{"id":19838,"date":"2026-03-26T15:56:21","date_gmt":"2026-03-26T14:56:21","guid":{"rendered":"https:\/\/uelzener.de\/magazin\/?page_id=19838"},"modified":"2026-03-26T15:56:21","modified_gmt":"2026-03-26T14:56:21","slug":"headshaking-beim-pferd","status":"publish","type":"page","link":"https:\/\/uelzener.de\/magazin\/pferd\/tiergesundheit\/headshaking-beim-pferd\/","title":{"rendered":"Headshaking beim Pferd: Wenn das Kopfsch\u00fctteln krankhaft wird"},"content":{"rendered":"<p>Als Headshaking bezeichnet man das unkontrollierte Kopfsch\u00fctteln bei Pferden. In den meisten F\u00e4llen handelt es sich um ein krankheitsbedingtes Symptom. Es kann aber auch als Verhaltensst\u00f6rung (Stereotypie) in Erscheinung treten.<\/p>\n<p>Beim Headshaking gibt es unterschiedliche Schweregrade. Bei manchen Tieren ist das Kopfsch\u00fctteln nur leicht ausgepr\u00e4gt und kaum zu erkennen. Andere sind so stark betroffen, dass sie einem hohen Leidensdruck ausgesetzt sind. Sie sind nicht im Sport einsetzbar und k\u00f6nnen f\u00fcr sich und den Reiter oder die Reiterin eine Gefahr darstellen.<\/p>\n<p>In unserem Artikel erf\u00e4hrst du mehr \u00fcber die Ursachen des Headshakings. Wir erkl\u00e4ren dir, woran du krankhaftes Kopfsch\u00fctteln bei deinem Pferd erkennst und was du dagegen tun kannst.<\/p>\n<h2>Was ist Headshaking?<\/h2>\n<p>Dass Pferde den Kopf sch\u00fctteln, ist nichts Ungew\u00f6hnliches. Es geh\u00f6rt zu ihrem nat\u00fcrlichen Verhaltensrepertoire. Sie sch\u00fctteln zum Beispiel den Kopf, um l\u00e4stige Insekten abzuwehren. Bei Hengsten ist das Kopfsch\u00fctteln Teil des Dominanzverhaltens. Sie versuchen damit, zu imponieren und ihre Kraft und St\u00e4rke zum Ausdruck zu bringen. Auch bei Stress, Nervosit\u00e4t oder Unbehagen sch\u00fctteln Pferde manchmal mit dem Kopf.<\/p>\n<p>Headshaking ist davon abzugrenzen. Es tritt pl\u00f6tzlich und ohne ersichtlichen Grund auf. Die Kopfbewegungen k\u00f6nnen schlagend oder sch\u00fcttelnd sowie vertikal, horizontal oder rotierend ausgef\u00fchrt sein. Viele Pferde schnauben oder niesen dabei. Sie versuchen, sich die Nase oder den Kopf zu reiben, etwa am Boden, an der Wand oder an den Vorderbeinen.<\/p>\n<p>Weitere Begleiterscheinungen sind:<\/p>\n<ul>\n<li>Klarer oder wei\u00dflicher Nasenausfluss<\/li>\n<li>Zuckende Gesichtsmuskeln<\/li>\n<li>Verzogenes Gesicht (Schmerzausdruck)<\/li>\n<li>Spielen mit Lippen oder Zunge<\/li>\n<li>Schlagen mit den Hufen<\/li>\n<li>Lichtempfindlichkeit<\/li>\n<li>Meiden von W\u00e4rme und Wind<\/li>\n<li>Vermehrter Aufenthalt im Schatten oder in der Box<\/li>\n<\/ul>\n<h3>Schweregrade von Headshaking bei Pferden<\/h3>\n<p>Bei manchen Pferden zeigt sich das Kopfsch\u00fctteln gelegentlich oder in bestimmten Situationen, etwa unter Belastung. Bei anderen tritt es permanent in Erscheinung, sei es beim Reiten, Ruhen oder Grasen.<\/p>\n<p>Neben H\u00e4ufigkeit und Dauer variiert die Intensit\u00e4t. Das Kopfsch\u00fctteln kann so leicht ausgepr\u00e4gt sein, dass man es kaum wahrnimmt. In dem Fall k\u00f6nnen die Tiere meist weiter geritten und im Sport eingesetzt werden.