Schwarzer Hund mit Mantel im Schnee
Tiergesundheit

Wenn Hunde frieren: Schutz bei kalten Temperaturen

17.12.2019

Bei eisigen Temperaturen ziehen wir Menschen beim Spaziergang den Reißverschluss unserer Jacke noch ein Stück höher. Und unsere Hunde schützt das dicke Winterfell. Oder? Wir klären auf, wann ein Hundemantel für Vierbeiner sinnvoll ist.

Hundemantel – wann ist er sinnvoll?

Jedes Jahr, wenn es draußen kälter wird oder ein Winterurlaub mit dem Hund geplant wird, beginnen meist die Diskussionen zwischen Hundehaltern, ob ein Hundemantel sinnvoll ist oder nicht. Die einen sehen es als Vermenschlichung des Hundes an, andere schwören auf den Kälteschutz im Winter.

Ein gesunder Hund wird im Winter von Fell, Unterwolle und einer Fettschicht geschützt. Die Natur hat sich für die Vierbeiner einen der besten Wintermäntel ausgedacht. Dadurch, dass Hunde nicht in der freien Natur, sondern in beheizten Innenräumen leben, passen sie sich diesen Temperaturen durch ihr Fell an. Einige Hunde haben daher weniger Fell oder kaum bis keine Unterwolle. Beginnt der Vierbeiner doch zu frieren, bemerken Herrchen und Frauchen dies schnell an folgenden Anzeichen:

  • Zittern
  • Pfoten anheben
  • Rute einziehen
  • verkrampfter Körper

 

Welche Hunde brauchen einen Hundemantel?

Für einige Hunde ist ein Hundemantel durchaus eine sinnvolle Investition. Besonders ältere Hunde oder Hunderassen aus wärmeren Ländern oder mit kurzem Fell sind oft auf den Kälteschutz wie Mantel und Hundeschuhe angewiesen. Wird der Vierbeiner älter, wird das Fell dünner und die Unterwolle schwächer. Herrchen und Frauchen sollten ihren in die Jahre gekommenen Liebling beim Spaziergang im Schnee und in der Kälte beobachten und entsprechend handeln, wenn er anfängt zu zittern. Nicht nur für alte Hunde, sondern auch für Welpen und Junghunde ist ein Mantel ein guter Schutz. Welpen und junge Hunde haben noch nicht so ein ausgeprägtes Immunsystem und häufig auch noch nicht so viel Fell.

Ein warmer Hundemantel kann auch für kranke Hunde eine gute Unterstützung sein. Verspannen sich die Muskeln der Vierbeiner bei Kälte und Nässe, kann das zu Schmerzen führen. Vor allem für Hunde, die mit Gelenk- und Knochenbeschwerden zu kämpfen haben, trägt ein Hundemantel sehr zum Wohlbefinden des Vierbeiners bei.

Ab wie viel Grad frieren Hunde?

Eine Studie der Tufts University in den USA hat herausgefunden, dass Temperaturen bis 7°C für die meisten Hunde kein Problem darstellen. Ab 4°C hingegen fangen kleinere Hunderassen und Hunde mit wenig Fell bereits an zu frieren. Temperaturen von unter 0°C sind für alle Hunde unangenehm und werden besonders für kleinere Hunde mit niedrigem Körpergewicht kritisch.

Auch bestimmte Hunderassen benötigen bei kalten Temperaturen warme Hundebekleidung. Einige Rassen haben nur kurzes Fell und keine bzw. kaum Unterwolle, die sie vor der Kälte schützen. Hierzu zählen zum Beispiel Windhunde, Dobermann, Weimaraner, Rhodesian Ridgeback oder auch Dalmatiner. Diese haben oft auch keine ausreichende Fettschicht, die vor der Kälte schützt. Kleine Hunde, wie Chihuahuas, Französische Bulldoggen, Dackel und Co. haben ebenfalls ein schwach ausgeprägtes Winterfell. Mit einem passenden Mantel muss der Hund nicht frieren und bleibt gesund.

Für Hunde, die im Hundesport aktiv sind, bietet sich ein Hundemantel ebenfalls an. Dieser sollte natürlich nicht während des Sports getragen werden, sondern in den Trainingspausen und Ruhephasen zwischen beispielsweise Läufen im Agility.

Der richtige Hundemantel für Deinen Hund

Wie findet man einen Hundemantel, der genau zu den Bedürfnissen des eigenen Hundes passt? Eins sei vorweg gesagt: Bei der Hundebekleidung gilt Funktionalität vor Optik, auch wenn es inzwischen schon viele schöne Modelle gibt.

Unsere geliebten Vierbeiner kommunizieren vor allem über die Körpersprache. Sind die Hunde komplett in einen Mantel eingepackt, können sie schlechter mit ihren Artgenossen agieren. Ist ein Hundemantel notwendig, sollten Hundehalter ein paar Kriterien beachten:

  • Wasserabweisende Funktion des Hundemantels
    Ein Wollpullover hält nur warm, solange er trocken ist. Ein Hundemantel sollte allerdings wasserdicht sein. Denn saugt sich das kuschelige Innenleben mit Wasser voll, friert der Vierbeiner noch mehr als ohne Mantel.
  • Hundebekleidung passend zur Jahreszeit
    Im Herbst reicht ein Schutz vor Nässe und Regen. Der dicke Wintermantel sollte erst bei kalten Temperaturen angezogen werden.
    Übrigens: Hunde schwitzen nicht wie Menschen über die Haut. Dennoch sollte der Mantel atmungsaktiv sein.
  • Die richtige Passform
    Ein Mantel darf den Hund nicht in seiner Bewegungsfreiheit einschränken. Die richtige Größe ist entscheidend. Der Stoff sollte den kompletten Rücken bedecken, Gurte und Ösen dürfen nirgends einschneiden.
  • Auch der Bauch sollte bedeckt sein
    Viele Hundemäntel bedecken nur den Rücken. Bei vielen Rassehunden, wie dem Windhund, ist der Bauch eine Körperpartie mit wenig bis gar keinem Fell. Dort kühlen die Vierbeiner schnell aus. Achtung: Bei Rüden sollte so viel Platz vorhanden sein, dass beim Wasserlassen nichts im Mantel landet.
  • Reflektorstreifen am Mantel sind praktisch
    Ein Hundemantel kann den Vierbeiner nicht nur warm halten. Angebrachte Reflektorstreifen sind eine sinnvolle Ergänzung. Bei Spaziergängen in der Dunkelheit ist der Vierbeiner viel schneller sichtbar.

 

Ein Hundemantel schützt Deinen Hund vor den kalten Temperaturen. Unsere Hunde-OP- und Krankenversicherung schützt Dich vor unangenehmen Kosten, falls für Deinen Vierbeiner ein Tierarztbesuch ansteht. Sichere Deinen Hund bei uns ab und die finanziellen Sorgen gehören der Vergangenheit an.

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