin_Header-1025x450-px-1025x450-px-14-315x180.jpg\" class=\"attachment-315x180 size-315x180 wp-post-image\" alt=\"Hund hechelt im Schatten auf einer Wiese.\" \/><\/div><\/div><div class=\"wrapper\"><div class=\"title align-center\"><h3><a href=\"https:\/\/uelzener.de\/magazin\/hund\/tiergesundheit\/hundekrankheiten-unfaelle\/\">Hundekrankheiten und Unf\u00e4lle, die du unbedingt kennen musst<\/a><\/h3><\/div><div class=\"img align-center\"><img decoding=\"async\" width=\"315\" height=\"180\" src=\"https:\/\/uelzener.de\/magazin\/app\/uploads\/2023\/01\/haeufige-hundekrankheiten-unfaelle-315x180.jpg\" class=\"attachment-315x180 size-315x180 wp-post-image\" alt=\"Kranker Hund wird gestreichelt.\" \/><\/div><\/div><div class=\"wrapper\"><div class=\"title align-center\"><h3><a href=\"https:\/\/uelzener.de\/magazin\/hund\/tiergesundheit\/herzerkrankungen-beim-hund\/\">Herzerkrankungen beim Hund<\/a><\/h3><\/div><div class=\"img align-center\"><img decoding=\"async\" width=\"315\" height=\"180\" src=\"https:\/\/uelzener.de\/magazin\/app\/uploads\/2021\/11\/Hund_Herz_Header-315x180.jpg\" class=\"attachment-315x180 size-315x180 wp-post-image\" alt=\"Besitzerin hat ihren kleinen Hund auf dem Scho\u00df und die H\u00e4nde in Herzform gefaltet. Der Hund hat die Augen geschlossen, Herzerkrankungen bei Hunden sind keine Seltenheit.\" \/><\/div><\/div><\/div>\n\n<h2>Fazit<\/h2>\n<p>Der Herzwurm ist ein t\u00fcckischer Parasit. Er kann \u00fcber Monate hinweg unbemerkt bleiben und w\u00e4hrenddessen erhebliche Sch\u00e4den an den Lungengef\u00e4\u00dfen und am Herzen verursachen. Eine Behandlung ist m\u00f6glich, aber aufwendig und mit Risiken verbunden.<\/p>\n<p>Mit einem geeigneten M\u00fcckenschutz und tier\u00e4rztlich verordneten Pr\u00e4paraten l\u00e4sst sich das Infektionsrisiko deutlich reduzieren. Vor einer Reise in ein Risikogebiet sollte deshalb rechtzeitig tier\u00e4rztlicher Rat eingeholt werden.<\/p>\n<p>Sollte sich ein Hund trotzdem infizieren, sind eine fr\u00fchzeitige Diagnose, eine leitliniengerechte Behandlung und eine konsequente Bewegungseinschr\u00e4nkung entscheidend. Je fr\u00fcher die Erkrankung erkannt wird, desto besser sind in der Regel die Aussichten.<\/p>\n<h2>FAQ: H\u00e4ufig gestellte Fragen zur Herzwurmerkrankung beim Hund<\/h2>\n<h3>Kann ein Herzwurm f\u00fcr einen Hund t\u00f6dlich sein?<\/h3>\n<p>Ja. Eine Herzwurmerkrankung kann die Lungengef\u00e4\u00dfe und das Herz schwer sch\u00e4digen. Bei einem starken Befall drohen eine Rechtsherzinsuffizienz, Gef\u00e4\u00dfverschl\u00fcsse oder ein Caval-Syndrom. Ohne rechtzeitige medizinische Behandlung kann die Erkrankung t\u00f6dlich verlaufen.<\/p>\n<h3>Ist der Herzwurm auch f\u00fcr Menschen gef\u00e4hrlich?<\/h3>\n<p>Auch Menschen k\u00f6nnen durch infizierte Stechm\u00fccken mit Larven von <em>Dirofilaria immitis<\/em> in Kontakt kommen. Der Mensch ist jedoch ein Fehlwirt. Die Larven entwickeln sich im menschlichen K\u00f6rper normalerweise nicht zu geschlechtsreifen W\u00fcrmern.<\/p>\n<p>In seltenen F\u00e4llen k\u00f6nnen abgestorbene Larven kleine Knoten in der Lunge oder anderen Geweben verursachen. Diese werden h\u00e4ufig zuf\u00e4llig bei einer bildgebenden Untersuchung entdeckt.<\/p>\n<h3>K\u00f6nnen auch andere Tiere als Hunde betroffen sein?