<\/p>\n<p>Demgegen\u00fcber stehen schwere Verl\u00e4ufe mit heftigen Kopfbewegungen. Die Pferde sind dann aus Sicherheitsgr\u00fcnden nicht mehr f\u00fcr den Reit- oder Fahrsport geeignet.<\/p>\n<p>Es k\u00f6nnen f\u00fcnf Schweregrade unterschieden werden:<\/p>\n<ul>\n<li><strong>Grad 1 (leichtgradig):<\/strong> Symptome sind schwach und selten. Die Gesichtsmuskulatur zittert gelegentlich. Das Pferd ist weiterhin reitbar.<\/li>\n<li><strong>Grad 2 (mittelgradig):<\/strong> Symptome zeigen sich wiederholt und unter \u00e4hnlichen Bedingungen. Das Reiten ist eingeschr\u00e4nkt m\u00f6glich.<\/li>\n<li><strong>Grad 3 (h\u00f6hergradig):<\/strong> Symptome treten h\u00e4ufig und deutlich in Erscheinung. Das Pferd kann noch geritten werden, ist aber schwer kontrollierbar.<\/li>\n<li><strong>Grad 4 (hochgradig):<\/strong> Die Symptome sind so stark, dass sich das Pferd nicht mehr kontrollieren l\u00e4sst. Das Reiten ist nicht mehr m\u00f6glich.<\/li>\n<li><strong>Grad 5 (schwergradig):<\/strong> Das Pferd verh\u00e4lt sich auff\u00e4llig und unberechenbar. Es besteht eine hohe Verletzungsgefahr f\u00fcr das Tier und andere.<\/li>\n<\/ul>\n<h2>Ursachen f\u00fcr Headshaking beim Pferd<\/h2>\n<p>Es werden drei Formen von Headshaking unterschieden: eine symptomatische, eine idiopathische und eine stereotype Form.<\/p>\n<h3>Symptomatisches Headshaking<\/h3>\n<p>Symptomatisches Headshaking bedeutet, dass das Kopfsch\u00fctteln auf eine bestimmte Erkrankung zur\u00fcckzuf\u00fchren ist. Es l\u00e4sst sich also eine Ursache identifizieren. Beispiele daf\u00fcr sind:<\/p>\n<ul>\n<li>Maul- und Zahnerkrankungen (Geschw\u00fcre, Verletzungen etc.)<\/li>\n<li>Augenerkrankungen (z.B. Sehschw\u00e4che, Grauer Star, Zysten)<\/li>\n<li>Erkrankungen der Ohren (Wucherungen, Abszesse, Fremdk\u00f6rper, Entz\u00fcndungen)<\/li>\n<li>Parasitenbefall im Kopf- oder Ohrbereich (Milben, Zecken)<\/li>\n<li>Infekte oder Erkrankungen der Atemwege: Entz\u00fcndungen der Naseng\u00e4nge oder Nasennebenh\u00f6hlen, Luftsackerkrankungen, Kehlkopferkrankungen<\/li>\n<li>Erkrankungen im Kiefer- oder Halsbereich (Arthrose, Entz\u00fcndungen)<\/li>\n<li>Wirbels\u00e4ulen- und R\u00fcckenprobleme<\/li>\n<\/ul>\n<h3>Idiopathisches Headshaking<\/h3>\n<p>Das idiopathische Headshaking kommt am h\u00e4ufigsten vor. Hier ist keine Ursache feststellbar. Es l\u00e4sst sich also keine Vorerkrankung identifizieren. In der Medizin vermutet man allerdings, dass das idiopathische Headshaking oft durch einen Gesichtsschmerz verursacht wird. Das ist vergleichbar mit der sogenannten Trigeminusneuralgie beim Menschen. Dabei handelt es sich um eine Erkrankung des f\u00fcnften Hirnnervs. Er hei\u00dft fachsprachlich Nervus trigeminus.<\/p>\n<p>Dieser Nerv hat die Aufgabe, Signale an Gesichtsmuskeln weiterzuleiten. Er versorgt den Bereich der Augen, Schl\u00e4fen und N\u00fcstern sowie den Ober- und Unterkiefer. Im Fall einer Neuralgie befindet sich der Nervus trigeminus in einem Reizzustand. Dadurch sendet er Schmerzsignale aus. Die Ursachen daf\u00fcr k\u00f6nnen unterschiedlich sein. Oft liegt ein Gef\u00e4\u00df-Nerv-Konflikt vor. Das bedeutet, dass eine Arterie oder ein anderes Gef\u00e4\u00df auf den Nerv dr\u00fcckt und ihn komprimiert.