<\/h3>\n<p>Ja. Neben Hunden k\u00f6nnen sich auch Katzen und verschiedene Wildtiere infizieren. Zu den nat\u00fcrlichen Wirten geh\u00f6ren unter anderem F\u00fcchse, W\u00f6lfe und Kojoten.<\/p>\n<p>Katzen infizieren sich seltener als Hunde und tragen meist nur wenige W\u00fcrmer. Trotzdem kann bereits eine geringe Anzahl von W\u00fcrmern schwere Atemwegs- oder Herzprobleme verursachen. Auch das Absterben unreifer W\u00fcrmer kann bei Katzen starke Entz\u00fcndungsreaktionen in der Lunge ausl\u00f6sen.<\/p>\n<h3>Wie oft sollte ich meinen Hund auf Herzw\u00fcrmer testen lassen?<\/h3>\n<p>Wie h\u00e4ufig ein Test sinnvoll ist, h\u00e4ngt vom individuellen Risiko ab. Hunde, die in einem Endemiegebiet leben oder regelm\u00e4\u00dfig dorthin reisen, sollten nach tier\u00e4rztlicher Empfehlung getestet werden. H\u00e4ufig werden regelm\u00e4\u00dfige, teilweise j\u00e4hrliche Untersuchungen empfohlen.<\/p>\n<p>Bei Hunden in Deutschland richtet sich die Notwendigkeit vor allem nach Auslandsaufenthalten, Herkunft und angewandter Prophylaxe. Nach einer m\u00f6glichen Ansteckung kann ein zeitlich versetzter Test erforderlich sein, da eine frische Infektion nicht sofort nachweisbar ist.<\/p>\n<h3>Gibt es eine Impfung gegen Herzw\u00fcrmer?<\/h3>\n<p>Nein, eine Impfung gegen Herzw\u00fcrmer gibt es nicht. Vorbeugend werden M\u00fcckenschutz und spezielle verschreibungspflichtige Medikamente eingesetzt, die fr\u00fche Larvenstadien abt\u00f6ten.<\/p>\n<h3>Was ist der Unterschied zwischen einem Herzwurm und einem Hautwurm?<\/h3>\n<p>Der Hautwurm <em>Dirofilaria repens<\/em> ist ein naher Verwandter des Herzwurms. Beide Parasiten werden durch Stechm\u00fccken \u00fcbertragen, siedeln sich aber in unterschiedlichen K\u00f6rperregionen an.<\/p>\n<p><em>Dirofilaria immitis<\/em> lebt vor allem in den Lungenarterien und kann Herz und Lunge schwer sch\u00e4digen. <em>Dirofilaria repens<\/em> siedelt sich \u00fcberwiegend im Unterhautgewebe an und kann dort Knoten, Schwellungen, Juckreiz oder andere Hautver\u00e4nderungen verursachen.<\/p>\n<h3>Kann ein Hund nach einer Behandlung vollst\u00e4ndig gesund werden?<\/h3>\n<p>Bei einer fr\u00fchen Diagnose und erfolgreichen Behandlung kann sich ein Hund vollst\u00e4ndig erholen. Bereits entstandene Ver\u00e4nderungen an den Lungengef\u00e4\u00dfen oder am Herzen k\u00f6nnen jedoch bestehen bleiben. Deshalb sind Kontrolluntersuchungen auch nach Abschluss der Therapie wichtig.<\/p>\n<h3>Verschwindet der Herzwurm ohne Behandlung?<\/h3>\n<p>Nein. Ohne Behandlung k\u00f6nnen erwachsene Herzw\u00fcrmer mehrere Jahre im K\u00f6rper des Hundes \u00fcberleben und die Erkrankung weiter verschlimmern. Eine Selbstheilung ist nicht zu erwarten. Bei Verdacht auf eine Infektion ist deshalb eine tier\u00e4rztliche Untersuchung erforderlich.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Du m\u00f6chtest mit deinem Hund in den S\u00fcden reisen? Oder einen Vierbeiner aus dem Ausland adoptieren? Dann solltest du dich mit dem Thema Mittelmeerkrankheiten besch\u00e4ftigen. Damit sind verschiedene Erkrankungen gemeint, die vor allem in Mittelmeerl\u00e4ndern verbreitet sind und h\u00e4ufig durch Parasiten oder andere Krankheitserreger \u00fcbertragen werden. 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