<\/p>\n<p>Eine Trigeminusneuralgie beim Menschen ist von blitzartigen Schmerzen begleitet. Sie kommen intervallartig und k\u00f6nnen durch Sprechen, Kauen, Luftz\u00fcge oder Ber\u00fchrung hervorgerufen werden. Die Schmerzen sind extrem und werden als elektroschock\u00e4hnlich beschrieben. Bei Pferden ist es genauso.<\/p>\n<h3>Stereotypes Headshaking<\/h3>\n<p>Bei stereotypem Headshaking handelt es sich um eine Verhaltensst\u00f6rung. Es ist daher vom idiopathischen und symptomatischen Headshaking abzugrenzen.<\/p>\n<p>Das stereotype Headshaking tritt von allen drei Formen am seltensten auf. Ursachen sind meist Stress und widrige Haltungsbedingungen. Auch Reitfehler und unpassende Ausr\u00fcstung wie schlecht sitzende Trensen oder Gebisse k\u00f6nnen zu Headshaking beim Pferd f\u00fchren.<\/p>\n<h2>Diagnose und Ursachenforschung bei Headshaking<\/h2>\n<p>Diagnose und Ursachenforschung bei Headshaking k\u00f6nnen langwierig sein. Zun\u00e4chst wird das Pferd auf die Erkrankungen hin untersucht, die am ehesten in Frage kommen. Der Tierarzt oder die Tier\u00e4rztin beginnt mit einer ausf\u00fchrlichen Anamnese und Bestandsaufnahme. Wenn das Pferd nur in bestimmten Situationen den Kopf sch\u00fcttelt, k\u00f6nnen Videoaufzeichnungen hilfreich sein. So kann sich der Arzt oder die \u00c4rztin ein Bild machen, falls das Pferd w\u00e4hrend der Untersuchung symptomlos bleibt.<\/p>\n<p>Im Regelfall beginnt die Diagnose mit einer klinischen Allgemeinuntersuchung. Dabei werden Herz und Lunge abgehorcht, Fell, Haut, Augen und Ohren kontrolliert, die K\u00f6rpertemperatur gemessen und die Beine abgetastet. Dem schlie\u00dft sich eine neurologische Untersuchung an. Dabei pr\u00fcft der Arzt oder die \u00c4rztin unter anderem die Reflexe. Auch ein Bluttest wird meist vorgenommen.<\/p>\n<p>Abh\u00e4ngig von den Ergebnissen kommen weitere Diagnoseschritte in Betracht:<\/p>\n<ul>\n<li>Augenuntersuchungen (Untersuchung von Netzhaut, Hornhaut, Augeninnendruck etc.)<\/li>\n<li>Untersuchungen der Maulh\u00f6hle und Z\u00e4hne<\/li>\n<li>Endoskopien (obere Atemwege, Ohren)<\/li>\n<li>R\u00f6ntgen, Computertomographie oder Ultraschall des Sch\u00e4dels<\/li>\n<\/ul>\n<p>Im Normalfall werden immer erst die Untersuchungen durchgef\u00fchrt, die relativ einfach realisierbar sind und keine Narkose erfordern. Wenn sich jedoch keine Ursache festmachen l\u00e4sst, kommt man nicht umhin, spezielle und aufwendigere Verfahren anzuwenden. Eine m\u00f6gliche Methode ist beispielsweise eine Reizmessung am Nervus trigeminus.<\/p>\n<p>Beim idiopathischen Headshaking ist die Diagnose am schwierigsten und umfangreichsten. Es m\u00fcssen erst alle denkbaren Ursachen ausgeschlossen werden, um eine idiopathische Form festzustellen.<\/p>\n<h2>Behandlung von Headshaking bei Pferden<\/h2>\n<p>Die Behandlung von Headshaking richtet sich nach der Ursache.<\/p>\n<p>Die stereotype Form l\u00e4sst sich in den allermeisten F\u00e4llen gut in den Griff kriegen. Entscheidend ist, die Haltungsbedingungen zu optimieren, so dass das Pferd artgerecht leben kann. Dazu geh\u00f6ren ausreichend Bewegung, Kontakt zu Artgenossen, eine ausgewogene, gesunde Ern\u00e4hrung und so fort. Ebenso wichtig sind ein r\u00fccksichtsvoller Umgang beim Reiten und eine gut sitzende Ausr\u00fcstung.<\/p>\n<p>Bei symptomatischem Headshaking geht es darum, die zugrundeliegende Erkrankung zu behandeln. Je nach Ausl\u00f6ser fallen die Heilungschancen und der Therapieaufwand sehr unterschiedlich aus. Zahnprobleme beispielsweise sind meist schnell und gut behandelbar. Anders kann es aussehen, wenn das Pferd ernsthaft an der Wirbels\u00e4ule erkrankt ist.<\/p>\n<p>Bei der idiopathischen Form ist keine Ursache feststellbar. Daher bleibt in dem Fall nur eine symptomatische Behandlung. Das gilt auch, wenn man von einer Trigeminusneuralgie ausgeht. Hier gibt es mehrere M\u00f6glichkeiten.<\/p>\n<ul>\n<li><strong>Medikamente:<\/strong> In der Humanmedizin gibt es Medikamente, die gegen Trigeminusneuralgie erfolgreich eingesetzt werden. Diese finden mittlerweile auch bei Pferden Anwendung. Eine Heilung ist zwar nicht m\u00f6glich. Es gibt jedoch F\u00e4lle, in denen Symptome erfolgreich gelindert werden konnten. Die Medikation hat zwei gro\u00dfe Nachteile: Zum einen sind die Pr\u00e4parate sehr teuer. Zum anderen besteht das Risiko von Nebenwirkungen.<\/li>\n<li><strong>Neurektomie:<\/strong> Bei einer Neurektomie werden die Nerven, die das Headshaking ausl\u00f6sen, bet\u00e4ubt und durchgeschnitten. Dadurch sind sie praktisch funktionsunt\u00fcchtig. Sie k\u00f6nnen keine Signale mehr weiterleiten. Der Eingriff ist riskant und nicht immer erfolgreich. Deswegen muss sorgf\u00e4ltig abgewogen werden, ob man diesen Schritt gehen will.<\/li>\n<li><strong>Alternative Therapieformen:<\/strong> Mitunter werden Nahrungserg\u00e4nzungsmittel wie Tryptophan oder Magnesium zur Behandlung eingesetzt. Auch Akupunktur kann helfen, Symptome zu lindern.<\/li>\n<\/ul>\n<p>Headshaking ist zwar nicht immer heilbar. Trotzdem gibt es M\u00f6glichkeiten, dem Pferd zu helfen. Eine Pferdekrankenversicherung leistet in solchen F\u00e4llen gute Dienste. Sie \u00fcbernimmt die Kosten f\u00fcr Diagnose und Behandlung, so dass du keine finanzielle Belastung f\u00fcrchten musst.<\/p>\n<h3>Was tun bei licht- und wetterinduziertem Headshaking?<\/h3>\n<p>Pferde, bei denen das Kopfsch\u00fctteln neurologisch bedingt ist, reagieren h\u00e4ufig st\u00e4rker auf Au\u00dfenreize wie Licht und Wind. Besonders im Fr\u00fchjahr und im Sommer sowie an warmen und sonnigen Tagen scheint das Headshaking in Erscheinung zu treten.<\/p>\n<p>Hier k\u00f6nnen folgende Ma\u00dfnahmen helfen:<\/p>\n<ul>\n<li>Reiten bevorzugt in D\u00e4mmerung, bei bew\u00f6lktem Himmel oder in der Halle<\/li>\n<li>Starke Sonne und Wind meiden<\/li>\n<li>UV-undurchl\u00e4ssige, abdunkelnde Gesichtsmaske f\u00fcrs Pferd beim Reiten und auf der Weide<\/li>\n<li>Nasennetz f\u00fcrs Pferd zur Dauerstimulation der Oberlippe und Reizreduktion an den N\u00fcstern, zur Filterung von Wind und Pollen<\/li>\n<li>Bei empfindlichem Pferdegebiss auf gebisslose Z\u00e4umung wechseln<\/li>\n<li>Anatomisch geformte Trensen nutzen, die m\u00f6glichst wenig auf Genick und Gesichtsnerven dr\u00fccken<\/li>\n<li>Nasenriemen nicht zu eng verschnallen<\/li>\n<\/ul>\n<p>Schon kleine Anpassungen im Alltag k\u00f6nnen betroffenen Pferden Erleichterung verschaffen.<\/p>\n<h2>Fazit<\/h2>\n<p>Headshaking ist ein ernstzunehmendes Problem, denn es kann auf eine tieferliegende Erkrankung hindeuten. Ist der Trigeminusnerv betroffen, geht das mit extremen Schmerzen und einem hohen Leidensdruck einher. Es ist deshalb wichtig, der Ursache auf den Grund zu gehen und das Pferd tier\u00e4rztlich untersuchen zu lassen. Eine vollst\u00e4ndige Heilung ist nicht in jedem Fall m\u00f6glich. Mit geeigneten Ma\u00dfnahmen lassen sich die Symptome jedoch oft lindern. Das ist entscheidend, um dem Pferd wieder zu mehr Lebensqualit\u00e4t zu verhelfen.<\/p>\n<h2>FAQ: H\u00e4ufig gestellte Fragen zum Thema Headshaking beim Pferd<\/h2>\n<h3>Ist Headshaking eine Verhaltensst\u00f6rung?<\/h3>\n<p>Meistens liegt ein k\u00f6rperliches Problem zugrunde, wobei sich die Ursache nicht immer identifizieren l\u00e4sst. Headshaking kann in seltenen F\u00e4llen aber auch als Verhaltensst\u00f6rung auftreten. Ausl\u00f6ser daf\u00fcr sind in der Regel Stress und eine schlechte Haltung.<\/p>\n<h3>Kann man Headshaking vorbeugen?<\/h3>\n<p>Nicht zu 100 %. Trotzdem sind regelm\u00e4\u00dfige Vorsorgeuntersuchungen sehr sinnvoll. Dadurch lassen sich Erkrankungen erkennen, die zu Headshaking f\u00fchren k\u00f6nnen.<\/p>\n<h3>Sind Nasennetze wissenschaftlich bewiesen wirksam?<\/h3>\n<p>Es gibt keine wissenschaftlichen Belege f\u00fcr die Wirksamkeit von Nasennetzen. Viele Halter und Halterinnen berichten jedoch positiv davon. Ausprobieren lohnt sich daher.<\/p>\n<h3>K\u00f6nnen Fliegenfransen bei Headshaking helfen?<\/h3>\n<p>Fliegenfransen werden dem Pferd eigentlich um die Stirn gebunden. Man kann sie aber auch als Nasenband verwenden. Sie haben dann einen \u00e4hnlichen Effekt wie die Nasennetze, indem sie die Oberlippe dauerhaft stimulieren.<\/p>\n<h3>Kann man ein Pferd mit Headshaking reiten?<\/h3>\n<p>Das kommt auf den Schweregrad an. Zeigt das Pferd starke, unkontrollierbare Symptome, kann es f\u00fcr sich und andere zu einer Gefahr werden. Bei leichter Auspr\u00e4gung ist das Reiten weiter m\u00f6glich. Wichtig ist dabei ein gutes Reizmanagement.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Als Headshaking bezeichnet man das unkontrollierte Kopfsch\u00fctteln bei Pferden. In den meisten F\u00e4llen handelt es sich um ein krankheitsbedingtes Symptom. Es kann aber auch als Verhaltensst\u00f6rung (Stereotypie) in Erscheinung treten. Beim Headshaking gibt es unterschiedliche Schweregrade. Bei manchen Tieren ist das Kopfsch\u00fctteln nur leicht ausgepr\u00e4gt und kaum zu erkennen. 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